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Aids Nosode

HIV Virus

Allgemeines

Aids steht für Aquired Immun Deficiency Syndrom (erworbenes Immunschwäche-Syndrom), dh. für einen Krankheitskomplex, bei dem es durch eine Schwächung des Immunsystems zu vermehrten infektiösen Erkrankungen mit Pilzen, opportunistischen Keimen und anderen Erregern kommt, außerdem zu bösartigen Neubildungen und anderen schwerwiegenden Krankheitszuständen. Seit 1.Dezember 1981 ist AIDS von den amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention als eigenständige Krankheit definiert, jährlich sterben ca 1,5 Millionen Menschen daran. Von AIDS spricht man erst, wenn Krankheitssymptome vorhanden sind, ein positives Testergebnis auf HIV alleine reicht nicht aus.

Hervorgerufen wird AIDS durch HIV (Human Immunodeficiency Virus, deutsch: menschliches Immunschwäche- Virus), ein Retrovirus , das die Fähigkeit zum Einbau seines Genoms in das Genom der Wirtszelle besitzt . Es wird durch Blut, Sperma, Vaginalsekret, Muttermilch und Liquor übertragen, nicht durch Tröpfcheninfektion, Tränenflüssigkeit, Speichel, Schweiß oder Insektenstich.

Heutzutage gibt es antiretrovirale Medikamente gegen die Verbreitung des Virus in den Immunzellen von infizierten Menschen, sodass diese bei lebenslänglicher Einnahme ein relativ normales Leben führen können. Im Moment gibt es ca. 37 Millionen Infizierte, davon 25 Millionen in Afrika. Als Nachweis der Infektion gilt ein bestätigter positiver HIV-Test.

Es gibt alternative wissenschaftliche Meinungen ( zB: Dr. Heinrich Kremer), die besagen, dass nicht der HIV- Virus die Ursache für Aids ist, sondern dass das Immunsystem aus anderen Gründen zusammengebrochen ist. Das Virus konnte nämlich bis heute noch nicht isoliert nachgewiesen werden , so wie es den wissenschaftlichen Standardnachweisverfahren entsprechen würde. Aber das spielt für die homöopathische Wirksamkeit der Aids-Nosode keine Rolle, da sie nicht aus einem Virus, sondern aus dem Blut eines Mannes, der an Aids verstorben ist, hergestellt wurde.

Grundsätzliches

Die Prüfung wurde von Misha Norland gemacht (siehe das Buch Signatures, Miasms, Aids). Das zentrale Thema ist das völlige Versagen der persönlichen Grenzen. Die natürlichen Verteidigungslinien von Haut und Schleimhaut sind überschritten, das Immunsystem kann sich nicht mehr effizient gegen Erreger oder bösartige Neubildungen verteidigen, sondern ist in der Tiefe geschwächt und zusammengebrochen. Miasmatisch gesehen gibt es meist im Leben der Erkrankten eine psorische Komponente ( körperlich: verminderte Funktionstüchtigkeit, Schwäche, psychisch: sich getrennt fühlen von der Quelle der Liebe, Verlassenheitsgefühl, Verlust- und andere Ängste ) und eine syphilitische Komponente ( körperlich: Zerstörung, psychisch: sich ausgestoßen und am Rande der Gesellschaft stehend fühlen, Negativität, kriminelles Potential und Neigung zur Trunksucht).

Charakteristika

Verminderte geistige Funktionstüchtigkeit, geistig langsam, vergesslich, Gedächtnisschwäche, Konzentrationsschwierigkeiten

Abneigung gegen Gesellschaft, aber Furcht vor dem Alleinsein, oder

Verlangen nach Einsamkeit, abwechselnd mit Verlangen nach Gesellschaft

Reizbarkeit, Gleichgültigkeit gegenüber geliebten Menschen, Mangel an Empfindlichkeit, aber auch mitfühlend, traurig, einsam, grüblerisch

Ruhelos, hastig, zittrige Schwäche, Beben

Angst vor Autorität, Infektion, Tod, Versagen, Armut, hochgelegenen Orten, geschlossenen Räumen

Wahnidee, Hülle und Schutz verloren zu haben

Verminderte körperliche Funktionstüchtigkeit, Kälte der erkrankten Teile, Mangel an Lebenswärme, Hitzegefühle in den Extremitäten, Bindegewebsschwäche, rheumatische Schmerzen, Schwäche mit Übelkeit, Abmagerung

