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Ledum palustre

Ledum palustre (Sumpfporst, Wilder Rosmarin)

Sumpfporst wirkt besonders auf das Bindegewebe, die Gelenke und Sehnen, die kleinen Blutgefäße und die Nerven. Dieses homöopathische Arzneimittel wird häufig bei rheumatischen Beschwerden, Gicht, Stich- und Bissverletzungen angewendet. Auffallendes Merkmal dieser Beschwerden ist, dass sie gebessert werden durch eiskalte Umschläge oder eiskalte Bäder.

Charakteristika

      • Sportverletzungen, Verstauchungen, die gebessert werden durch Eisauflagen
      • Stichverletzungen, z.B. durch Nagel (auch wenn rostig ist), mit stechenden, einschießenden Schmerzen
      • Insektenstiche und Bisse, mit starker Schwellung und Entzündung, gebessert durch eiskalte Umschläge oder Bäder
      • Rheumatismus, der meist in den unteren Extremitäten beginnt und nach oben wandert
      • Gichtanfälle große Zehe ist geschwollen und entzündet, besser Kälte
      • Gicht, Harnsäure Diathese
      • Schwellung und Entzündung von Fuß und Knöchel, hat das Bedürfnis Fuß in kaltes Wasser zu tauchen
      • Rheumatischen Beschwerden schlimmer nachts und schlimmer durch die Hitze der Bettdecke
      • Mangel an Lebenswärme, friert viel, ihm ist ständig zu kalt, aber die lokalen Beschwerden werden gebessert durch Kälte
      • Bluterguss nach Verletzungen, blaue Flecken verfärben sich grün
      • Bei blauem Auge oder „Veilchen“, nach Schlag im Bereich des Auges, besser durch Kälte

Modalitäten

Verschlechterung: Wärme, Hitze (Bettdecke, Ofen), Bewegung, nachts, Alkohol

Besserung: Kälte, kalte Umschläge, eintauchen und Baden in eiskaltem Wasser

Apis mellifica

 

Apis mellifica (Honigbiene)

Die Biene gehört zur Familie der Insekten. Sie bildet Kastenstaaten und lebt von Blütenpollen.
Die drei Kasten sind:
1. Arbeiterinnen, deren Ovarien verkümmert sind. Sie putzen, pflegen und füttern die Larven, bauen und weben und sammeln Blütenpollen.
2. Drohnen sind die Männchen. Ihnen fehlt der Stechapparat und sie sind nur für die Befruchtung der Königin verantwortlich. Dafür werden sie von Arbeiterinnen gefüttert und nach getaner Arbeit aus dem Stock vertrieben oder sogar getötet.
3. Die Königin, die nur zum Eierlegen befähigt ist. Sie legt 1500 Eier pro Tag und wird von den Arbeiterinnen gefüttert. Sie lebt 3-5 Jahre und wird nur ein einziges Mal von einem oder mehreren Männchen befruchtet. Je nachdem, ob die Königin die Eier befruchtet oder nicht, entstehen Männchen oder Weibchen. Ob sich aus dem befruchteten Ei eine Königin oder eine Arbeiterin entwickelt, ist von der Größe der Zelle und der Zusammensetzung des Larvenfutters abhängig. Das Verfüttern von Gelee royale lässt eine Königin entstehen.

Die Bienen sind sehr gut organisierte, soziale Insekten. Sie sind fleißig, sauber und betreiben eine ausgeprägte, selbstaufopfernde Brutpflege. Sie haben sehr hoch entwickelte Sinnesorgane und kommunizieren effektiv und viel. Wenn sie sich gegen Angriffe verteidigen, stechen sie und spritzen Gift. Dabei verlieren sie mit dem Stachel auch lebenswichtige Organe, die herausgerissen werden. Sie sterben !

Als NOTFALL- UND AKUTES MITTEL verordnen wir Apis mellifica am häufigsten bei Stichen, besonders von Insekten, und bei hochakuten Entzündungen. Die Stichstelle oder die betroffene Stelle ist rot, heiß, geschwollen und schmerzhaft.

Besondere Affinität hat das Mittel für HÄUTE und SCHLEIMHÄUTE vor allem bei plötzlichem Krankheitsbeginn und wenn Hitze, Röte, Ödeme, stechender Schmerz und Durstlosigkeit vorhanden sind. Die Beschwerden sind rechtsseitig, der Patient verlangt Abkühlung, die ihm Erleichterung verschafft.
Solche akute Beschwerden sind z.B. Augenentzündung, Otitis media, Tonsillitis, Oophoritis, Zystitis, Scharlach. usw.

Als CHRONISCHES ARZNEIMITTEL ist Apis mellifica ein sehr nützliches Frauenmittel.
Als Ursache finden wir oft Enttäuschung, Verletzung, Kummer, Eifersucht, schlechte Nachrichten.

Körperliche Ebene: Ödeme, Tumoren, Ovarialzysten, Myome, Gehirnhautentzündung, chronische Entzündungen, Amenorrhoe.

Psychische Symptome sind:
Eifersucht, Misstrauen, ausgeprägtes Konkurenzverhalten, Hysterie
Die Patientin muss immer beschäftigt sein, oft ohne Erfolg und fruchtlos.
Sie ist anspruchsvoll bis zum Perfektionismus.
Sie ist ungeduldig, schwer zufrieden zu stellen und kann sich schwer konzentrieren.
Ungeschickt, lässt Dinge fallen.
Fürsorglich bis zur Selbstaufopferung ( Familie, Partner )
Ängste vor Bedrohung und um Partnerverlust.
Ausgeprägte Sexualität bis zur Nymphomanie.
Schreckhaft, plötzliches Auffahren und Schreien im Schlaf.
Träume von Fliegen.