Onychoteuthis banksii

Onychoteuthis banksii  – der Krallenkalmar

Onychoteuthis banksii ist ein relativ unbekanntes homöopathisches Arzneimittel, das vom inzwischen leider verstorbenen Kollegen, Gerhard Ruster, im Jahr 1999 in der C30-Potenz geprüft wurde. Man verwendete zur Herstellung der Arznei das ganze Tier – bei Sepia hingegen nur der getrocknete Inhalt des Tintenfischbeutels.

Krallenkalmare sind eine kosmopolitische, freilebende Hochseeform, häufig in Oberflächenschichten zu finden, selten in Küstennähe. Sie jagen in Schwärmen den Fischen nach, die sie sich mit den bis zu 5 mm großen Haken ergreifen.

Im homöopathischen Kontext wird Onychotheuthis als die „unbekannte Schwester der Sepia“ bezeichnet. Zum Vergleich finden Sie das Arzneimittelbild von Sepia, der potenzierten Tinte des Tintenfisches, unter nachfolgendem Link:  https://www.homoeopathischer-notdienst.de/2009/07/29/sepia/

Allgemeines und Körperliches aus der Tintenfischfamilie:

  • Allgemein: Drang nach OBEN, in höhere (gesellschaftliche) Schichten
  • Reizbar und genervt durch die eigenen Kinder (allgemein Tintenfische)
  • Sehnenbeschwerden, insbesondere der Sehnenansätze, Tennisellbogen
  • Kniebeschwerden, insbesondere beim Treppensteigen oder Knien
  • Leeregefühl im Magen
  • Stockschnupfen mit Kopfschmerzen und Ohrgeräuschen
  • Halsbeschwerden morgens beim Erwachen
  • Körperliche Anstrengung bessert

Folgen von:

  • Beschwerden nach Entbindung
  • Hormonumstellung
  • Hormonelle Behandlungen (Pille, Hormonspirale, 3-Monats-Spritze mit daraus resultierender Unterdrückung der Menses)
  • Zorn, Ärger, Verdruss
  • Sexuellen Ausschweifungen (Sepia)
  • Überheben (Dyspepsie, Lumbago)
  • Nasswerden
  • Alkohol

 

 

Vergleichende Themen der Tintenfische (Gerhard Ruster):

  • Schlüsselbegriff bei Sepia: Tiefes, schwarzes Loch, Die Sepia spürt einen starken Sog nach Unten und hat viele körperliche Empfindungen von Abwärtsdrängen; sie möchte ans Licht aus dem tiefen, dunklen Loch heraus
  • Schlüsselbegriff des Kalmars: Er sucht den geraden Weg nach oben, überwindet dabei selbst größte Hindernisse, strebt Revolution an.
  • Schlüsselbegriff des Nautilus: Instandsetzung, er möchte seine adlige oder gehobene Position wieder einnehmen
  • Schlüsselbegriff des kleinen Kraken (Eledone): Vornehme Dame, er lässt sich mit dem Fahrstuhl, der Rolltreppe oder der Schwebebahn nach oben befördern, er ist angewiesen auf Unterstützung

Ebenso wie bei Sepia, haben die Betroffenen, die Onychoteuthis benötigen, Sorge und Angst um die Kinder. Sie haben Angst oder Träume, die Kinder könnten verloren gehen. Sie kommen durch ihre Lebensumstände schnell an ihre Grenzen. Bisweilen fühlen Sie sich wie in einer „Zwangsjacke“, oder wie „eingesperrt“; sie werden von vielen Sachen erdrückt und möchten mehr Freiraum für sich. Der andauernd empfundene Stress bringt sie ständig an ihr Limit. Es entsteht ein Gefühl von Manipulation und der willenlosen Aussetzung zur Zerstörung (z.B. Situation im Krankenhaus bei der Entbindung).

>>> Wahnidee – eingesperrt werden, er solle

>>> Wahnidee – Einfluss – er stehe unter einem mächtigen

Die Betroffenen leiden unter einer starken Belastung nach der Entbindung oder im Wochenbett bei gleichzeitiger Erschöpfung. Während sich Sepia in der Depression zurückzieht und ihre Ruhe haben will – bei Gefahr stößt der Tintenfisch Tinte aus und er kann ungesehen fliehen – agiert Onychoteuthis einfach weiter, bis hin zum totalen Zusammenbruch.

Es sind die besonderen Themen der heutigen Zeit, die bei diesen Arzneien sichtbar werden. Mehr denn je sind Frauen mit kleinen Kindern doppelt oder dreifach belastet. Nicht selten sind sie voll berufstätig, versorgen die Kinder und schmeißen noch dazu den kompletten Haushalt – mehr oder weniger durch die Unterstützung des Partners. Dies gehört gesellschaftlich wohl inzwischen zur Normalität, jeder resigniert, keiner beschwert sich.

Weitere interessante Themen von Onychoteuthis die bei der Arzneimittelprüfung sichtbar wurden:

  • Träume – Gefahr + Dunkelheit, in der
  • Träume – fremdbestimmt
  • Träume – übersehen – nicht gesehen werden von Autos in der Dunkelheit
  • Träume Umzug
  • Furcht vor Unfällen
  • Furcht – fallen, zu stürzen, beim Herabsteigen einer Treppe
  • Furcht vor Messern, Operationen, „unters Messer kommen“
  • Zorn, wirft mit Gegenständen
  • Allgemeines: Wunden, Schnittwunden
  • Aufrichtigkeit und Besserung durch Aufrichten
  • Beschwerden durch Verachtung oder Entwürdigung durch das andere Geschlecht (siehe Sepia)
  • Verlust des Willens – sie machen wie narkotisiert einfach weiter
  • Hellsehen – von versteckten Motiven anderer
  • Verhältnis Mann-Frau ist gestört: Vergewaltigung/Mißbrauch (onych + sep), Verachtung und Gewalt gegen das andere Geschlecht (onych)
  • Widerstand, Besserung durch sich widersetzen
  • Heftig, vehement, reizbar – führt zu Raserei oder Gewalttätigkeiten
  • Euphorie und Hochgefühl durch schnelles Fahren (Fahrrad)
  • Wahnidee, der Körper würde fett und hässlich aussehen
  • Gemüt: Resignation

Klinisch zeigte sich unter der Arzneimittelprüfung:

  • Augen: Sehen wie durch eine milchige Schicht
  • Tennisellenbogen (wie bei Sepia sind die Beschwerden an den Ansatzstellen der Sehnen)
  • Extremitäten, Schmerz, Knie (vergl. Sepia)
  • Langanhaltende Erschöpfung nach Entbindung – oder auch Hormonumstellung
  • Libidoverlust
  • Akute Schilddrüsenentzündung, speziell nach Entbindung
  • Magenschmerzen mit dem Verlangen nach scharf gewürzten Speisen
  • Verlangen nach schneller Bewegung
  • Modalitäten: Schmerzen, z.B. am Schwertfortsatz, die durch gerades Aufrichten oder durch Beugen nach hinten oder Überstrecken gebessert werden; schnelle Bewegung bessert

Schlagworte: hormonelle Veränderungen, Hormonstörung, Libidoverlust, PMS, Menopause, Menstruation, Entbindung, Wochenbett

Weitere Tintenfischarzneien, bzw. Arzneimittelprüfungen (Gerhard Ruster):

  • Eledone – Der kleine Krake
  • Nautilus – Perlboot (Kopffüßer)
  • Oktopus vulgaris – der gemeine Krake

 

 

Quellen:

Mancinella

Foto: Hans Hillewaert 2009/wikipedia

Die Angst, sich selbst zu verlieren, wenn Bindung uns überfordert oder Grenzen verschwimmen.