Kopfschmerzen, berstend, schneidend, stechend, in Stirn, Hinterkopf, Nacken, hinter dem linken Auge, bis zu den linken oberen Zähnen, Kieferschmerzen, <morgens, Kopfschmerzen mit Übelkeit

Schnupfen durch Temperaturänderung, Nasenbluten, Krusten und Schorfe, schmerzhaftes Niesen, Jucken der Nase

Drückender Schmerz im Ohr, stinkende Otorrhoe, Ohrgeräusche, Summern, Klingeln

Trockener Hals, Kloßgefühl, Schmerz wie wund, roh, Halsentzündung

<nachts, links, >warme Getränke

Herzklopfen nachts, Herzklopfen mit Angst, erschwerte Atmung nach Anstrengung

Durst auf kleine Mengen und oft, gesteigerter Appetit, Verlangen nach bitteren Getränken, Eiscreme, Schokolade, Süßigkeiten, Milch, Pfirsichen und Fisch

Schmerz in den Ovarien, vermindertes Sexualverlangen

Unerfrischender, unruhiger Schlaf

Schwindel begleitet von Schwere der Augen, Schweben, wie betrunken, Schwindel beim Aufstehen

Verwandtschaft: ars a, carc, syph, echi, nit-ac, bapt, bry, gels, hyos, lach

Referenzen: Norland, Murphy

Modalitäten

Amel: nach Stuhlgang, nach Urinieren, im Liegen

Agg: morgens beim Erwachen, nach Schlaf, nachmittags, während der Menses, alkoholische Getränke, Bier, Kaffee, Brot

Carcinosinum

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Carcinosinum ist aus menschlichen Krebsgeschwulsten hergestellt, zum Beispiel aus einem Mammacarcinom.

Es wird dem carcinosinischem Miasma zugeordnet.

Carcinosinum ist eine Erbnosode und wird unter anderem bei Patienten mit einer familiären Geschichte von bösartigen Tumoren eingesetzt. Es besteht ein persönlicher Bezug zur Krankheit Krebs in Form von Ängsten vor dieser Krankheit, Mitgefühl für Erkrankte etc..

Um das Mittelbild von Carcinosinum zu verstehen, sollte man sich erstmal die Charakteristika von Tumorerkrankungen anschauen:

Krebstumore wachsen unbegrenzt, bis sie auf die körperlichen Grenzen des Patienten stoßen. Dieses Sprengen der Grenzen führt dann unweigerlich zum Tod des Patienten.

Bei Tumoren funktioniert das ordnende Prinzip des Wachstums nicht mehr. Das Immunsystem kann nicht mehr zwischen Ordnung und Chaos, eigen und fremd unterscheiden. Tumorgewebe ist zwar eigenes Gewebe, verhält sich aber wie ein fremder Eindringling durch veränderte Oberflächenantigene.

Das Immunsystem erkennt normalerweise sehr schnell Zellen die aus der Art schlagen. Nur wenn es schwach ist, kann es das nicht mehr.

Bei einer Tumorerkrankung kann es sehr lange dauern, bis ein Mensch Symptome zeigt. Es herrscht also ein innerer Kampf, von dem äußerlich nichts zu ahnen ist.

Übertragen auf das Mittelbild von Carcinosinum kann man also herleiten, dass bei Carcinosinum-Persönlichkeiten eine gewisse Ich-Schwäche besteht. Das heißt, dass das ordnende Prinzip des Ichs schwach entwickelt ist und so keine seelische Autonomie entstehen konnte. Das Ich kann also keine klaren Grenzen ziehen zwischen eigen und fremd und ist somit sehr anfällig für äußere Einflüsse.

Das Fremde wird in das Ich mit eingebunden und so verwundert es nicht, dass eine wichtige Rubrik bei Carcinosinum „Beschwerden durch Bevormundung“ heißt.

So wie bei Krebs das Nicht-Abgewehrte krank macht, so macht bei Carcinosinum das krank, was von außen eindringt.

