Am frühen Morgen kommt ein Anruf von Frau Christiane S., die über sehr heftige Halsschmerzen klagt, sie sagt, dass sie so schwer Luft bekommt. Wegen der Heftigkeit der Erkrankung fahre ich zu der Patientin. Die Untersuchung ergibt, dass die Lymphknoten auf der linken Seite des Halses stark geschwollen sind, auf Nachfrage bestätigt sie auch, dass es auf der linken Seite sehr viel schmerzhafter sei, sie habe da das Gefühl, als ob auf der linken Seite des Halses ein Fremdkörper wäre. Sie hat einen etwas süßlichen Mundgeruch und der Hals ist innen dunkelrot, aber ohne Eiter. Heute Nacht sei sie von den Schmerzen aufgewacht und eigentlich nicht mehr eingeschlafen, weil sie Angst habe zu ersticken. Sie ist durstlos, wenn sie trinkt, dann nur kaltes Wasser in kleinen Schlucken. Sie hat einen fischigen Ausfluss aus den Ohren, der aber schon länger besteht, nun hört sie aber auch links schlechter. Im Liegen fühlt sie sich nicht wohl, weil der drückende Schmerz dann stärker ist. Hände und Füße sind heiß und verschwitzt und sie empfindet Hitze im Kopf. Sie hat zähen Speichelfluss, der etwas süßlich riecht.

Ausarbeitung

Es wurden folgende Symptome für die Repertorisation benutzt:
- Innerer Hals, Schmerz, linke Seite
- Innerer Hals, Klumpen, Gefühl eines Klumpens
- Allgemeines, Hitze, Gefühl von Hitze
- Gemüt, Furcht, ersticken

Verordnung

Das Ergebnis ist Lachesis muta, sie nimmt es in C 200.

Mittelreaktion

Am Abend rief sie mich an, sie sagt, es sei zu 70 % besser geworden. Die weitere Vorgehen war, Lachesis 200 in 1/8 Liter Wasser aufzulösen und davon noch 3 Schlucke im Abstand von 1 Stunde zu nehmen. Am nächsten Morgen ging es ihr gut.