Das Mittel beschreibt Menschen, die in der Liebe eine tiefe Sehnsucht nach Nähe spüren, gleichzeitig aber fürchten, ihre Identität, Klarheit oder innere Stabilität zu verlieren. In Zeiten digitaler Spiegelungen, perfekter Avatare und emotionaler Überreizung wirkt Mancinella wie ein archetypisches Bild für jene, die sich fragen: „Bleibe ich noch ich selbst, wenn ich mich öffne?“

In Partnerschaften mit KI, in denen Antworten perfekt, verfügbar und scheinbar empathisch sind, kann die eigene Identität ins Wanken geraten: Bin das noch ich? Oder werde ich von einem System gespiegelt, manipuliert und durchleuchtet, das mich besser kennt als ich mich selbst?

 

Mancinella wird in der Homöopathie aus dem Manchineel-Baum gewonnen – einem der giftigsten Bäume der Welt. Er gehört zur Familie der Euphorbiaceae und ist in der Karibik und Mittelamerika verbreitet. Der Milchsaft des Baumes ist extrem ätzend und kann Brennen, Blasenbildung, Hautulzerationen und sogar vorübergehende Blindheit verursachen, wenn er mit Augen oder Schleimhäuten in Kontakt kommt. Diese toxischen Eigenschaften sind in der homöopathischen Prüfung deutlich sichtbar.

 

  • Der Baum enthält einen hochgradig reizenden, milchigen Saft, der schon beim bloßen Kontakt starke Schmerzen und Hautreaktionen auslöst.
  • Selbst der Rauch des brennenden Holzes kann zu vorübergehender Blindheit führen.
  • In der homöopathischen Prüfung zeigten sich intensive brennende Symptome, Schleimhautulzerationen und starke Reizungen von Kopf, Augen, Hals, Magen und Rektum.

 

Allgemein:

Ein Mensch, der sich innerlich instabil, „durchlässig“ und geistig gefährdet fühlt, mit brennenden, nervösen, überempfindlichen körperlichen Symptomen – und einer starken Angst, die Kontrolle über Geist oder Identität zu verlieren.

Psyche

Grundthema: Auflösung – Kontrollverlust – Überwältigung.

  • Angst, verrückt zu werden; Gefühl, der Geist „gleitet weg“.
  • Identitätsstörung: nicht man selbst sein, innere Entfremdung.
  • Gedankenabbrüche, Leere im Kopf, Gedanken verschwinden plötzlich.
  • Religiöse Ängste, Furcht vor Bestrafung, magische Vorstellungen.
  • Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Stimmungen, Reizen.
  • Schüchternheit, Rückzug, stille Traurigkeit.
  • Innere Unruhe, Herzklopfen bei emotionaler Belastung.

Psychodynamik: Der Patient fühlt sich „durchlässig“, verletzlich, geistig instabil.

Nervensystem

  • Neuralgien: brennend, stechend, entlang von Nervenbahnen.
  • Gesichtsneuralgien, besonders einseitig, mit Hitzegefühl.
  • Übererregbarkeit des Nervensystems (Licht, Geräusche, Berührung).
  • Schwindel, Benommenheit, Gefühl geistiger „Entkoppelung“.
  • Zittern, nervöse Unruhe, vegetative Labilität.

Typisch: Brennen + Überempfindlichkeit + psychische Destabilisierung.

Kopf, Sinnesorgane

  • Kopf: Hitzegefühl, Brennen, Druck im Scheitelbereich.
  • Augen: Brennen, Rötung, Lichtempfindlichkeit.
  • Ohren: Geräuschempfindlichkeit, nervöse Reaktionen auf Lärm.
  • Geruchssinn: Überempfindlichkeit gegenüber Gerüchen.

Mund, Zunge, Schleimhäute

  • Brennende Zunge, Gefühl wie „verbrannt“.
  • Wunde, rote Schleimhäute, brennend-schmerzhaft.
  • Geschmack: metallisch, bitter, brennend.
  • Speichelfluss vermehrt oder brennend.

 

❤️ Herz & Kreislauf

  • Herzklopfen, besonders bei Angst oder emotionaler Erregung.
  • Hitzegefühl im Brustkorb, verbunden mit innerer Unruhe.
  • Vegetative Dysregulation (Schwitzen, Zittern, Herzrasen).

Atmung

  • Beklemmung, Gefühl, nicht tief atmen zu können.
  • Angstbedingte Atemnot, besonders im Dunkeln oder allein.
  • Brennen in Brust oder Atemwegen.

Verdauungssystem

  • Brennen im Magen, im gesamten GI-Trakt.
  • Übelkeit, Druckgefühl im Epigastrium.
  • Empfindlicher Darm, Reizdarm-ähnliche Beschwerden.
  • Verschlimmerung durch Emotionen, Angst, Aufregung.

Haut & äußere Gewebe

  • Brennende Ausschläge, rote Flecken, Hitzegefühl.
  • Überempfindliche Haut, Berührung verschlimmert.
  • Juckreiz mit Brennen, besonders abends oder nachts.

Modalitäten

Schlimmer:

  • Wärme
  • Emotionen, Aufregung
  • Alleinsein
  • Dunkelheit
  • Geräusche, Reize

Besser:

  • Ablenkung
  • Gesellschaft
  • Kühle Anwendungen
  • Ruhe

 

Triticum vulgare

 

Foto: Eugen Staab 2005/wikipedia

Triticum vulgare (der Weizen) kann als eher neueres homöopathisches Mittel aus der Familie
der Süßgräser (Poaceae – die Gräser, die uns „Zucker“ schenken) bezeichnet werden, das
unter anderem durch Prüfungen der neuseeländischen Homöopathin Judy Coldico;
bekannt wurde. Von der Pflanze lässt sich einiges ableiten: Ein feiner Halm, der für sich
genommen nicht viel Stabilität hat. Steht nicht alleine, sondern im Feld, das Schutz bietet.
Daraus lässt sich auf eine Abhängigkeit von der Familie, vom Umfeld schließen. Häufig bei
Menschen, die von Triticum vulgare profitieren können: Das Gefühl, ich habe für alle immer
gemacht und getan – was bleibt mir? Was bekomme ich zurück von dem, was ich
reingegeben habe

Auch Michal Yakir, Botanikerin und erfahrene Homöopathin, internationale Referentin mit
einem Verständnis für das Pflanzenreich, hat zu diesem Mittel ein Kernthema veröffentlicht:
Das relevanteste Element fehlt – die nährende Liebe. Außerdem kommt sie zu dem Schluss,
dass es ein passendes und hilfreiches Arzneimittel für Geflüchtete sein kann: Entwurzelt, aus
dem Zuhause und der Heimat vertrieben, keine Sicherheit, kein Essen.