Carcinosinum-Patienten haben in ihrer Kindheit meist viel Bevormundung erlebt (oft seitens der Mutter). Der Unterschied zwischen Unterdrückung und Bevormundung ist, dass Bevormundung meist subtil passiert. Es werden bestimmte Erwartungen an das Kind gestellt, welche durch subtilen Druck erzwungen werden. Das Kind übernimmt was andere sagen, meinen, denken und kann keine eigene Individualität herausbilden.

Dies alles geschieht meist nicht durch offensichtliche Gewalt, denn in diesen Familien herrscht oft eine oberflächliche Harmonie. Wird diese Harmonie durch das Kind gestört, gilt es schnell als Störfaktor und wird durch Liebesentzug bestraft.

Eltern können ihre Kinder aber auch durch zuviel Liebe und Schutz (alles Schlechte wird von Ihnen ferngehalten) bevormunden, da sie ihnen nicht die Möglichkeit geben, an äußeren Aufgaben zu wachsen und sich als Persönlichkeit in der Auseinandersetzung zu formen.

Dadurch sind Menschen, die Carcinosinum als Heilmittel benötigen sehr harmoniebedürftig und haben eine große Abneigung gegen Streit.

Sie sind sehr pflichtbewußt, da sie nichts anderes gelernt haben als die ihnen auferlegten Pflichten zu erfüllen.

Sie sind anpassungsfähig und duldsam, begehren nicht auf, um die fragile Schicht der Harmonie nicht zu stören. Glücklich sind sie dabei jedoch nicht, da sie einen Mangel an wirklicher Anerkennung und Liebe spüren.

Eine Patientin sagte mir, sie wolle das verordnete Carcinosinum nicht nehmen, da sie Angst habe, sie könne aufbegehren und den Frieden in der Familie zerstören. Obwohl sie mit ihrer Rolle als aufopfernde Mutter und Ehefrau unglücklich war, wollte sie die mühsam erreichte Harmonie wahren und hatte Angst durch die Mitteleinnahme Unruhe zu stiften, indem vielleicht eigene Bedürfnisse, Wünsche und Gedanken nach außen drängen würden.

Carcinosinum-Persönlichkeiten können sich schwer aus Beziehungen lösen, weil dazu Auseinandersetzungen nötig wären, die sie jedoch wegen des geringen Selbstvertrauens nicht leisten können. Sie sind sehr abhängig von ihren Beziehungen und haben daher übertrieben Angst ihrer Familie könne etwas passieren.

Carcinosinum-Persönlichkeiten sind sehr empfindlich gegenüber dem Einfluss Anderer (Grobheiten, Kritik, Tadel, Vorwürfe), zeigen ihre Verletztheit aber nicht.

Wenn sie Kummer haben, leiden sie still. Eine Möglichkeit damit umzugehen, ist, mit anderen sehr mitfühlend zu sein, um dem eigenen Kummer eine Projektionsfläche zu bieten. Eine andere Möglichkeit ist selbstverletzendes Verhalten wie Anorexia nervosa, Fingernägel kauen. Sie können auch nervöse Tics entwickeln oder zwanghaftes Verhalten an den Tag legen.

Diese Empfindlichkeit und die Sehnsucht nach Harmonie zeigt sich auch in der Liebe für Musik und für alles Künstlerische. Sie lieben die Natur und die reinigende Wirkung von Gewittern.

Von außen betrachtet sind Carcinosinum-Persönlichkeiten sehr pflichtbewußt, ordentlich (bis hin zum Putz- und Waschzwang) und freundlich, aber innerlich herrscht eine tiefe Zerrissenheit und ein steter Kampf um innere Grenzziehungen und die Abgrenzung nach außen.

Dieser innere Kampf dürfte auch der Grund sein, dass sie oft unter chronischer Schlaflosigkeit leiden.

Durch die Gabe von Carcinosinum kann ein Aufbegehren und ein Abgrenzen stattfinden und der Patient hat die Möglichkeit seine Individualität zu entwickeln und seine Abhängigkeiten hinter sich zu lassen.

