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Alcoholus

Homöopathische Abkürzung: Alco
Wissenschaftlicher Name: Ethylalkohol, Ethanol
Chemische Formel C2H5OH
Verwendeter Alkohol nach Clarke: Weingeist (vinum sublimatum), reines Ethanol
Gewöhnlicher Alkohol entsteht durch Gärung. Bei der alkoholischen Gärung reagiert meist
Glucose und Fructose zu Ethanol und Kohlendioxid. Durch Destillation kann der Alkohol
extrahiert werden & es wird ein reiner, geschmacksneutraler Alkohol gewonnen. Alkohol
ist das älteste bekannte Desinfektionsmittel. Industriealkohol erhält man durch technische
Synthese, dieser wird als Lösungsmittel, Reinigungsmittel oder auch Zwischenprodukt zur
Herstellung von Kosmetika, Arzneimittel und Farben verwendet.
Alkohol ist farblos und leicht entzündlich. Er hat einen charakteristischen Geschmack und
Geruch.
Wird Alkohol konsumiert, verteilt er sich schnell im ganzen Körper. Über die Blutbahn
erreicht er alle Organe, einschließlich Gehirn. Er hat Einfluß auf das zentrale
Nervensystem und kann damit Stimmung, Verhalten und kognitive Funktionen verändern.
Alkohol ist ein Zellgift. Ein hoher Konsum über viele Jahre kann die Hirnstruktur & die
Persönlichkeit verändern.
Ein kleiner Teil des Alkohols wird über Schweiß und Atem ausgeschieden. Der größte Teil
jedoch wird von der Leber abgebaut, dass kann mehrere Stunden dauern.
Genussdrogen des Alltags wie Kaffee, Tee, Schokolade oder Alkohol sind uns modernen
Menschen so zur Gewohnheit geworden, dass ihr Unheilpotenzial und die Abhängigkeit
von diesen Substanzen oft nicht mehr als Gefahr betrachtet wird – doch gerade in dieser
Form einschleichender Verführung und Abstumpfung liegt ein Teil ihrer Gefahr.
Chronischer Alkoholismus ist ein weltweites Problem, welches nicht nur Alkoholiker
selbst, sondern auch die Menschen um ihn herum betrifft.

Alkohol= der Enthemmer, Verführer, Verharmloser, Beziehungs-Verhinderer, Isolator,
Zerstörer, aber auch der Lustige, Mutmacher, Tröster, Überlebenshelfer, Wärmende.
Extreme Enthemmung steht extremer Hemmung gegenüber. Diese beiden Auffälligkeiten
können sich miteinander abwechseln. Auch eine Art kindische Angeberei oder vorgespielte
Tapferkeit, mit Angst vor Entlarvung, die sich in Aggressivität äußern kann, kann sich
zeigen. Verzweifeltes Bedürfnis nach Anerkennung & Wertschätzung.

Gemüt

• gesteigerte Freude, großes Freiheitsverlangen
• kreativ, voller Tatendrang, Vergnügungsdrang
• gesellig, kontaktfreudig, witzig, geschwätzig
• Hemmungsverlust, zu viel reden, lautstarkes Übertönen anderer, lautes Lachen,
albernes, kindisches Benehmen
• Lügen, aus Spaß oder um etwas zu bekommen
• Mangel an moralischem Empfinden, keine Reue oder Scham, wenn bei Verfehlungen
ertappt
• gesteigerte Leistungsfähigkeit oder auch nur das Gefühl Kraft zu haben bis hin zur
völligen Erschöpfung
• Gefühl – Seele verlässt den Körper, Schwebezustand
• arglos bei Enthüllung von Geheimnissen
• aufgeblasene Vorstellung von sich selbst, Prahlerei, unrealistische Projekte
• Wutanfälle, wenn man versucht ihnen Grenzen zu setzten
• geschärfte Sinne, Überempfindlichkeit der Sinne, geraten leicht in Verzückung durch
Stimulation der Sinne, vertragen diese Überladung allerdings nicht
• gesteigerter Sexualtrieb
• Unruhe, körperlich & geistig
• überwältigende Schläfrigkeit, lebhafte Träume mit starken Emotionen
• Koordinationsstörungen
• Verwirrung, Vergesslichkeit, Delirien
• spürt sich selbst nicht, will nicht erkannt werden
• Verlangen nach Stimulanzien & stimulierendem, stark gewürztem Essen

Körperliche Merkmale

• fettige Ablagerungen in tieferliegenden Organen, daraus folgend organische Erkrankung
von Herz, Nieren, Leber und Pankreas
• Krankheiten der Blutgefäße
• Beschwerden der Nebenhöhlen, agg durch Bücken, amel durch gewürzte Speisen, gelbe,
blutige Absonderungen,
• Schwindel
• Tremor, schlimmer durch Anstrengung
• Infektionsneigung
• Korsakow- Syndrom
• Pneumonien