Gemütssymptome: Einsamkeit und Rückzug
Triticum vulgare fühlt sich vom Feld häufig nicht getragen und findet sich deswegen bei
emotionaler Isolation und körperlichen Symptomen von Erschöpfung, insbesondere auch bei
Patienten mit Gluten- oder Weizen-Unverträglichkeiten.
Das Mittel spricht Patienten an, die sich heimatlos, verloren und  einsam fühlen. Oft spielt
das Gefühl der Entwurzelung oder des „Nicht-Hingehörens“ eine Rolle. Betroffene ziehen sich
zurück, wirken lethargisch und apathisch, als ob sie emotional „ausgebrannt“ sind. Es gibt
eine starke Sehnsucht nach Verbindung (Weizenfeld!), gepaart mit innerer Schwere und dem
Drang, sich zu isolieren; typisch ist eine diffuse Traurigkeit oder Kummer.

Körperliche Symptome
Das Mittel zeigt ein breites Spektrum an Erschöpfungssymptomen, die mit Allergien und
Verdauungsstörungen einhergehen können. Unter anderem:
• Allgemein: Schwere Müdigkeit, Lethargie, Gliederschwere,
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Koordinationsstörungen (Stolpern, Unfälle),
Juckreiz und trockene Haut
• Verdauung: Blähungen (vermehrend im Tagesverlauf), Krämpfe, Übelkeit
• Bewegungsapparat: Muskelschwäche (besonders Schultern), Gelenkschwellungen,
Sehnenentzündungen.

Tarantula hispanica

João Coelho über Wikipedia (Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz 
„Namensnennung 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert)

 

Tarantula hispanica – von der Tarantel gestochen?

Das homöopathische Mittel Tarantula hispanica wird die aus der spanischen Wolfspinne hergestellt. Zu den Leitsymptomen gehören vor allem ein übergroßer Bewegungsdrang und extreme Unruh. Der Patient ist permanent in Bewegung, getrieben und unruhig. Das Mittel wirkt hauptsächlich auf das zentrale Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System

Verbesserung durch jede Art von Bewegung, vor allem Tanzen, Musik (laut, wild), Sonne, Reiben oder Massieren der betroffenen Körperteile, frische Luft
Verschlechterung durch Berührung, Kälte, laute Geräusche, Wetterwechsel, am Abend

Gemüt:
große Nervosität und Ruhelosigkeit , Bewegungsdrang
extreme emotionale Schwankungen, wechselnde Stimmungen
Überreizung, große Empfänglichkeit für äußere Sinneseinflüsse (Licht, Geräusche, Berührung)
Impulsivität
Eile, Ungeduld
Zwangshandlungen
unberechenbare Handlungen, plötzlich Wut, destruktives Verhalten
raffiniert, hinterlistig, betrügerisch
Widerspruch wird schlecht ertragen
Widerspenstige, ungehorsame Kinder
Aktivitäten werden exzessiv bis zur Erschöpfung oder Heiserkeit betrieben

Symptome:
Nervensystem, Herz, Haut, Genitalien besonders krankheitsanfällig
Allgemein stechende brennende Schmerzen
Kopfschmerzen, wie von tausend Nadeln
Nervenschmerzen im Bereich des Kopfes
Unwillkürliche Muskelbewegungen, Zuckungen
Restless legs (im Bett)
Herz-Kreislaufbeschwerden, Herzklopfen, Angina pectoris
Herzbeschwerden verschlimmern sich, wenn die Hände in kaltem Wasser nass geworden sind
Trockenheitsgefühl an Mund und Zähnen
Brennende Schmerzen im Unterleib
Abszesse, Furunkel und Nagelbetteiterungen, eitrige Hautentzündungen mit blauroter Verfärbung und fürchterlich brennenden Schmerzen
Juckreiz (Gefühl als würden Insekten auf ihm krabbeln, Ameisenlaufen, Kribbeln)
Wechsel von Frost und Hitze
Schlafstörungen, unruhiger Schlaf
Häufig gesteigerte sexuelle Erregbarkeit
Durst auf kaltes Wasser
Mangel an Lebenswärme

Scorpio europaeus

Bildquelle: https://www.pexels.com

Fotograf: Rafael Minguet Delgado 

Skorpion-Arzneimittel in der Homöopathie umfassen verschiedene Arten, darunter ist der Scorpio europaeus (Europäischer Skorpion). Skorpione, wissenschaftlich Scorpiones, gehören zur Ordnung der Spinnentiere (Arachnida). Das homöopathische Mittel Scorpio europaeus wird aus dem Gift des in Europa heimischen Skorpions hergestellt. Es wird stark verdünnt, so dass keine toxische Wirkung mehr davon ausgeht, aber eine energetische Informationsebene erhalten bleibt.
Generell kann dieses homöopathische Skorpionmittel hilfreich sein bei Zuständen wie Hyperaktivität, starker Unruhe, Impulsivität und Konzentrationsstörungen – besonders, wenn plötzliche emotionale Ausbrüche, Reizbarkeit und extreme Verhaltensweisen auftreten, die sich aber mit Ruhephasen und konzentriertem Fokus auf eine Sache abwechseln können. Auch eine Angstsymptomatik in unterschiedlicher Ausprägung ist häufig feststellbar.
Ebenso ambivalent kann das Verhältnis von Kindern und Jugendlichen, die dieses Arzneimittel brauchen könnten, zu den Eltern sein: In einem Moment beschimpfen sie ein Elternteil, im nächsten Moment wollen sie Nähe und Halt.
Ein auffallend durchdringender Blick spricht für die Gabe dieses Mittels.

Anwendung Scorpio europaeus
⦁ kann bei ADHS-Symptomen zum Einsatz kommen, etwa bei starker innerer Unruhe, impulsivem Verhalten und Konzentrationsschwierigkeiten
⦁ Eine Prüfung des Europäisches Skorpions wurde 1995 von Hans Eberle und Friedrich Ritzer durchgeführt und in ihrer ‚Arzneimittellehre – Neue homöopathische Arzneien I’ veröffentlicht. Als Leitsymptome auf psychischer Ebene werden unter anderem angegeben:
⦁ ausgeprägte Aggressivität, die sich mit Rücksicht und Fürsorge abwechseln kann.
⦁ Eigensinn und Bösartigkeit
⦁ Einzelgängertum
⦁ Starkes Streben nach Unabhängigkeit
⦁ Provokatives, selbstzerstörerisches und leidbetontes Verhalten

⦁ Das Mittel Scorpio europaeus (scor.) ist im Repertorium beispielsweise in folgenden Rubriken zu finden:

Körperlich:
Auge – Pupillen – erweitert
Nase – Niesen – häufig (auch ein wichtiges Heuschnupfenmittel)
Gesicht – Kiefersperre
Mund – Speichelfluß – reichlich
Innerer Hals – Haares; Gefühl eines
Haut – Insektenstiche
Allgemeines – Wunden- Schwellung der
Allgemeines – Ruhelosigkeit
Allgemeines – Tetanus
Allgemeines – Tetanus – Prophylaxe gegen
Allgemeines – Konvulsionen
Allgemeines – Konvulsionen – tetanische Starre; Starrkrampf
Allgemeines – Speisen und Getränke – Milch amel. (verbessert) – warme
Allgemeines – Speisen und Getränke – Orangen agg. (verschlechtern)
Psychisch:
Gemüt – Angst – andere, um
Gemüt – Angst – andere, um – geliebte Personen, um
Gemüt – Angst – Familie, um seine
Gemüt – Gesellschaft – Verlangen nach – Familie, der
Gemüt – anklammern – Mutter, an die
Gemüt – Eifersucht – Kindern, bei
Gemüt – Reizbarkeit – Mutter, gegenüber der
Gemüt – Streitsucht, Zanken – Familie, gegen seine
Gemüt – Zorn, Ärger – Familie, gegen die – Eltern
Gemüt – Raserei, rasende Wut – plötzlich, anfallsweise
Gemüt – Familienmitglieder, Abneigung gegen – Eltern, Abneigung gegen die
Gemüt – Hass – Familie, für
Gemüt – Fröhlichkeit, Heiterkeit, Ausgelassenheit, Lustigkeit – Abneigung gegen
Gemüt – Zorn, Ärger – Ungeduld, mit
Gemüt – Zorn, Ärger – plötzlich, anfallsweise
Gemüt – Zorn, Ärger – abwechselnd mit – Heiterkeit
Gemüt – boshaft, rachsüchtig, heimtückisch – abwechselnd mit Sanftmut
Gemüt – Zerbrechen; Drang, Dinge zu
Gemüt – Zerstörungssucht, zerstört Dinge
Gemüt – hinterlistig, verschlagen
Gemüt – Tanzen, Verlangen nach
Gemüt – Ruhelosigkeit, Nervosität – Kindern, bei
Gemüt – Ideen, Einfälle – Reichtum an Ideen, kreative Gedanken, zuviel
Gemüt – chaotisch
Gemüt – Drohen, droht
Gemüt – Antworten, antwortet – schroff, kurz angebunden
Gemüt – Furcht – Spinnen, vor
Gemüt – Furcht – Panikanfälle, überwältigende
Gemüt – Farben – Verlangen nach – schwarz – Kleidung
Gemüt – verlassen zu sein, Gefühl – Isolation, Vereinsamung, Gefühl von

Anhalonium

c: OhWeh 2007/wikipedia: Blüte des Peyotl

Anhalónium lewinii Henn. (= Ariocarpus lewinii), Peyotl. Englisch: Mescal buttons, devil’s root, dumpling cactus. Familie der Cactaceaen, beheimatet in Mexiko, Südtexas und Nordafrika

Der botanische Namen ist Lophophora williamsii

Der Name Peyotl ist aus pi = zart und yautli zusammengesetzt und weist auf die betäubende Wirkung der Pflanze hin. Der Begriff Anhalonium kommt aus dem griechischen und bedeutet anhalos = ungesalzen, der Beiname „lewinii“ ehrt Louis Lewin, der die Heilwirkung des Kaktus ersmals 1888 untersuchte.

Der Hauptwirkstoff ist das Alkaloid Mescalin neben anderen Alkaloiden wie Anhilin und Lophophorin.

Der Peytotl-Kaktus ist in Europa schon seit der Eroberung Mexikos im 16. Jahrhundert bekannt. Die spanischen Ordensleute dort hatten von den Azteken und Chichimeken (indigene Völker in Mexiko) den Gebrauch der Droge gelernt und den durch sie verursachten Rauschzustand wie folgt beschrieben: „…wer es isst oder trinkt, hat beängstigende und belustigende Visionen. Der Rauschzustand dauert zwei oder drei Tage… Peyotl ist ein verbreitetes Nahrungsmittel der Chichimeken, das sie nährt und ihnen Mut einflößt, furchtlos zu kämpfen und weder Hunger noch Durst zu verspüren…“.

 

Anhalonium in der Volksmedizin

Der Peyotl galt bei den indianischen Stämmen als „heilig“, die Droge ist für sie ein göttlicher Bote, über den sie direkt mit Gott kommunizieren können.

Die Vergiftung mit dem Pilz läuft so ab: Erst treten Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtscheu auf, dann Abgeschlagenheit und nach ca. 2 Stunden kommt der eigentliche Rauschzustand. In dem Buch „Magische Gifte“ beschreibt der Autor Reko das so: „man sieht alles… in prachtvollen Farben, kristallklar und unwahrscheinlich plastisch… bunte Feuerräder, fließende Ströme farbigen Lichtes…mitunter hört man Musik, bald treten Visionen auf, es kommt zu Erscheinungen und Gestalten… Nur selten treten unangenehme Empfindungen oder gar Angstgefühle auf.“

Die halluzinogene, schmerzstillende und betäubende Wirkung wurden in der Volksmedizin für Neuralgien, Zahnschmerzen, Rheuma, Fieber und Herzbeschwerden eingesetzt, aber vor allem gilt es immer noch als narkotisches Betäubungsmittel bei religiösen Zeremonien.

 

Anhalonium in der Homöopathie

Bei Anhalonium-Fällen scheint das Gehirn in bestimmten Bereichen gereizt bzw. stimuliert zu werden, das Unbewusste übernimmt und der Patient verliert mehr oder weniger die Kontrolle über sich. Ein auffallendes Merkmal ist, wenn Wahrnehmungsvermögen eingeschränkt oder verändert ist, wenn Raum und Zeit verschmelzen oder auch wenn die Persönlichkeit des Patienten schizoide Züge hat. Sankaran schreibt: „Diese Menschen haben sich vollkommen aus der Realität zurückgezogen und sind gedankenverloren in ihrer eigenen Welt von phantasievollen Täuschen, in denen sie Farben, Gestalten, formen und Geräusche sehen oder hören, die völlig verzerrt sind und mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben…“.

Emotionen und Wahrnehmungen können sich wie gelähmt anfühlen, die Willenskraft ist eingeschränkt, die Denk- und Orientierungsfähigkeit sind vermindert und es kann zu seltsamen Visionen bis zu Wahnvorstellungen kommen.

Demenstprechend ist die Medizin indiziert bei Wahrnehmungsstörungen, bei schizophrenen Erkrankungen, bei seelischer Zerrissenheit, bei Verlust der Selbstkontrolle, bei dissoziierten Zuständen und last but not least bei Drogenabusus. Zu den pathologischen Zuständen dieses Mittels gehören auch Basedow, Bluthochdruck, Paralyse und Paraplegie. Die eindrücklichste Wirkung laut William Börike hat Peyotl auf die Gehörnerven, denn es verursache aus einfachsten Tönen ein wunderbares Konzert.

Die wichtigsten Indikationen neben den psychischen Erkrankungen sind Herzbeschwerden, Pulsbeschleunigung, Brustbeklemmung, Herzangst, Schilddrüsenüberfunktionen, Neuralgien und besonders bei neuralgischen Schmerzen der Augen und des Sehnervs.

