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Aids Nosode

HIV Virus

Allgemeines

Aids steht für Aquired Immun Deficiency Syndrom (erworbenes Immunschwäche-Syndrom), dh. für einen Krankheitskomplex, bei dem es durch eine Schwächung des Immunsystems zu vermehrten infektiösen Erkrankungen mit Pilzen, opportunistischen Keimen und anderen Erregern kommt, außerdem zu bösartigen Neubildungen und anderen schwerwiegenden Krankheitszuständen. Seit 1.Dezember 1981 ist AIDS von den amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention als eigenständige Krankheit definiert, jährlich sterben ca 1,5 Millionen Menschen daran. Von AIDS spricht man erst, wenn Krankheitssymptome vorhanden sind, ein positives Testergebnis auf HIV alleine reicht nicht aus.

Hervorgerufen wird AIDS durch HIV (Human Immunodeficiency Virus, deutsch: menschliches Immunschwäche- Virus), ein Retrovirus , das die Fähigkeit zum Einbau seines Genoms in das Genom der Wirtszelle besitzt . Es wird durch Blut, Sperma, Vaginalsekret, Muttermilch und Liquor übertragen, nicht durch Tröpfcheninfektion, Tränenflüssigkeit, Speichel, Schweiß oder Insektenstich.

Heutzutage gibt es antiretrovirale Medikamente gegen die Verbreitung des Virus in den Immunzellen von infizierten Menschen, sodass diese bei lebenslänglicher Einnahme ein relativ normales Leben führen können. Im Moment gibt es ca. 37 Millionen Infizierte, davon 25 Millionen in Afrika. Als Nachweis der Infektion gilt ein bestätigter positiver HIV-Test.

Es gibt alternative wissenschaftliche Meinungen ( zB: Dr. Heinrich Kremer), die besagen, dass nicht der HIV- Virus die Ursache für Aids ist, sondern dass das Immunsystem aus anderen Gründen zusammengebrochen ist. Das Virus konnte nämlich bis heute noch nicht isoliert nachgewiesen werden , so wie es den wissenschaftlichen Standardnachweisverfahren entsprechen würde. Aber das spielt für die homöopathische Wirksamkeit der Aids-Nosode keine Rolle, da sie nicht aus einem Virus, sondern aus dem Blut eines Mannes, der an Aids verstorben ist, hergestellt wurde.

Grundsätzliches

Die Prüfung wurde von Misha Norland gemacht (siehe das Buch Signatures, Miasms, Aids). Das zentrale Thema ist das völlige Versagen der persönlichen Grenzen. Die natürlichen Verteidigungslinien von Haut und Schleimhaut sind überschritten, das Immunsystem kann sich nicht mehr effizient gegen Erreger oder bösartige Neubildungen verteidigen, sondern ist in der Tiefe geschwächt und zusammengebrochen. Miasmatisch gesehen gibt es meist im Leben der Erkrankten eine psorische Komponente ( körperlich: verminderte Funktionstüchtigkeit, Schwäche, psychisch: sich getrennt fühlen von der Quelle der Liebe, Verlassenheitsgefühl, Verlust- und andere Ängste ) und eine syphilitische Komponente ( körperlich: Zerstörung, psychisch: sich ausgestoßen und am Rande der Gesellschaft stehend fühlen, Negativität, kriminelles Potential und Neigung zur Trunksucht).

Charakteristika

Verminderte geistige Funktionstüchtigkeit, geistig langsam, vergesslich, Gedächtnisschwäche, Konzentrationsschwierigkeiten

Abneigung gegen Gesellschaft, aber Furcht vor dem Alleinsein, oder

Verlangen nach Einsamkeit, abwechselnd mit Verlangen nach Gesellschaft

Reizbarkeit, Gleichgültigkeit gegenüber geliebten Menschen, Mangel an Empfindlichkeit, aber auch mitfühlend, traurig, einsam, grüblerisch

Ruhelos, hastig, zittrige Schwäche, Beben

Angst vor Autorität, Infektion, Tod, Versagen, Armut, hochgelegenen Orten, geschlossenen Räumen