Kinder

Carcinosinum-Kinder sind übermäßig infektanfällig oder neigen sehr zu Lungenerkrankungen wie Asthma, Pneumonie oder Keuchhusten. Sie haben eine dunkle Haut oder einen Teint wie Milchkaffee und eine große Anzahl Muttermale oder braune Hautflecken (café-au-lait-Flecken). Die Skleren der Augen schimmern blau. Säuglinge und Kleinkinder schlafen in der Knie-Ellenbogen-Lage auch über das erste Lebensjahr hinaus. Kinder haben schon früh Schlafprobleme. Manchmal schon von Geburt an und ohne ersichtlichen Grund. Sie brauchen lange zum Einschlafen, wachen öfters auf und sind trotzdem nicht müde. Carcinosinum-Kinder sind allgemein sehr „pflegeleicht“, sie sind sehr früh sauber, essen ohne zu kleckern. Sie sind übermäßig artig, machen nichts kaputt und zählen in der Schule zu den „stillen Besten“. Sie sind Leseratten, die Probleme haben, sich sozial zu behaupten. Weiterhin typisch sind Tics und Nägelbeißen.

Körper

ZYKLISCHES AUFTRETEN VON BESCHWERDEN UND WECHSELN DER SYMPTOME VON EINER SEITE ZUR ANDEREN! AUFFÄLLIG IST DAS GEFÜHL DES ZUSAMMENSCHNÜRENS – sämtliche Symptome können so empfunden werden (zum Beispiel Zusammenschnürung des Herzens, des Gehirns, des Magens und des Atemtraktes (zum Beispiel Brustbeklemmung bei Asthma).

Kopf: Kopfschmerzen – hämmernd, klopfend, pulsierend (Ort wechselnd – links dann rechts)

Nase: Heuschnupfen, Ausscheidung aus der Nase – bitter, dick, gelb

Zähne: Schmerzhafter Gaumen, Zähne <durch kalte Getränke, mürbes Zahnfleisch

Krämpfe: ZUCKUNGEN, TICS des Auges, Mundwinkels oder Extremitäten

Herz: Heftiges HERZKLOPFEN, das sie selbst hören können – Beklemmung mit dem Verlangen durchzuatmen

Magen/Darm: Zyklisches Erbrechen, Gastritis, Ulzera. Obstipation ohne Stuhldrang. Stuhl trocken und hart. Schmerzen oder Risse im analen Bereich (50% Karzinom)

Glieder: Extremitäten werden als schwach, schmerzhaft, müde und schwerfällig empfunden

Familiengeschichte: KREBS, Tuberkulose, Diabetes mellitus, perniziöse Anämie

Kinderkrankheiten: Oft keine gehabt oder auch mehrfach, auch als Erwachsener!

Schlaf: Schwieriges Einschlafen, Schlaflosigkeit durch Gedanken. Ruhelosigkeit im Schlaf, Erwachen durch Zusammenfahren, Zuckungen, aufregende, erschöpfende, PHANTASIEVOLLE, LEBHAFTE TRÄUME von: Arbeit, Reisen, Ängsten, Sex … jemandem zu ermorden… alles was sie sich im Leben nicht trauen oder verwehrt haben

Modalitäten

Besser: Schmerzen besser durch Druck (Appendizitis). Bücken. Wärme, warme Getränke. KURZER SCHLAF BRINGT LINDERUNG – können wieder Energie tanken. Besser während eines Gewitters (= Energieentladung)

Schlechter: Durch Kälte, kalte Getränke. Schnelles Gehen, Trost verschlimmert!, Bevormundung, Kritik, Unordnung, am Meer

Verlangen: Schokolade, Butter und Süßigkeiten, Eiscreme, Zucker. Fett vom Fleisch oder Schinken, rohe Kartoffeln sowie Süßes und Saures in der Kombination

Abneigung: Salz, Milch, Eier, fettes Fleisch, Früchte abwechselnd mit Verlangen nach den gleichen Nahrungsmitteln

Quellen:

Carcinosinum- das chronische Bild von Karl Joseph Müller
Psychodynamik homöopathischer Arzneimittelbilder von Dieter Elendt

Candida albicans

Hefepilz

Allgemeines

Candida albicans ist ein Hefepilz und wird oft auch als Monilia albicans bezeichnet. Monilia albicans kommt nur in Pflanzen vor, Candida albicans auch in Menschen und Tieren. Grundsätzlich ist Candida ein harmloser Saprobiont, das heißt, er lebt von den Überresten anderer Organismen, beim Menschen lebt er oft auf den Schleimhäuten von Mund, Rachen, Genitalbereich und Verdauungstrakt, er kommt bei 75% aller gesunden Menschen vor. Im hefeähnlichen Zustand ist er nicht invasiv und fermentiert Zucker, aber in der myzelialen Form kann er invasiv in Schleimhäute eindringen. Bei gestörter Mikroflora, die durch Medikamente wie Antibiotika oder Hormone, durch falsche Ernährung ( zu viel Zucker), Stress oder ein geschwächtes Immunsystem begünstigt wird, kann sich der Pilz stark vermehren und zu einer Candidose führen. Meist manifestiert sich diese nur auf den Schleimhäuten mit Rötung, Juckreiz und weißlichen abwischbaren Belägen, aber in sehr schweren Fällen mit stark geschwächter Abwehrlage können alle Organe befallen sein.