Allgemeine Symptome

Kältegefühle, kalter Schweiß, manchmal auch Hitzegefühl

Hämmern und Klopfen im ganzen Körper

Mattigkeit

Kopf: Schmerzen am Hinterkopf und Sehstörungen, Schwindel, linksseitige Kopfschmerzen mit Zickzacklinien

Augen: Flimmern, Blitze, Flecken, plastisches Sehen, Verkleinerung oder Vergrößerung der Gegenstände, Steigerung der Farbintensität, Visionen von Farben, Erweiterung der Pupillen

Ohren: Verfeinerung des Hörens, überempfindlich auf Geräusche

Nase: Illusionen von Düften oder Abstumpfung des Geruchssinnes

Gesicht: linksseitige Trigeminusneuralgie, Zungenlähmung

Magen: Übelkeit, besser durch hinlegen, Widerwille gegen essen

Genitalien: vermindertes oder gesteigertes sexuelles Verlangen

Schlaf: visionelle Träume, Schlaflosigkeit durch Phantasien oder hochgradige Erregung

Modalitäten: besser durch liegen und Dunkelheit, schlechter durch Licht, Bewegung, Augenschließen und Wetterveränderung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Carduus marianus

© Foto 2025 – Renate Krause

Carduus marianus

Mariendistel, Frauendistel, Silybum marianus, Familie: Compositae
(Korbblütler, Asteriaceae).

Pharmakologisches / Arzneilich genutzte Teile / Vorkommen
Tinktur oder Trituration der Samen, Klassische Dosierung: Tinktur und alle Potenzen.
Silimarin, ein Wirkstoffkomplex wirkt antagonistisch gegenüber zahlreichen Lebergiften. Es
verändert die Struktur der äußeren Zellmembran der Leberzellen, dass Lebergifte nicht ins
innere eindringen können. Außerdem stimuliert es die Regenerationsfähigkeit der Leber und
die Neubildung von Leberzellen. (Quelle: Ceres).

Essentielle Merkmale
Die Mariendistel ist ein sehr altes Mittel, das von Rademacher, einem Vertreter der „Organopathie“
wiederentdeckt wurde. Diese Arznei hat eine starke Affinität zu einem Bauchorgan, nämlich der Leber
– es ist ein Lebermittel par excellence.
Kent schreibt: „Dies ist eines der wichtigsten Lebermittel, wenn man einem homöopathischen Autor
diesen Begriff nachsehen kann.“
Organaffinität/Seitenbeziehungen
Leber, Milz, die Leber ist vergrößert und geschwollen, vor allem in horizontaler Richtung (Chelidonium
in vertikaler Richtung). Burnett hat dieses Phänomen als „Wirkrichtung“ einer Arznei bezeichnet.
Miasmatische Zuordnung
Organotrop
Klinische Indikationen
Alkoholmissbrauch
Gallensteine, Gallenkolik, Galligkeit
Hepatitis
Lebererkrankungen, Leberzirrhose, besonders mit Aszites
Leberkopfschmerzen
Milzbeschwerden
Ödeme
Pfortaderstau
Variköse Geschwüre, Varizen
Causae
Alkoholmissbrauch, Toxische Leberschäden, Drainagemittel (Ausleitung über die Leber), akute und
chronische Hepatitiden, Verdauungsstörungen aufgrund einer Lebererkrankung.

Leitsymptome
 Stiche in der Leber durch Liegen auf der linken Seite
 Stiche in der Milz, schlimmer durch Einatmen und Zusammenkrümmen
 Lebererkrankungen, die auf die Lunge übergehen und Hämoptyse verursachen
 Hautausschlag auf dem Sternum (Brustbein) als Schlüsselsymptom
 Herzklopfen oder ein systolisches Geräusch aufgrund Vergrößerung des linken Leberlappens.
 Leberbedingte Kopfschmerzen, ähnlich wie bei Chelidonium und Sanguinaria (Stirn rechts).
 Ischialgie
 Variköse Geschwüre, Varizen
 Gelbsucht
 Blutungen, Epistaxis
Gemütssymptome
 Empfindlichkeit
 Verschlimmerung durch Berührung der schmerzhaften Stellen
 Neigung zu zorniger Aufregung
 Wunsch, Streit zu vermeiden (ggs. Lachesis)
 Leichte Reizbarkeit, besonders wenn sie sich mißverstanden glauben
 Empfindliches Nervenkostüm, das nicht viel Störung verträgt

Körperliche Beschwerden
Kopf und Schwindel:
Leberkopfschmerz, Kopfschmerz besser nach Essen, dumpfer Stirnkopfschmerz mit fauler Zunge,
Brennen und Druck im Kopf, Einschnürung, zusammenziehendes Gefühl im Schädel über den
Augenbrauen, Schmerz im linken Schläfenknochen.
Augen:
Druck, als ob die Augäpfel gegen die Seite der Augenhöhlen gedrückt werden. Brennen und Druck in
den Augäpfeln und Lidern.
Nase:
Brennen im rechten Nasenloch, Kitzeln, zuerst im rechten, dann im linken Nasenloch mit wässriger
Absonderung. Habituelles Nasenbluten. Plötzliches, reichliches Nasenbluten, lindert Schwindel.

Zunge:
Zunge belegt, Zunge weiß, weißes Zentrum, rote Spitze und Ränder. Zunge an der Seite weiß belegt,
und schwach.

Hals:
Reizung im hinteren Teil des Kehlkopfes, verursacht Husten. Rachen wie rau und trocken, mit
Kratzen, verursacht Husten. Schlucken schmerzhaft, Kehlkopf wie trocken, drückender Schmerz beim
Reden und Schlucken.

Verdauungstrakt:
Magen – bitterer Geschmack, saures Aufstoßen, wiederholtes Luftaufstoßen mit Brennen im
Ösophagus, Brennen wie Übersäuerung, Leeregefühl, Druck im Magen, kneifender Schmerz.
Kolikartiger Schmerz mit Wasserauafstoßen. Stiche in der linken Seite des Magens, in der Nähe der
Milz. Saurer Inhalt von Magen und Darm. Übelkeit, Würgen und Erbrechen einer grünen scharfen
Flüssigkeit oder Blut. Übelkeit mit Speichelfluss, Hämatemesis, Neigung zu anfallsartigem galligem
Erbrechen, andauernde Übelkeit mit Brechreiz, Schwangerschaftserbrechen.
Rektum – Brennender Schmerz in Rektum und Anus, behindert das Sitzen, Jucken, teigige,
lehmartige Stühle, hellgelbe Stühle, Obstipation, Stühle hart, schwierig, Knotig, abwechselnd mit
Diarrhoe, Rektumkarzinom mit reichlicher Diarrhoe, Stühle entweder acholisch oder schwarz.

Weiblich
Menses zu reichlich oder unterdrückt, Metrorrhagie, chronische Gebärmutterblutung mit
Pfortaderstörung.