Wahnidee, Hülle und Schutz verloren zu haben

Verminderte körperliche Funktionstüchtigkeit, Kälte der erkrankten Teile, Mangel an Lebenswärme, Hitzegefühle in den Extremitäten, Bindegewebsschwäche, rheumatische Schmerzen, Schwäche mit Übelkeit, Abmagerung

Kopfschmerzen, berstend, schneidend, stechend, in Stirn, Hinterkopf, Nacken, hinter dem linken Auge, bis zu den linken oberen Zähnen, Kieferschmerzen, <morgens, Kopfschmerzen mit Übelkeit

Schnupfen durch Temperaturänderung, Nasenbluten, Krusten und Schorfe, schmerzhaftes Niesen, Jucken der Nase

Drückender Schmerz im Ohr, stinkende Otorrhoe, Ohrgeräusche, Summern, Klingeln

Trockener Hals, Kloßgefühl, Schmerz wie wund, roh, Halsentzündung

<nachts, links, >warme Getränke

Herzklopfen nachts, Herzklopfen mit Angst, erschwerte Atmung nach Anstrengung

Durst auf kleine Mengen und oft, gesteigerter Appetit, Verlangen nach bitteren Getränken, Eiscreme, Schokolade, Süßigkeiten, Milch, Pfirsichen und Fisch

Schmerz in den Ovarien, vermindertes Sexualverlangen

Unerfrischender, unruhiger Schlaf

Schwindel begleitet von Schwere der Augen, Schweben, wie betrunken, Schwindel beim Aufstehen

Verwandtschaft: ars a, carc, syph, echi, nit-ac, bapt, bry, gels, hyos, lach

Referenzen: Norland, Murphy

Modalitäten

Amel: nach Stuhlgang, nach Urinieren, im Liegen

Agg: morgens beim Erwachen, nach Schlaf, nachmittags, während der Menses, alkoholische Getränke, Bier, Kaffee, Brot

Cadmium metallicum

 

Foto: Heinrich Pniok (www-pse-mdendelejew.de) 

http://artlibre.org/licence/lal/de/

Hier geht es um viele oft vergebliche Anstrengungen Wertschätzung der eigenen Darstellung zu erlangen und die Unfähigkeit, die Lage zu meistern.

In einem Cadmium-Zustand fühlt man seine Talente und seine Selbstdarstellung ständig bedroht. Es bedarf ungeheuerer Kraftanstrengung das erreichte Niveau zu halten. Man weiss aber, dass es nicht mehr zu schaffen ist, da von allen Seiten dagegen gearbeitet wird.

Man fühlt sich anderen überlegen, ist hochmütig, arrogant und theatralisch. Man hat das Gefühl, ständig Spitzenleistungen erbringen zu müssen ist dabei sehr konservativ und will nichts von anderen annehmen.

Bei Misserfolgen fühlt man sich verkannt und sieht überall Feinde, kritisiert andere, ist misstrauisch und sinnt auf Rache. Wenn man bedroht wird, ist man machtlos und die Dinge können außer Kontrolle geraten.

Sie werden freudlos, misstrauisch, verabscheuen das Leben und die Gesellschaft anderer.

Es folgt eine schwere Depression. Diese kann ausgelöst werden durch eine schwere Krebserkrankung, Angst vor Krebs oder durch Vorwürfe anderer, welche ihn extrem wütend machen. Sie sind teilnahmslos an der Freude Anderer, an ihrer Arbeit. Diese Teilnahmslosigkeit kann aber plötzlich umschlagen in Wut und Gewalt.

Cadmium metallicum ist bei extremer Schwäche nach einer durchgemachten Grippe angezeigt. Die Betroffenen sind gleichgültig und apathisch und möchten niemanden sehen. Alles scheint ihnen egal zu sein, sie interessieren sich für nichts mehr. Sie fühlen sich erschöpft, schlapp und gleichzeitig fühlt sich der gesamte Körper wund an. (https://homoeopathie-bowen-berlin.com/grippaler-infekt-schwaeche-homoeopathie-berlin/)

Modalitäten:

Besser durch:

warmes Wetter, im Freien, frische Luft, essen, nach dem essen, heiße Getränke, im Liegen, Stuhlgang, Druck

Schlechter durch:

Kälte, kalte Luft, kalte Anwendungen, Zugluft, nasses Wetter, gehen, stehen, Bewegung, Sonnenlicht, physische und mentale Anstrengung, air-condition, Milch, rauchen, von 15 bis 20 Uhr und danach, in der Rekonvaleszenz

 

Alumina

Aluminiumoxyd, Tonerde

Aus Bauxit wird Aluminiumhydroxid durch Aufschließen in Natronlauge gewonnen. Durch Entziehen des Wassers, z.B. durch Brennen, Sintern oder Kalzinieren erhält man Aluminiumoxid.

Das reine Metall Aluminium weist nach Lagerung an Luft eine dünne spontane Aluminiumoxidschicht (Selbstpassivierung) auf, die es vor Korrosion schützt. Mittels einer elektrolytisch aufgebrachten Aluminiumoxidschicht werden durch Eloxieren die Aluminiumoberflächen von Gebrauchsgegenständen mit einer extrem und korrosionsbeständigen Schutzschicht versehen. Zur Fertigung von Elektrolytkondensatoren verwendet man diese eloxierten Aluminiumsorten.

Homöopathische Verwendung:

In der Homöopathie ist Aluminia indiziert bei:

Allgemeines:

  • Periodizität

  • Trockenheit der Haut und Schleimhäute

  • Tendenz zur Muskelparese

  • Kopfschmerzen, Schwindel und Fließschnupfen

Causa:

  • Trockenes Wetter

  • Dürre Patienten

  • Künstliche Ernährung

Psychische Symptome:

  • Stimmungsschwankungen

  • Gedächtsnissschwäche, kann nicht zusammenhängend denken

  • Verwirrung über die eigene Identität

Körperliche Symptome

  • Kopfschmerzen

  • Trägheit

  • Hochgradige körperliche Schwäche

  • Koordinationsstörungen

  • Fließschnupfen mit Schrunden an der Nasenspitze

  • Verstopfung

Modalitäten

  • Schlimmer bei Wärme, warme Räume, Winter, nach dem Meer, bei Voll- und Neumond

  • Besserung Abends und bei frischer Luft

China officinalis

copyright: H. Zell

Cinchona succirubra, der Chinarindenbaum (Fam. nat. Rubiaceae), wächst im westlichen Teil von Südamerika und wird in Ostindien angebaut.

Verwendet wird die getrocknete Zweigrinde. Sie enthält etwa 20 Alkaloide, von denen die wichtigsten sind: Chinin, Chinidin, Cinchonin, Cinchonidin.  

China gehört mit Coffea und Ipecacuanha zu den Rubiaceen, mit ersterer stimmt sie besonders überein in der Überempfindlichkeit des Nervensystems,

mit letzterer in der Blutungsneigung

 

Allgemeines

Schwäche durch erschöpfende Absonderungen und durch Verlust von Körperflüssigkeiten, zusammen mit nervöser Überreiztheit, verlangt dieses Mittel.

Periodizität ist höchst ausgeprägt. Ist zugluftempfindlich. Selten in den Frühstadien von akuten Erkrankungen angezeigt.

Chronische Gicht. Chronisch eitrige Pyelitis.

Postoperative Blähungsschmerzen, nicht gebessert durch Windabgang.

 

Charakteristika

Große Schwäche und Hinfälligkeit mit nervöser Überempfindlichkeit und starker Neigung zu Schweißen.

Daher seine Verwendung bei Folgen von Verlusten von Säften, wie Blut, Eiter, Samen, Milch, nach Darmkatarrh und nach anderen schweren Krankheiten.

Wechselfieber wie bei septischen und hektischen Zuständen, also nicht bei Continua.

Fieberanfälle mit Kopfkongestionen, heißem Gesicht bei kalten Händen und Füßen.

Dabei reichliche Schweiße und allgemeine Schwäche und nervöse Überreiztheit.

Neigung zu dunklen Blutungen aus allen Schleimhäuten.

Wallungen zum Kopf mit Kopfschmerzen und Ohrensausen, Schweißausbruch, Schwindel, oft periodisch.