Charakteristika

Erschöpfung, Müdigkeit, alles ist zuviel, hat seine Grenzen erreicht, überfordert

Kopflos, verwirrt, verzweifelt,

Mangelnder Selbstwert, unterdrückte Wut, parasitäre Beziehungen, Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen, kann sich nicht abgrenzen

Wut, Reizbarkeit, ungezielte Aggressivität

Chaotisch, desorientiert, ruhelos und hektisch, getrieben, in Eile,  ev. Ordnungszwang

Stimmungswechsel, empfindlich auf Kritik, Furcht vor Armut

Fühlt sich schutzlos, hilflos, machtlos, verlassen, von Feinden umgeben, verachtet, dumm und ungeliebt

Träume von Bomben, Explosionen, Blut, Mördern, Gewalt
Verlangen nach Zucker, Hypoglykämie, Verdauungsprobleme, Durchfall

Schlafprobleme, Nägel beißen

Hautjucken, Dermatosen, Urtikaria,  Haarausfall

Blasenentzündung

Infektanfälligkeit,  Allergien verschiedenster Art, Nahrungsmittelallergien

Modalitäten
Agg: Süßigkeiten, Mehlspeisen, Kaltwerden, Abkühlung, Wärme,  nasses warmes Wetter

Phosphor

Der Phosphor ist als chemisches Element einer der wichtigsten Bausteine der lebenden Substanz. Er stellt ein notwendiges Bestandteil des Zellkerns dar und kommt so in allen Körpergeweben vor. Bei der Muskelkontraktion spielt das Adenosintriphosphat ATP für die Energiebildung eine wesentliche Rolle. Calcium wird von Phosphor aktiviert.

Phosphor ist eines unserer wichtigsten Polychreste. Der Phosphorus-Patient ist spritzig und extrovertiert. Es gelingt ihm keine starke Abgrenzung zwischen sich selbst und anderen. Er baut schnell eine Beziehung auf, vergißt aber schnell, sobald er seine Aufmerksamkeit einem anderen Projekt zuwendet.

Diese mangelnde Abgrenzungsfähigkeit fordert ihren Preis: große Angst, Besorgnis um die Gesundheit. Viele Ängste vor Dingen, die für seinen Abgrenzungsmangel symbolisch sind – wie Dunkelheit, tiefes Wasser, Tod, Gewitter, daß etwas Schlimmes geschieht.

In späteren Stadien ist der Patient so empfindlich gegenüber anderen Menschen, daß das wohlbekannte Verlangen nach Gesellschaft verloren geht. Schließlich wird er langsam, gleichgültig und apathisch, ähnlich wie Phosphoricum acidum oder Sepia.

Herzlich und mitfühlend, zu offen und leicht beeindruckbar, empfindlich gegen alle äusseren Eindrücke.
Voller Befürchtungen und Ängste.
Kalte Getränke (Verlangen und Besserung dadurch).
Verlangen nach stark gewürzten Speisen und Eiscreme.
Brennende Schmerzen lokal, an kleinen Stellen. Brennende Hitze den Rücken hinauf.
Brennende Hitze der Hände.

Blutungen: Hautblutungen, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Apoplex, langes Bluten von kleinen Wunden.

Modalitäten

Verschlimmerung durch Liegen auf der linken (oder schmerzhaften, Rücken) Seite.
Geringfügige Anlässe. Kälte. Warme Speisen. Wetterwechsel. Morgens und abends. Geistige Erschöpfung.

Besserung: Essen. Schlaf, sogar kurzer Schlaf. Kälte (Speisen, Wasser), Reiben (Massieren). Aufsetzen. Liegen auf der rechten Seite. In der Dunkelheit.

(Quelle: Roger Morrison, Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome)