die Sankaran – Methode

Die Sankaran – Methode

Die Sankaran – Methode

Die homöopathische Methode, die Rajan Sankaran in den letzten 20 Jahren entwickelt hat, nennt sich auch Sensation – Methode, da die Mittelfindung über die zentrale Vitalempfindung, auf englisch sensation, stattfindet. Diese Vitalempfindung ist eine tiefere Ebene als die Ebene von körperlichen Symptomen, Gefühlen oder Vorstellungen – sie ist so etwas wie die Stimme eines nicht menschlichen Liedes, eine 2 Melodie, die sich neben der ersten Stimme, der Melodie des menschlichen Liedes immer wieder zeigt. Dieses nicht menschliche Lied kann die Stimme einer Pflanze, eines Tieres oder eines Minerals sein. Wenn der Patient diese Substanz in homöopathischer Form einnimmt, dann wird deren nicht menschliches Lied samt aller Symptome verblassen und die menschliche Melodie nicht mehr störend beeinträchtigen. Dies zeigt sich in einer größeren geistigen und körperlichen Gesundheit.

Durch eine achtsame Anamneseführung an den Unregelmäßigkeiten der Sprache entlang, bei der der Therapeut vor allem auf sonderbare, eigentümliche, unerwartete und mit Gesten begleitete Ausdrücke achtet, kann es gelingen, den Patienten so tief in Kontakt mit seinem inneren Wesen zu bringen, dass die nicht menschliche Stimme immer deutlicher wird und der Patient mehr und mehr über die Eigenschaften dieser Quelle erzählen kann. Dass es sich dabei nicht um bloße Vorstellungen, sondern wirklich um die Ebene der Vitalempfindung handelt, kann man unter anderem daran erkennen, dass der Patient in diesem Stadium sehr viele Gesten macht, weil er das, was er sagen will, mit Worten alleine nicht mehr ausdrücken kann. Es ist oft unlogisch und mit dem normalen Verstand nicht zu verstehn, weil es über die rein menschliche Ebene hinausgeht und aus einer anderen Quelle, nämlich einem Mineral, einem Tier oder einer Pflanze kommt.In diesem Stadium ist der Patient der alleinige Wissende – und der Therapeut muss sich vor vorschnellen intellektuellen Interpretationen hüten, er ist eher ein Geburtshelfer für den Prozeß, bei dem der Patient sein unterbewußten Wissen ins Bewußte bringt.

Sankaran hat ein klaren Schema aufgebaut, in dem er die Naturreiche differenziert und ihnen zentrale Empfindungen zuordnet. So geht es ganz im Groben gesehen bei den Mineralien darum, dass man einen Mangel an Struktur oder an Fähigkeit in sich selbst empfindet, während bei Tieren das Problem im Anderen gesehen wird und es um Überleben, Täter-Opferbeziehung und Vergleich geht.Bei Pflanzen ist das Problem weder der Aggressor noch die Unvollständigkeit, sondern die eigene Empfindlichkeit, sie sind zu empfindlich auf bestimmte Reize, um damit allein zurechtzukommen.

Die Art, die Empfindung zu erleben, ist unterschiedlich, je nachdem,welchem Miasma jemand angehört, es gibt die Geschwindigkeit und die Tiefe der Empfindung an. Miasma und Naturreich sind 2 Seiten derselben Sache, wenn jemand z.B in einer unbefriedigenden Situation feststeckt (= Malaria Miasma), dann kann dies wegen einer Beziehung (=Mineral), wegen einer Über- oder unterordung (=Tier) oder wegen einer Empfindung(=Pflanze) sein.

Fast jedes homöopathische Mittel kann in dieses komplexe Schema eingeordnet werden (ausgenommen Nosoden, Sarkoden und Imponderabilien), und es überschreitet den Rahmen dieses kurzen Abrisses, näher darauf einzugehn. Für Interessierte gibt es viele viele Bücher von R.Sankaran . Ein schönes und einfaches Buch zum Einsteigen ist „ Das andere Lied“.

 

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