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Formica rufa

copyright: Richard Bartz/Makro Freak

Das homöopathische Mittel Formica rufa wird aus der ganzen Waldameise hergestellt, das heisst auch aus der Ameisensäure, die sich in den Hinterleibsdrüsen der Ameise befindet. Sie ist Verteidigungsmittel und Orientierungshilfe zugleich.

Ameisen sind unermüdlich und ständig in Aktion. Sie bilden komplexe Ameisenstaaten, in denen jede Ameise weiss, was sie zu tun hat. Als Gruppe sind sie äusserst wehrhaft, als Individuum sind sie verloren. Sie können ein vielfaches an Gewicht schleppen.

Waldameisen bilden ein echtes Martriachat. Die Königinnen legen im März ihre Eier ab, aus denen nur Arbeiterinnen schlüpfen. Sind genug Arbeiterinnen vorhanden legt sie Eier aus denen entweder Männchen oder Weibchen schlüpfen. Die Arbeiterinnen werden nur einmal im Leben besamt und der Vorrat reicht ein ganzes Ameisenleben. Ob aus einer Larve eine Königin oder eine Arbeiterin wird entscheidet das hormonhaltige Futter welche die Larve bekommt. Die Männchen gibt es nur im Frühjahr und im Frühsommer. 

Ameisensäure wird bei rheumatischen sowie allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Hauterkrankungen bzw. Ekzemen verabreicht. Darüber hinaus wird sie zur Behandlung von Warzen angewendet.

Gemüt

Das homöopathische Mittel Formica rufa ist wie alle Insekten sehr erregt (wie nach Champagner) und verlangt nach Aktivität. Sie sind schnell, geistig beweglich, fleissig und stehen in großem Wettbewerb zu Anderen. Sie können exhaltiert und exentrisch sein. Die große Aktivität nimmt aber gegen Abend ab und sie werden faul. Sie sind fröhlich nach Schmerzen und haben eine Abneigung gegen Veränderungen. Sie können lange bei unangenehmen Begebenheiten in der Vergangenheit verweilen und haben Angst allein gelassen zu werden und um ihre Familie.

Sie träumen davon ein Architekt zu sein, wen wunderts, Ameisen sind wunderbare Baumeister.

Formica rufa wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Gelenke, Atmung, Harnwege, Haut

Causa:
Kälte, Feuchtigkeit, kaltes Baden, Verrenkung, Prellung, Verheben

Kopf
Neuralgische Kopfschmerzen, brennend und schießend, nach Waschen mit kaltem Wasser, verschlimmert durch Kaffee , besser durch Haarekämmen.

Bei den Kopfschmerzen knackt es im Ohr

sie steigen auf vom Hinterkopf und setzen sich fest über den Augen. Schmerz in der linken Schläfe, dann im Scheitel. Stirnkopfschmerzen erstrecken sich zum Hinterkopf. Gefühl als wäre das Gehirn zu groß und zu schwer, als platze eine Blase in der Stirn.

Kopfschmerzen begleitet von Magensymptomen.

Juckende Kopfhaut juckt

Haar fallen aus.

Schwellung um das Ohr , empfindlich und angeschwollen, stechende Schmerzen zum Ohr hin.

Formica ist eine bewährte Indikation bei Polypenbildung und kann diese verhindern.

Extremitäten

Haupteinsatzgebiete sind Gicht und Gelenkrheuma.

Die Gelenke sind knotig, steif und geschwollen.

Die Schmerzen wandern und verlagern sich relativ rasch.

Mattigkeit im ganzen Körper mit Schmerzen in allen Gliedern, Schwäche und Kraftlosigkeit der unteren Extremitäten. Die Muskeln schmerzen wie durch Überanstrengung, wie aus ihren Ansätzen gerissen.

Rheumatische Gelenkschmerzen treten plötzlich auf und sind mit Unruhe verbunden, die Patienten wollen sich bewegen, obwohl die Schmerzen dadurch schlimmer werden. Eine Besserung erfolgt meist nach Mitternacht sowie durch Druck und Reiben der Körperteile.

Die rechte Seite ist meist mehr betroffen als die linke.

Frostschauer ziehen die Wirbelsäule entlang.

Schweiße erleichtern nicht.

Die Beschwerden ausgelöst durch Kälte, Nässe, kaltes Baden, feuchtes Wetter.

Ein Mittel für Folgen von Verheben und Verrenkung.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Formica rufa:

Plötzlich auftretende rheumatische oder gichtige Schmerzen. Knoten, Steifheit und Schwellung der Gelenke, häufig ausgelöst durch Kälte und Nässe. Patienten wollen sich bewegen obwohl Bewegung verschlimmert.

Beschwerden mehr rechtsseitig.

Wärme, Reiben und Druck bessert.

Folgen von Verheben und Verrenken.

Schwäche der unteren Gliedmaßen.

Schnupfen und Nasenverstopfung, verhindert Polypenbildung in Nase und Ohr.

Kopfschmerz und Neuralgien.

Empfindliche Schwellung um das Ohr.

Brennende Magenschmerzen, verlagern sich zum Kopf hin

Übelkeit mit Kopfschmerz.

Ziehende Nabelschmerzen vor dem Stuhlgang.

Durchfall mit hellen schaumigen Stühlen.

Roter juckender und brennender Nesselausschlag, schlimmer durch kaltes Wasser.

Reichlicher Schweiß ohne Erleichterung.

Besserung der Beschwerden durch:
Druck, Wärme, Reiben

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Kälte, feuchtes Wetter, kaltes Wasser, Bewegung, vor Schneesturm

Sonstiges

Formica rufa kann in Betracht gezogen werden, wenn Apis mell. oder Rhus tox. indiziert erscheinen, aber keine Besserung bewirken.

 

Quelle: https://www.cysticus.de/klassische-homoeopathie/formica-rufa.htm

Thuja occidentalis

Thuja occidentalis (Abendländischer oder amerikanischer Lebensbaum)

Abendländischer oder Amerikanischer Lebensbaum, gehört zur Familie der Zypressengewächse und wird auch als weiße Zeder bezeichnet. Der Baum wächst besonders gut im feuchten Klima, in feuchtkühlen Regionen und ist daher auch in unseren Breitengraden ein weit verbreitetes Zier- oder Heckengewächs in Gärten, Parkanlagen und Friedhöfen. Hauptwirkstoffe sind ätherische Öle besonders d-alpha Thujon.
Bei dem Arzneimittel Thuja, besteht eine starke Tendenz zu Gewebewucherung, Warzen, schwammigen Tumoren oder Entartungen. Organe die häufig betroffen sind, sind die Schleimhäute des Urogenitaltraktes, der Luftwege, der Geschlechtsorgane und die Haut. Diese Personen haben eine so genannte „hydrogene Konstitution“, d.h. die Beschwerden werden ausgelöst oder verschlechtert durch feuchte Luft oder Nässe. Es ist eines der Hauptmittel bei Folgeerscheinungen von Impfungen oder Erkrankungen die durch eine Unterdrückung entstanden sind.

Charakteristische Symptome

  • Hässlichkeit, fühlen sich wertlos. Haben das Gefühl, dass sie so wie sie sind von niemand geliebt werden können
  • Heimlichkeit. Thuja Persönlichkeiten, versuchen sich vor den Blicken und dem erkannt werden von anderen zu verstecken (so wie die Hecke vor unangenehmen Blicken schützen soll), um die innere Aufgewühltheit zu verbergen. Bemüht sich sehr jeden „optischen Makel“ gut zu vertuschen.
  • Hochgradige Verletzlichkeit, Zerbrechlichkeit, möchte daher nicht von anderen durchschaut und erkannt werden.
  • Verlust der eigenen Identität: beschäftigen sich ganze Leben damit, wie man sich am vorteilhaftesten verhält, verlieren Identität.
  • Süßlicher Geruch aller Körperausdünstungen, Schweiß riecht süßlich wie Honig
  • Nasennebenhöhlen Erkrankungen: charakteristisch ist Schleimstraße die hinten den Rachen in den Hals hinab läuft
  • Warzen, Tumore oder Gewebewucherungen im Gesicht oder am Augenlid, Gerstenkörner
  • Herpes genitales bei Mann und Frau
  • Akne mit Narbenbildung
  • Asthma: feuchtes Wetter, feuchte Kälte, Nebel usw.

Modalitäten

Verschlechterung: 3.00 morgens und besonders um 13.00 bis 15.00, feuchtkaltes Wetter periodisch, während Menstruation, Impfungen, Tee, Zwiebeln, Bewegung

Besserung: Wärme, Absonderungen z.B. wenn Nase läuft, bei Stuhlgang

Staphisagria

Stephanskraut oder Rittersporn wirkt besonders gut auf das Gemüt, die Nerven, Zähne, die Harnorgane, die Genitalien sowie die Drüsen. Ganz besonders auffallend bei Staphisagria ist die extreme Empfindlichkeit und Sensibilität.
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