Homöopathie bei chronischer Schwäche bei oder nach Viruserkrankungen

Die chronische Schwäche kann durch eine früher durchgemachte Grippe ausgelöst werden (auch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Mononucleose/Pfeiffersches Drüsenfieber sind dafür verantwortlich zu machen. Eine gute ausführliche Anamnese, wie sie in der homöopathischen Praxis üblich ist, bringt oft die Klärung der Ursache. Ferner muss auch abgeklärt werden, ob der Patient, der eine Nachkrankheit hat, im Vorfeld eine Grippeimpfung erhalten hat. So passierte es beispielsweise vor rund 10 Jahren, dass ein Grippeimpfstoff in Form eines Nasensprays verabreicht wurde. Die Nebenwirkungen waren fatal: viele Gesichtslähmungen, einseitige Lähmungen der Extremitäten, Gehirntumore und Diabetes juvenilis. Sie sehen, auch Grippeimpfungen können für chronische Krankheitszustände verantwortlich sein. Bei der Behandlung chronischer Schwächezustände kommen folgende Arzneien in Betracht:

  • Abrotanum (Eberraute)

Große Schwäche und Entkräftung nach einer Influenza, hektisches Fieber mit Frösteln nach Influenza, sehr schwächend. Auch bei Kindern, die nach einer Grippe an Auszehrung leiden, angezeigt. Abrotanum hat außerdem einen Bezug zum Nierensystem.

  • Acidum sarcolacticum (Rechtsdrehende Milchsäure)

Wenn die Grippe von heftigen Schmerzen in allen Muskeln begleitet war, Herzmuskelschwäche nach Influenza, chronische Schwäche mit Neurasthenie (müde, depressiv) DD: Cadmium metallicum (Hauptmittel). Auch bei chronischer Schwäche mit Muskelschmerzen nach irgendeiner infektiösen Erkrankung (akute Anwendung bei Muskelkater in Frankreich).

  • Avena sativa (echter Hafer)

Nervlich ausgelaugt und erschöpft, jegliche geistige Arbeit ist unmöglich. Die Zufuhr von Hafer über die Nahrung reicht oft nicht zur Stärkung aus. Wenn die Genesung aber zu langsam voranschreitet, dann sind Potenzen von D3-C200 oder LM-Potenzen angezeigt. Niedrigere Potenzen bis viermal täglich (z.B. D4), höhere Potenzen seltener. Auch bei Schlaflosigkeit nach Influenza.

  • Cadmium metallicum

Hauptmittel bei Schwäche und psychosomatischer Erschöpfung nach Grippe oder nach Impfung. Es zeigen sich Entkräftung, Durchfall, starkes Frieren, üble Gerüche, nicht so ruhelos wie Arsenicum album aber ähnliche Symptome. Depressive Psychose mit Furcht vor Krebs. Gleichgültigkeit. Konzentration fällt schwer, jede geistige Anstrengung verschlechtert die Symptomatik.

Als Folge von Grippe, Aluminiumvergiftung (Impfstoffe, Kochtöpfe, Trinkwasseranreicherung mit Aluminiumfluorid), Chemotherapien, Strahlenbelastung, Chinin, Malariaprophylaxe, Aspirin, Antibiotikum, Antacidum. Temperaturempfinden: Schaudern ohne Fieber, mit Gänsehaut. Konstitution: präkanzerös.

  • Cadmium jodatum

Großer Bezug zu den Drüsen, Morbus Hodgkin nach Grippe.

  • Carbolicum acidum

Cooper halt es für ein Spezifikum bei Influenza (D3 akut) mit nachfolgender Schwäche (C30 chronisch). Tiefgreifende Erschöpfung, Kollaps und gebadet in kaltem Schweiß.

Ständig wechselnde Symptome (Tuberkulinum), widersprüchliche und abwechselnde Zustände, Immunschwäche, periodisches Fieber, geschwollene Drüsen, chronische heftige Schlaflosigkeit, chronische Ermüdung (Burn-out-Syndrom), Folgen von Mononucleose (Pfeiffersches Drüsenfieber) oder wiederholt aufgetretende Mononucleose, oder deren Auftreten im Erwachsenenalter. Viele Krebserkrankungen in der Familienanamnese. Nie wieder gesund seit z.B. einer Lungenentzündung. Vielfältige Allergien, es handelt sich um leidenschaftliche Personen, die sich gerne übernehmen, es jedem Recht machen wollen, sehr mitfühlend, Verlangen zu tanzen, zu reisen, nach Musik. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Furcht vor dem, was passieren könnte, vor Prüfungen, vor dem Versagen, Furcht an Krebs zu erkranken. Foubister schreibt: „für Menschen, die lange Zeit mit heftiger Furcht gelebt haben mit einer Vorgeschichte von emotionaler Unterdrückung. Tiefe Schuldgefühle. Kaffeeflecken auf der Haut, viele Pigmentflecken und Muttermale.

