Die Mutter ruft am Wochenende an, weil sich ihr kleiner Sohn seit Tagen immer wieder heftig erbricht und das immer am Abend, wenn er ins Bett gehen soll. Das Erbrechen wird durch nicht endendes Schreien ausgelöst. Zur Vorgeschichte: Leos Geburt war sehr schnell und heftig, in der Schwangerschaft wurden viele Ultraschallbilder gemacht. Schlaf war immer schlecht, oberflächlich, Weinen im Schlaf, ängstliches Erwachen. Leo ist tagsüber meist lieb und nett, manchmal heftige Zornausbrüche, die sich aber schnell wieder legen. Abends kommt das Problem, er wehrt sich heftig gegen das ins Bett gehen, er schreit und schreit, das Licht darf man überhaupt nicht ausmachen. Er schläft dann irgendwann aus Erschöpfung ein, die Mutter muss ihm die ganze Zeit die Hände aufs Gesicht legen. In den letzten Tagen ist alles eskaliert, er schreit noch mehr und durch das lange Schreien erbricht er sich. Er knirscht mit den Zähnen in der Nacht und wacht oft auf, immer mit ängstlichem Gesichtsausdruck, immer wieder auch mit Schreien.

Ausarbeitung

Folgende Rubriken wurden verwendet:
- Gemüt, schreien, bei Kindern
- Gemüt, Furcht, allein zu sein
- Gemüt, Furcht in der Dunkelheit
- Zähne, Zähneknirschen, nachts

Verordnung

Stramonium C 200

Mittelreaktion

Am nächsten Tag hat die Mutter angerufen, es ging viel besser. Eine Konsultation nach fast 2 Jahren wegen einer akuten Bronchialerkrankung ergab, dass Lorenz in der ganzen Zeit problemlos ins Bett ging und das Erbrechen und Schreien nie wieder auftrat.