Aurum metallicum


Gold

Der Name kommt vom indogermanischen ghel und bedeuted glänzend, gelb. Gold ist ein chemisches Element aus der 6.Reihe und 11. Spalte des Periodensystems und zählt zu den Edelmetallen. Gold übt eine große Faszination auf Menschen aus, aufgrund seiner Seltenheit, seiner Unverwüstbarkeit, seines leuchtenden Glanzes und seiner Geschmeidigkeit beim Verarbeiten wird es schon seit Urzeiten zum Herstellen von rituellen Gegenständen, Schmuck und als Tauschmittel verwendet . Einerseits galt es in vielen Volksstämmen als Abbild des Sonnenlichts und Symbol für alles, was einer höheren Ordung angehört, andererseits war es ein Grund für Kriege, Plünderungen und Eroberungen und nicht wenige Kulturen wurden seinetwegen zerstört. Das meiste Gold wird heutzutage in Südafrika gefördert, gefolgt von USA, Australien und Rußland. Es kommt in goldhaltigen Adern in den Bergen vor oder in angeschwemmten Ablagerungen (Goldseifen) in Bach- und Flußbetten. Der im 19.Jahrhundert geltende Goldstandard als fester Pol der Währungssysteme wurde im 20.Jahrhundert offiziell durch den Dollar und andere Papierwährungen ersetzt, trotzdem können wir beobachten, dass das Gold in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit wieder an Wert und Bedeutung gewinnt.

Charakteristika
Idealistisch, verantwortungsbewußt, ernst, intensive Ausstrahlung

Schwere Depressionen mit Selbstmordneigung, Verzweiflung, Einsamkeit, Impulse, aus einer Höhe herabzuspringen, suizidal durch Schmerzen

Übertriebenes Pflichtgefühl, Selbstvorwürfe, Schuldgefühle

Beschwerden nach geschäftlichen Rückschlägen, Demütigung, verletztem Ehrgefühl, Kummer und enttäuschter Liebe

Überempfindlich gegen Widerspruch, Wutausbrüche

Verlangen nach Gebet, Meditation und Musik

Alkoholismus, Drogenmißbrauch oder anderes Suchtverhalten, zB workaholic

Schlaflosigkeit

Blutwallungen mit Herzklopfen, Hypertonie, Angina pectoris, Herzerkrankungen (ev zusammen mit Leberbeschwerden)

Heftige Sinusitis, bohrende Kopfschmerzen, besonders im inneren rechten Augenwinkel, maligne Entartungen im HNO-Bereich

Erkrankungen von Hoden und Nebenhoden, Uterusmyome

Knochenschmerzen, wandernde rheumatische Schmerzen, schlimmer nachts

Verlangen nach Alkohol, Delikatessen, Gewürztem, Brot, Abneigung gegen Fleisch

Modalitäten
Besse
r: Musik, kühle, frische Luft, kalt baden, Wärme während der Schmerzen, Ruhe
Schlechter
: NACHTS, Emotionen und geistige Anstrengung, Kälte

Lachesis muta

Lachesis muta (Buschmeisterschlange)

Wichtigste Symptome von Lachesis muta sind die Eifersucht und die Geschwätzigkeit. Sie besitzt eine intensive Ausstrahlung, die Gefühle sind extrem leidenschaftlich, sie ist voller Gedanken und Erregung, sie muss reden, um sich ein Ventil zu schaffen. Das hohe Maß an Leidenschaft und sexueller Energie der Lachesis nährt Gefühle von Zorn, Hass und Misstrauen und eben der Eifersucht. Ängste vor Schlangen, Gift, Vergiftung, ersticken.

Die Allgemeinsymptome von Lachesis sind Hitze, allgemeine Verschlimmerung während des Schlafes, Besserung durch Absonderungen, linksseitige Symptome, rot bis purpurne Verfärbungen, Abneigung gegen enge Kleidung, vor allem um den Hals, Schlaflage nur auf der rechten Seite möglich. Häufige Erkrankungen, die Lachesis heilt, sind Alkoholismus, Apoplexie, Globus hystericus, Herzerkrankungen, Hypertonie, klimakterische Beschwerden, Halsentzündungen, Schlaflosigkeit, manische Zustände, Phobien, Verhaltensstörungen.

Im Jahr 1828 von Constantin Hering als Heilmittel erkannt, er führte Prüfungen an sich selbst und Mitarbeitern durch, wobei er selbst neben sehr niedrigen Potenzen auch eine unverdünnte Tinktur testete, mit der Folge einer bleibenden Lähmung seines linken Armes.

Das homöopatische Arzneimittel wird aus dem schonend getrocknetem Gift der Buschmeisterschlange erstellt.

‚Sie besitzt zweieinhalb Zentimeter lange Giftzähne und kann, wenn sie gereizt wird einen Menschen verfolgen und angreifen – was nur wenige Schlangen tun.‘ [CHOULTER].