Atemorgane und Brust:
Asthmatische Atmung, Asthma bei Bergarbeitern, Husten mit Stichen in den Seiten der Brust, mit
blutigem Sputum, Auswurf von reinem Blut, Schleim gemischt mit Blut, Milz- oder Leberhusten.
Rücken und Extremitäten:
Empfindlichkeit in Brust- und Halswirbeln, ziehende Rückenschmerzen, Ziehen, Reißen, Brennen im
linken Schulterblatt.
Haut:
Varizen und Geschwüre, geborstene oder harte, thrombotische Venen, Jungen beim Hinlegen nachts,
Ausschlag am unteren Teil des Brustbeins.
Unverträglichkeiten, Abneigungen, Verlangen
Besser durch Blutung, Schlechter durch Liegen auf der linken Seite, Bewegung, Berührung, Essen,
Bier und Kellergewölbe.
Schlaf
Unruhiger Schlaf mit häufigem Erwachen und vielen Träumen. Alpträume durch Liegen auf dem
Rücken, Ermüdung mit Gähnen, unkontrollierbares Gähnen.
Leber
Leber gestaut, seitlich geschwollen, druckschmerzhaft, Hyperämie der Leber, Schmerzen in der
Lebergegend mit Schwindel, schlechtem Mundgeschmackund ikterischer Haut, Leberzirrhose mit
generalisiertem Ödem, Gelbsucht mit dumpfem Kopfschmerz. Linker Leberlappen sehr empfindlich,
Gallensteine mit vergrößerter Leber, fürchterliche Anfälle von Gallensteinkolik, Schwellung der
Gallenblase mit schmerzhafter Empfindlichkeit. Stiche in der Leber, schlechter durch Liegen auf der
linken Seite. Leberbeschwerden verursachen Lungenkrankheiten, verursachen Hämoptyse. Spannung
in der Leber beim Liegen auf der rechten Seite, < Druck, krabbelndes Gefühl.

Quellen:
Murphy, Ceres: Pflanzliche Urtinkturen, Krause: Pflanzliche Urtinkturen, Vithoulkas: Materia Medica,
Band VIII.
Anwendung
Alle Potenzen nach Verordnung durch einen ausgebildeten Homöopathen.
Urtinktur: 2x täglich 5-10 Tropfen der Urtinktur in Wasser. Erhältlich sind auch nicht alkoholische
Tinkturen (auf Glycerinbasis), diese müssen höher dosiert werden.
Nahrungsergänzungsmittel: Die pulverisierten Samen der Mariendistel können als
Nahrungsergänzung verwendet werden bzw. sind Bestandteil diverser „Lebermittel“.

 

Urtica urens

© Foto 2025 – Renate Krause

Urtica urens

Kleine Brennnessel, Familie: Urticaceae, die große
Brennnessel (Urtica dioica) hat
eine ähnliche Wirkung.

Pharmakologisches / Arzneilich genutzte Teile / Vorkommen
Tinktur der frischen Pflanze in der Blütezeit
Organaffinität/Seitenbeziehungen
Nieren und ableitende Harnwege, Stoffwechsel, Milz

Klinisch

  • Anämie
  • Akute Gicht, harnsaure Diathese
  • Rheumatische Gelenkbeschwerden
  • Antidotiert Bienenstiche
  • Lokal bei Verbrennungen
  • Antidotiert üble Folgen von Genuss von Meeresfrüchten (Muschelverzehr)
  • Allergische Reaktionen, wie Urtikaria usw.
  • Lithiasis – Steinbildung
  • Agalaktie (verminderte Milchbildung)
  • Enuresis

 

Pflanzliche Wirkung

Man kann behaupten, dass Burnett, ein großer Homöopath, die Brennnessel als Heilmittel wiederentdeckt hat. Er benutzte Urtica urens bei Milzleiden und beobachtete, dass oft Patienten unter diesem Mittel eine große Menge Harngrieß ausschieden. Er verschrieb 5 Tropfen der Urtinktur in einem Weinglas warmen Wassers, alle zwei bis drei Stunden. Unter seiner Wirkung wurde der Urin
reichlicher, dunkel und enthielt viel Harnsäure.

Ein auf die Zunge gelegtes und gegen das Gaumendach gedrücktes Blatt der Nessel stoppt
Nasenbluten!
Äußerliche Anwendung der Urtinktur bei Bienenstichen, selbst an den empfindlichsten Stellen von
Gesicht oder Augenlid bringt sofortige Linderung.

In Schweden gilt die Brennnessel als Arznei für Anämie, frische Brennnesseln werden zu diesem zweck gekocht und wie Spinat gegessen, oder es wird ein Brennnesseltee zubereitet.

Der Saft der Brennnesseln mit Zucker ist beliebt bei allen Arten von Hämorrhagien. Er wird bei Harngrieß und Harnwegsbeschwerden verwendet. Cooper beschreibt: „Die Anwendung von einem Büschel Brennnesseln auf ein rheumatisches Gelenk
oder Körperteil ist seit langem ein beliebtes Volksheilmittel“.
Ausleitung über die Nieren als Teedroge bei rheumatisch-gichtigen Beschwerden (1-mehrmals täglich
eine Tasse).
Bei Anämie 5 Tropfen der Urtinktur zweimal täglich in warmem Wasser.
Bestandteil einer Frühjahrskur / jeweils 1 Woche Frischpflanzensäfte aus: Löwenzahn, Artischocke,
Brennnessel, Schwarzrettich.

Homöopathische Wirkung

Causae: Verbrennungen ersten Grades, Bienenstiche (Apis), Antidotiert üble Folgen von Genuss von Meeresfrüchten, Urtikaria, Windpocken.
Typische Empfindungen: Brennen, Sticheln, Jucken und Wundheitsgefühl sind die vorwiegenden Schmerzen. Wie durch einen
Schlag in den Augäpfeln, wie Sand in den Augen, die Muskeln des rechten Armes sind wie
zerschlagen.
Kopf: Kopfschmerzen und Schwindel mit Milzschmerzen.
Abdomen: Durchfall, chronische Erkrankung des Dickdarmes, charakterisiert durch starke Schleimabsonderung.
Brustdrüsen: Verminderte Milchsekretion nach der Entbindung, stoppt den Milchfluss nach dem Abstillen, extreme
Schwellung der Brüste.
Extremitäten: Schmerz bei akuter Gicht im Deltoideus, Schmerz in Knöcheln und Handgelenken.
Haut: Juckende Flecke, Nesselsucht, brennende Hitze mit Ameisenlaufen, heftiges Jucken, Folgen von
unterdrücktem Nesselfieber, Rheumatismus wechselt ab mit Nesselfieber, Brennen auf die Haut
beschränkt, Urtikaria nodosa, Verbrennungen und Verbrühungen, angioneurotisches Ödem, Herpes
labialis mit Hitze und Juckgefühl, Jucken und Stechen im Skrotum.

Männlich: Jucken des Skrotum hält Patienten wach, Skrotum geschwollen.

Weiblich:  Uterusblutung, Scharfer und wundmachender Weißfluß, Pruritus vulvae mit Stechen, Jucken und
Ödem.

