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Triticum vulgare

 

Foto: Eugen Staab 2005/wikipedia

Triticum vulgare (der Weizen) kann als eher neueres homöopathisches Mittel aus der Familie
der Süßgräser (Poaceae – die Gräser, die uns „Zucker“ schenken) bezeichnet werden, das
unter anderem durch Prüfungen der neuseeländischen Homöopathin Judy Coldico;
bekannt wurde. Von der Pflanze lässt sich einiges ableiten: Ein feiner Halm, der für sich
genommen nicht viel Stabilität hat. Steht nicht alleine, sondern im Feld, das Schutz bietet.
Daraus lässt sich auf eine Abhängigkeit von der Familie, vom Umfeld schließen. Häufig bei
Menschen, die von Triticum vulgare profitieren können: Das Gefühl, ich habe für alle immer
gemacht und getan – was bleibt mir? Was bekomme ich zurück von dem, was ich
reingegeben habe

Auch Michal Yakir, Botanikerin und erfahrene Homöopathin, internationale Referentin mit
einem Verständnis für das Pflanzenreich, hat zu diesem Mittel ein Kernthema veröffentlicht:
Das relevanteste Element fehlt – die nährende Liebe. Außerdem kommt sie zu dem Schluss,
dass es ein passendes und hilfreiches Arzneimittel für Geflüchtete sein kann: Entwurzelt, aus
dem Zuhause und der Heimat vertrieben, keine Sicherheit, kein Essen.

Gemütssymptome: Einsamkeit und Rückzug
Triticum vulgare fühlt sich vom Feld häufig nicht getragen und findet sich deswegen bei
emotionaler Isolation und körperlichen Symptomen von Erschöpfung, insbesondere auch bei
Patienten mit Gluten- oder Weizen-Unverträglichkeiten.
Das Mittel spricht Patienten an, die sich heimatlos, verloren und  einsam fühlen. Oft spielt
das Gefühl der Entwurzelung oder des „Nicht-Hingehörens“ eine Rolle. Betroffene ziehen sich
zurück, wirken lethargisch und apathisch, als ob sie emotional „ausgebrannt“ sind. Es gibt
eine starke Sehnsucht nach Verbindung (Weizenfeld!), gepaart mit innerer Schwere und dem
Drang, sich zu isolieren; typisch ist eine diffuse Traurigkeit oder Kummer.

Körperliche Symptome
Das Mittel zeigt ein breites Spektrum an Erschöpfungssymptomen, die mit Allergien und
Verdauungsstörungen einhergehen können. Unter anderem:
• Allgemein: Schwere Müdigkeit, Lethargie, Gliederschwere,
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Koordinationsstörungen (Stolpern, Unfälle),
Juckreiz und trockene Haut
• Verdauung: Blähungen (vermehrend im Tagesverlauf), Krämpfe, Übelkeit
• Bewegungsapparat: Muskelschwäche (besonders Schultern), Gelenkschwellungen,
Sehnenentzündungen.