Ein ca. 50 jähriger Mann ruft abends beim homöopathischen Notdienst an. Er berichtet, dass er seit ca. einer Woche unter Schmerzen in den Hoden leidet. Wegen dieser Beschwerden ist er auch zum Arzt gegangen, der eine Epididymitis (Entzündung der Nebenhoden) festgestellt hat. Jetzt gegen Abend haben sich seine Beschwerden nochmals deutlich verstärkt. Er verspürt ein Brennen und ein Ziehen von den Leisten in die Hoden. Es ist ein drückender Schmerz, der sich bei Berührung und im Stehen deutlich verschlimmert. Die Beschwerden sind auf der rechten Seite besonders stark und seine Hoden sind auch etwas geschwollen. Ansonsten hat er keine weiteren Symptome, keine Veränderung seiner Gemütsverfassung oder von wesentlicher Allgemeinsymptome wie Schlaf, Körpertemperatur und Nahrungsmittelverlangen.

Ausarbeitung

Um zu dem angezeigten Mittel zu kommen, wurden folgende Symptome im Repertorium (Symptomenverzeichnis) nachgeschlagen und bei der Ausarbeitung des Falles berücksichtigt:
- Männliche Genitale, Schmerz, drückend, Hoden rechts
- Männliche Genitale, Hydrozele (Flüssigkeitsansammlung im Hoden)
- Männliche Genitale, Schmerz, ziehend, Hoden

Verordnung

Aurum metallicum C200. Das einzige homöopathische Arzneimittel welches alle drei Symptome dieses Falles beinhaltet, ist Aurum metallicum, das aus Gold hergestellt wird. Liest man über die Symptome dieses Mittel in den Arzneimittellehren nach, so findet man dort Schmerz und Schwellung in den Hoden, Hydrozele, der rechte Hoden ist besonders betroffen, verstärkte Schmerzen bei Berührung etc. Die wesentlichen Symptome des Patienten decken sich somit mit denen des Arzneimittels, was zur Verordnung von Aurum metallicum führt.

Mittelreaktion

Zwei Tage nach Einnahme von Aurum metallicum C200 sind kaum noch Schmerzen vorhanden. Er fühlt sich wieder rundum gut.