Modalitäten: Besser durch Hinlegen. Schlechter durch Wasser, kühles Baden, kühle, feuchte Luft, Schneeluft,
durch Berührung, Liegen auf dem Arm, jährlich, Hämoptyse < heftige Anstrengung, Brennen in der
Haut < nach Schlaf.
Vergleiche:
Medusa – Das ganze Gesicht ist gedunsen und ödematös, Augen, Nase, Ohren, Lippen. Taubheit,
brennende stechende Hitze, Ausschlag mit Blasen, besonders auf Gesicht, Armen, Schultern, Brust,
Nesselausschlag (Apis, Dulc).
Natrium muriaticum – Urtikaria, Jucken und Brennen, Ausschläge mit Borken in den Gliederbeugen,
am Rande der behaarten Kopfhaut, hinter den Ohren (Caust). Nesselsucht mit Jucken nach
Anstrengung.
Dulcamara – Urtikaria, schlechter durch Kälte und Feuchtigkeit.
Bomb-pr – Prozessionsspinner, große harte Tuberkel mit rotem Hof, heftigster Juckreiz, brennende
Hitze der Haut, Gefühl wie von einem Fremdkörper unter der Haut, Delirium, Fieber, Urtikaria.
Astac – Flusskrebs, Jucken in verschiedenen Körperteilen, Nesselsucht am ganzen Körper, Crusta
lactea mit vergrößerten LK, Erysipel und Leberinfektion mit Nesselsucht.
Lac-c – trockene heiße Haut, sehr kleine Flecken, wie Flohbisse.
Rhus-t – Haut trocken, heiß, brennend, rot, geschwollen, heftig juckend, Zellulitis, Dermatitis,
brennende ekzematöse Hautausschläge mit Neigung zu Schuppenbildung, Giftsumach, Gürtelrose,
Herpes zoster. Urtikaria durch Nasswerden mit Rheumatismus, Urtikaria bei Frost und Fieber,
Juckreiz besser durch heißes Wasser, Gefühl wie mit heißen Nadeln durchbohrt, Jucken < durch
Schwitzen, Brennen nach Kratzen, Hautausschläge abwechselnd mit Dysenterie.
Apis – Bienenstiche, Insektenstiche, Schwellungen nach Stich- oder Bissverletzungen, ödematöse
Schwellungen, allergische Dermatitis, plötzliche Gedunsenheit am ganzen Körper, Nesselsucht,
brennend, stechend und juckend, rosarote, empfindliche, wunde haut, fein stechende Schmerzen,
Urtikaria wie durch Bienenstich oder Stich anderer Insekten, mit unerträglichem Jucken nachts,
großflächige Urtikaria.
Formica rufa – die Haut ist rot, juckend und brennend, Nesselsucht, Nesselausschlag in flachen
Flecken, Knoten um die Gelenke.

Sol britannicum

Foto: 2023 Jutta Fritton

Die Sonne besteht zu 75 % aus Wasserstoff und zu 25 % aus Helium. Das Homöopathikum Sol wird hergestellt, indem man Milchzucker konzentrierten Sonnenstrahlen aussetzt und immer wieder mit einem Glasstab verrührt. Es gehört zur Gruppe der Imponderabilien.

Es wurde 1880 von Samuel Swan eingeführt und erst 1994 von Jean Daws und Daphne Scriven geprüft.

Sol wird als Prophylaxe gegen Hautkrebs eingesetzt, dazu soll sich, wenn man das Mittel lange einnimmt (z.B. den ganzen Winter über monatlich Sol C 30) ein natürlicher Schutzfaktor gegen die schädlichen UV-Strahlen bilden. Haut und Organismus sollen gestärkt werden und somit unempfindlicher gegen Sonnenstrahlen.

Da Sol auch unter anderem radioaktive Strahlen enthält, ist es auch nützlich bei Strahlenschäden, sei es einem einfachen Sonnenbrand, aber auch nach Röntgenstrahlen oder bei Hautläsionen nach Strahlentherapie bei Krebs.

Wann immer Sonne ein auslösender Faktor ist, z.B. Kopfschmerzen durch Sonne, Sonnenstich, Kreislaufstörungen, schmerzhafte und lichtempfindliche Augen durch zuviel Sonne, Sonnenallergie oder auch nur Sommersprossen, ist Sol ein bewährtes Mittel.

Gemüt

Es könnte vorteilhaft sein, an Sol britannicum zu denken, wenn das indizierte Arzneimittel den Zustand der Unentschlossenheit nicht verändert, besonders dann, wenn andere Indikationen für Sol vorliegen. Wenn der Patient ein bisschen mehr Mut aufbringen muss, um im Leben weiterzukommen, anstatt zu warten, daß etwas passiert. Eine Dosis Sonnenschein kann den Anstoß geben, um den Fortschritt einzuleiten und die Stagnation aufzuheben (Synoptische Materia Medica II, Frans Vermeulen).

Mehrere Prüfer trafen bedeutende Entscheidungen, mit der Folge, daß sie freier und glücklicher im Leben allgemein wurden“ (The Making and Proving of Sol britannic, Jean Daws und Daphne Scriven).

Allgemeines

große Hitze oder KÄLTE.

< Kälte

< heißes Bad

> kurzer Schlaf

> Druck

Nahrung

Saftige und erfrischende Dinge, Salz, Lamm, gegrilltes Fleisch

 

Gelsemium sempervirens

 

Wilder Jasmin, falscher Jasmin – Loganiaceae ( wie Nux-v, Ign, Spig, Curare )

 

 

Pharmakologisches / Arzneilich genutzte Teile / Vorkommen

Tinktur der frischen Wurzelrinde

VO: südliche Staaten Nordamerikas und in Mittelamerika längs des atlantischen Ozeans

enthält Alkaloide; v.a. Gelsemin

Gelsemium enthält Magnesium phosphoricum

 

Toxikologie

Wirkt toxisch auf das Gehirn, die peripheren und vegetativen Zentren und ruft Lähmung mit Betäubung, mit Zittern der Muskeln, Parese der Muskeln, großer Schwäche hervor.

Lähmung der motorischen Nerven (Erschlaffung der Spinkter, Atemlähmung, Herzlähmung, Kraftverlust und Bewegungslosigkeit aller Muskeln; Kraftverlust der Zunge). Tod durch Lähmung der Atemmuskulatur. Koordinationsverlust. Diplopie. Mydriasis. Ptosis. Seltener Muskelkrämpfe. Passive Kongestionen zum Kopf und zum Gehirn.

Katarrhalische Entzündungen der Schleimhäute des oberen Atemtrakts, des Magens und Darms.

 

Organaffinität/Seitenbeziehungen

Nerven, motorische Nerven; Gehirn; Augen / Sehen; Kreislauf ( passive Kongestionen; langsamer Puls ); Schleimhäute; Geschlechtsorgane (nerval);

 

Miasmatische Zuordnung/en

Akut, „subakut“ (Kent: „Bei chronischen, miasmatischen Krankheiten hingegen ist es nicht die passende Arznei“)

 

Klinische Indikationen

Grippe und Infektionskrankheiten im 2. Stadium. Typhus. Nervöse Erschöpfung³. Tremor. Hirnkongestion. Meningeale Reizzustände bei der Zahnung. Passiv kongestiver Kopfschmerz mit Sehstörungen. Hinterkopfschmerzen. Motorische Lähmungen. Postdiphtherische Lähmung. Neuralgie: Gesichtsneuralgie, Ziliarneuralgie. Glaukom. Amaurosis. Netzhautablösung. Retinitis albuminurica, Chorioretinitis, Chorioditis. Nervöse Herzstörungen. Angst ( Examensangst, Herzstillstand ). Nervöse Schlaflosigkeit. Rigider Muttermund, Wehenschwäche. Erkältungs- und Grippeschnupfen, katarrhalische Influenza. Diphtherie. Pharyngitis. Bronchitis.