  • Kalium phosphoricum

Körperliche und geistige Erschöpfung, geistige Ermüdung, jegliche geistige Anstrengung verschlechtert, nervöse Schlaflosigkeit, große Nervosität.

  • Lobelia purpurascens (Purpurlobelie)

Schläfrigkeit, schwindelig machender Kopfschmerz zwischen den Augenbrauen; kann die Augen nicht offen halten; weiße Zunge – Gefühl als wäre sie gelähmt, dieses Gefühl besteht gleichermaßen auch an Herz und Lunge; starke Erschöpfung aller Lebenskräfte; tödliches Kältegefühl ohne Zittern; nützlich bei der mit Beeinträchtigung der Funktionen von Nervensystem und Geist einhergehenden nervösen Erschöpfung bei Grippe.

  • Cypripedium (Frauenschuh/Nervenwurzel)

Nervöse Schwäche, allerdings nicht als Folge von Überforderung, sondern auf Grund nervöser Erregung. Der Genesende ist einfach in zu großer Aufregung, die ihn daran hindert, sich auf irgendetwas zu konzentrieren oder nachts zu schlafen.

  • Mercurius bijodatus cum Kalium jodatum

Folgen von Influenza, alle Muskeln sind schmerzhaft, Gesichtslähmung nach Kälteeinwirkung, chronische Sinusitis bei syphilitischen Kindern, Nasenpolypen, Morbus Hodgkin.

  • Muriaticum acidum

Fälle nach einer durchgemachten schweren Erkrankung (z.B. Grippe) in ein frühkindliches Entwicklungsstadium mit geistiger Schwäche, wie bei einem Kind, nicht einmal fähig die einfachsten Sachen zu tun, kann weder stehen, sitzen, gehen, noch alleine essen und muss gepflegt werden. Extremste körperliche und geistige Schwäche.

  • Phosphoricum acidum

Beschwerden als Folge eines geschwächten Immunsystems nach einer akuten Krankheit, aber auch nach Kummer, Schwäche nach Kummer, Schwäche nach Verlust von Körperflüssigkeiten (Durchfall, Erbrechen usw.). Erst geistige Schwäche, nachfolgend körperliche Schwäche. Schwäche in den Extremitäten, als ob die Knochen geschabt werden. Reißende Schmerzen in den Gelenken. Neigung zu Kopfschmerzen. Schläfrigkeit tagsüber, schlaflos nachts. Ein Mittel für die Rekonvaleszenz, chronische Ermüdung seit einer schwächenden akuten Krankheit. Schwere Glieder, herabfallende Augenlider.

  • Scutellaria (Sumpfheimkraut, eine Arznei von Burnett)

Diese Arznei wird in Nordamerika als Hausmittel angewandt, wie Baldrian in Europa. Die Betroffenen sind ausgelaugt durch die Krankheit, sie können schlecht denken und schlafen. Die täglichen Anforderungen sind zu groß. Sie haben oft Kopfschmerzen während der täglichen Arbeit. Auch bei Schlafstörungen und als Folge davon biliöse Kopfschmerzen. Bei nervöser Schwäche nach Grippe bis hin zum Nervenzusammenbruch mit Weinen, Schreien usw. Organisches ist nicht zu finden. Depressionen nach Grippe mit ständigen Ängsten, dass z.B. ein Unglück passiert, dadurch Schlaflosigkeit. Neurasthenie nach Grippe.

  • X-Ray

Chronische Ermüdung, Schwäche, Anämie, Krankheitsgefühl, nach vielen Unterdrückungen (Hautauschläge, Fieber…), Vorgeschichte von Bestrahlungen, Strahlentherapie, Röntgen.

Link zum E-Book unserer lieben Kollegin Renate Krause: Grippe und Nachkrankheiten- eine homöopathische Studie zur Grippe und deren Nachkrankheiten