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Blatta orientalis

Indische Kakerlake oder Küchenschabe

Die Kakerlaken oder Schaben sind eine sehr alte Insektengruppe, es gab sie bereits im Paläozoikum vor ca 300 Millionen Jahren, und sie haben sich seitdem kaum verändert und sind sehr zählebig. Sie überleben Strahlendosen, die 100x höher sind als die für den Menschen tödliche Strahlendosis. Sie können 1 Monat ohne Nahrung und 2 Wochen ohne Wasser auskommen. Es gibt ca 3500 Arten, die meisten leben in den Tropen, bei uns sind sie meist an künstlich gewärmten Orten wie zB in Bäckereien. Viele Arten haben Flügel, fliegen aber selten, außer wenn es sehr warm ist. Sie können jedoch sehr schnell rennen.

Blatta orientalis ist flügellos, dunkelbraun und bis zu 24mm lang. Sie enthält ähnliche Allergene wie Schalentiere, ihre Körperteile und ihr Kot können Asthma auslösen. Sie bringt Nahrungsmittel zum Faulen und verbreitet durch ein Sekret aus Drüsen am Bauch und am Rücken einen widerlichen Geruch.

Homöopathisch wurde das Mittel 1995 von Dr.Munjal Thakar in Mumbai geprüft. Den Hauptwirkungsbereich hat es in den Atemwegen. Früher wurde es in den Endstadien von Tuberkuloseepidemien verwendet. Der Arzt musste sein Ohr dicht an den Mund des Patienten halten, um die Atmung noch zu hören, und die Lunge war zu geschwächt um den dicken gelben Schleim auszuwerfen. Im akuten Anfall wirken niedrige Potenzen besser, die höheren werden eher in den chron. Stadien gegeben (Clarke)

Charakteristika

-Gleichgültigkeit, Taubheit, Empfindungslosigkeit gegenüber Freunden und Familienmitgliedern

-Reizbarkeit mit dem Wunsch alleine zu sein

-Angst um die Gesundheit

-ehrgeizig in Arbeit und Beruf, Verlangen nach Respekt und Anerkennung

-Gefühl böse und schmutzig zu sein, sie täuschen, betrügen und tricksen um ihre berufliche Stellung zu verbessern

-erschwerte asthmatische Atmung, Asthma mit viel Schleim und Rasselgeräuschen,

-reichlich grünlicher, gelber eitriger und zäher Auswurf

-krampfartiger, erschöpfender Husten, in kurzen Interwallen mit geringem Auswurf

-Bronchitis mit Atemnot, chron. Bronchitis, Furcht vor dem Ersticken, Mangel an Lebenswillen mit großer Mattigkeit und klammem kaltem Schweiß

-Erstickungsgefühl durch starke Schleimansammlung

-Allergie gegen Schimmelpilze

-Hitzegefühl am ganzen Körper, als ob Hitze aus Ohren, Augen, Nase, Scheitel, Handflächen und Fußsohlen ausstrahlt (Dr.Ray)

-korpulent, kann leicht mit Calc.carb verwechselt werden

-Kiefersperre

-unbestimmte Schmerzen am rechten Rücken

-Schwäche der Kniekehlen

-allgemeine Schwellung des Körpers, Wassereinlagerungen im Gewebe

-Blasenentzündung

-Schläfrigkeit tagsüber, Schlaflosigkeit nachts

-sie vertragen Sonnenlicht schlecht

Modalitäten

Agg durch Feuchtigkeit, Kälte, Regenwetter, besonders durch den Modergeruch des Herbstes, durch Staub

Agg in geschlossenen Räumen, durch Anstrengung, bei Voll-und Neumond

Amel durch Hochlagerung beim Husten, durch nach vorn gebeugten Kopf, durch Auswurf, durch Kniebruststellung

Amel im Freien

Spongia tosta

Spongia tosta (gerösteter Meerschwamm)

Gerösteter Meerschwamm zeichnet sich durch Symptome aus, die in erster Linie einen Bezug zu den Atemorganen, dem Herzen und den Drüsen haben. Aufgrund der Symptome weist dieses Mittel eine Ähnlichkeit zur Tuberkulose auf, weshalb man auch von einer tuberkulinischen Diathese spricht. Es ist ein ausgezeichnetes Mittel bei heftigem, bellenden Husten und besonders auch beim Krupp bzw. Pseudo-Krupp Husten, wo es besonders bei der Einatmung zu erschreckenden Atemgeräuschen kommt, die beschrieben werden mit Giemen, Bellen eines Seehundes oder als ob eine Säge durch Holz fährt. Bei Herzerkrankungen finden wir häufig eine Kombination von Herzklopfen, Angstzuständen und Atemnot.
Charakteristika:

Heftiger, bellender oder gar kruppartiger Husten, der gewöhnlicherweise trocken ist und schlimmer vor Mitternacht

Krupp bzw. Pseudokrupp, der einhergeht mit heftigem, keuchenden, krächzenden Husten und Atemnot, die besonders verstärkt ist bei der Einatmung und verschlimmert vor Mitternacht

Husten und Atemgeräusche mit Giemen, als ob eine Säge durch ein Brett sägt oder wie das Bellen eines Seehundes

Husten, der gebessert wird durch Essen und Trinken

Herzerkrankungen (Entzündungen, Herzklappenerkrankungen etc) die einhergehen mit Atemnot, Ängstlichkeit und Todesfurcht

Trockenheit der Luftwege mit Brennen, Heiserkeit und Zusammenschnüren des Kehlkopfes

Schläft in die Verschlimmerung hinein, erwacht mit Atemnot und Angst

Schwellung, Entzündung und Schmerzen in den Hoden oder Nebenhoden. Schmerz wie zerdrückt, zerquetscht.

Angst und Furcht vor Tod, Angst zu ersticken

Modalitäten

Verschlechterung: trockener – kalter Wind, Erwachen aus Schlaf, nach Schlaf, Überanstrengung, vor Mitternacht, Kopftieflage

Besserung: Essen einer Kleinigkeit, Trinken

Spongia folgt gut auf Aconit bei trockenem Husten und Pseudo-Krupp