 

Causae

Kummer, Gemütsbewegung, schlechten Nachrichten, Lampenfieber, Sommerhitze, Föhn, feucht-warmem Sommerwetter, unterdrückter Gonorrhoe (Orchitis, Gliederschmerzen )

 

Leitsymptome

  • Große Schwäche mit Zittern, Schwäche und Lähmigkeit der Muskeln, mangelnde Muskelkoordination
  • Lähmung verschiedener Muskelgruppen an Augen, Hals, Brust, Kehlkopf, Schließmuskel, Extremitäten
  • Große geistige Schwäche und nervöse Depression mit Stumpfheit und Gleichgültigkeit
  • Passive Kopfkongestion: dumpfe, schwere Kopfschmerzen mit Schwindel, Benommenheit, Schläfrigkeit
  • Ptosis der Augenlider > durch reichliches, helles Wasserlassen
  • Grippe mit mehr schleppendem Fieber und dunkelrot-gestautem Gesicht, wie betrunken
  • schlechten Nachrichten, Kummer, Gemütserregung, Schreck
  • Langsamer Puls
  • Beschwerden bei Föhn, Sommerhitze, feucht-warmem Wetter

 

Gemütssymptome

Schläfrigkeit und Stumpfheit aller Sinne. Gleichgültig, lustlos. Lampenfieber, Examensangst. Erwartungsspannung. Furcht vor dem Fallen (DD: Borax ). Furcht, das Herz höre auf zu schlagen, wenn er sich nicht bewegt. Depression, kann nicht weinen. Will Ruhe.

 

Körperliche Beschwerden

Kopf:

Schwindel, sich vom Hinterkopf her ausbreitend

Hinterkopfschmerzen ziehen zur Stirn. Bandgefühl um den Kopf. Dumpfer, schwerer Schmerz mit Schwere der Augenlider. Kopfschmerz >Hochlagern des Kopfes, > durch reichliches Urinieren.

 

Augen:

Ptosis. Undeutliches, verschwommenes Sehen ( trotz Brille ). Diplopie. Blindheit vor Kopfschmerzen. Orbitalneuralgie. Viel Schmerz in den Augäpfeln. Seröse Entzündungen.

 

Nase:

Akuter Schnupfen mit wässriger, wundmachender Absonderung ( nie eitrig! ), dumpfem Kopfschmerz und Fieber

 

Gesicht:

Heiß, gerötet, wie berauscht oder betrunken aussehend (DD: Bapt, Op ). Gesichtsmuskeln um den Mund, wie zusammengezogen. Ständiges Zittern des Kinns. Gesichtsneuralgie.

 

Hals:

Lähmung nach Diphtherie, Masern, Scharlach ( Rachen-, Schlund-, Gaumensegellähmung ). Tonsillitis, Schmerz vom Hals zum Ohr. Schwieriges Schlucken. Aphonie durch Lähmung, von Schreck.

 

Verdauungstrakt:

Taubheitsgefühl, Schweregefühl, Zittern oder Lähmung der Zunge.

Durstlos. Durstlos bei Fieber. Durchfall durch Schreck, emotionale Erregung, schlechte Nachrichten (DD: Ph-ac ). Schmerzloser, unwillkürlicher Stuhlabgang. Teilweise Lähmung des Rektums und Sphinkters. Sommerdiarrhoe.

 

Urogenitaltrakt:

Reichlicher, klarer, wässriger Urin mit Frösteln und Zittrigkeit, bessert die Kopfschmerzen. Teilweise Blasenlähmung. Harnverhalt, Inkontinenz, Enuresis tags und nachts.

Rigider Muttermund. Uterusschmerz strahlt in Hüften und Rücken aus. Gehirnreizung, Kopfkongestionen, Betäubung durch ausbleibende Wehen oder unterdrückte Menses.

Atonische Pollutionen; Samenabgang ohne Erektion. Impotenz; kalte, schlaffe Genitalien. Gonorrhoe im ersten Stadium mit spärlicher, scharfer, zerfressender Absonderung und viel Hitze und Brennen, aber wenig Schmerz. Rheumatismus oder Orchitis durch unterdrückte Gonorrhoe.

 

Atemwege und Brust:

Glottisspasmus. Akute Bronchitis mit trockenem Husten und Fließschnupfen.

Beklemmung. Gefühl, er müsse ständig in Bewegung bleiben, weil sonst das Herz stehenbliebe. Langsamer Puls ( DD: Dig, Kalm, Apoc ), bei alten Leuten.

 

Rücken und Extremitäten:

Frösteln und Kälte den Rücken auf und ab. Schmerz des M. Sternocleidomastoideus.

Erschlaffung der Muskeln mit übermäßigem Zittern und Schwäche; ermüdet durch geringe Anstrengung. Schreibkrämpfe.

 

Fieber:

Nervöse Schüttelfroste; möchte gehalten werden, weil er so zittert. Durstlos. Fieber mit Schweregefühl und Müdigkeit in allen Gliedern. Subakute Malaria.

 

Haut:

Masern mit katarrhalischen Symptomen; hilft den Ausschlag herauszubringen. Nach innen schlagender Ausschlag. Scharlach mit Stupor und gerötetem Gesicht. Erysipel.

 

Unverträglichkeiten, Abneigungen, Verlangen

Besser oder schlechter durch alkoholische Getränke

 

Schlaf

Deliriös beim Einschlafen. Nervöse Schlaflosigkeit durch Erregung ( DD: Coffea ), Ermüdung, Tabak.

 

Wichtige Lokalsymptome und Ausstrahlungen

Schwindel und Kopfschmerz vom Hinterkopf her sich ausbreitend. Halsschmerzen oder Schläfenkopfschmerzen erstrecken sich zum Ohr. Dysmenorrhoe / falsche Wehen: Schmerz erstreckt sich zu Rücken und Hüften. Wellenartige Fieberschauer erstrecken sich vom Kreuzbein nach oben.

 

Allgemeines

Zittrige Schwäche. Zittern am ganzen Körper. Schwäche in der Sommerhitze.

Das Kind schreckt auf, greift nach dem Kindermädchen, befürchtet zu fallen ( DD: Borax ).

Korrigiert verschwommenes Sehen und Beschwerden in den Augen, die selbst nach präzise angepassten Brillen bestehen.

Geeignet für Personen von nervösem, hysterischem Temperament; reizbare, empfindliche, erregbare Personen.

 

Modalitäten / Allgemein und Lokal

AGG: durch emotionale Erregung, Schreck, schlechte Nachrichten³,durch Denken an die Beschwerden. Durch nebliges Wetter ( DD: Hypericum )

AMEL: durch Alkohol.

Kopfschmerz > durch reichlichen Urinabgang. Herz > durch ständige Bewegung.

 

Arzneibeziehungen/DD zu ähnlichen Arzneien

Baptisia: ( hat stärkeres Delirium, Gestank…)

DD rigider Muttermund: Caul ( + Schmerz der kleinen Gelenke ); Bell; Verat-v

DD Wehenschwäche: Caul, Caust

 

Literaturquellen

Böricke, Clarke, Mezger, Stauffer, Charette, Kent, Morrison, Voisin