Atemnot mit Schleimrasseln und Luftschnappen, erstickender Katarrh.

Nervensystem und Sinnesorgane hochgradig überreizt, mit großer Empfindlichkeit gegen Berührung, gegen alle äußeren Eindrücke.

Dagegen bessert fester Druck.

Periodizität der Beschwerden mit Wiederkehr jeden Tag zur gleichen Stunde, oder auch nach mehreren Tagen, z.B. Fieberanfälle, Gallenkoliken.

Meteorismus, schlimmer nach dem Essen, mit häufigem Aufstoßen, das nicht bessert.

Essen, Ruhe und Schlaf, die natürlicherweise kräftigen, bessern nicht, im Unterschied zu Phosphorus

.

Modalitäten

Verschlimmerung:  durch geringste Kälte, nasses Wetter, bei Nacht, durch Berührung.

Berührung ruft einen Schmerzanfall hervor, während Druck bessert.

Viele Beschwerden verschlimmern sich nach dem Essen, z. B. die Magenbeschwerden und der Durchfall..

Besserung:  durch Wärme, im warmen Zimmer, durch festen Druck.

 

Quellen: William Boericke – Handbuch der homöopathischen Materia medica,

Julius Mezger – Gesichtete Homöopathische Arzneimittellehre 

Selen

Allg.:

Selenium Selen ist ein metallartiges Element aus der 4.Reihe (Eisenreihe) und 16.Gruppe (wie Sauerstoff, Schwefel und Tellur) des Periodensystems mit der Ordnungszahl 34. Es kommt meist gebunden in Verbindung mit Schwefel vor, in Erzen von Metallen wie Eisen, Blei, Silber und Kupfer. In geringen Mengen kommt es in seltenen Mineralien vor wie Clausthalit oder Naumannit. Industriell gewinnt man es bei der elektrolytischen Kupfer- und Nickelherstellung aus dem Anodenschlamm. Benannt ist es nach Selene, dem Mond, die Farbe ist rot oder grauschwarz, die Form amorph, kristallin oder metallisch. Das Element kann in seiner metallischen Form Licht in Elektrizität umwandeln, was in photoelektrischen Zellen und Solarzellen genutzt wird, und es erzeugt elektrischem Strom in Generatoren und Dynamos. Auch wird es zur Rot-oder Schwarzfärbung von Glas verwendet. Selen ist ein wichtiges Spurenelement für unseren Körper, besonders in Knochen und Zähnen, es hat antioxidative und krebshemmende Eigenschaften und fördert die männliche Fortpflanzungsfähigkeit, weil es in der Produktion und Beweglichkeit des Samens eine Rolle spielt.

Homöopathisch:

Charakteristika Selen ist ein Mittel für Schwäche, die oft im Zusammenhang mit sexuellen Ausschweifungen, Flüssigkeitsverlust oder langwierigen fieberhaften Erkrankungen auftritt. Sexuelle Funktions-störungen sind dabei Begleiterscheinungen. Schwäche, Entkräftung, Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit, Verschlimmerung durch körperliche und geistige Anstrengung Depression und Müdigkeit, chronisches Müdigkeitssyndrom Frostig, überempfindlich sowohl gegen Zugluft als auch gegen Sonnenhitze, starker Sexualtrieb und physische Impotenz, Impotenz mit tröpfelnder Absonderung von Prostatasekret, unwillkürliche Samenabgänge, große Schwäche nach Samenverlust Tröpfeln von Samenflüssigkeit während der Stuhlentleerung Prostatitis, Prostatahypertrophie, tröpfelnde Harnentleerung Vorzeitige Ejakulation Kopfschmerzen über dem linken Auge, das Haar ist schmerzhaft bei Berührung, Haarausfall am Kopf und am ganzen Körper, fettige Gesichtshaut, Akne und Mitesser Laryngitis mit viel Schleim und Halskratzen, Heiserkeit < durch Singen Verstopfung, Verlangen nach Alkohol Rückenschwäche in Verbindung mit Koitus oder Samenerguss

Modalitäten Agg: Hitze, Sonne, Zugluft, sexuelle Ausschweifung, Schlafverlust, körperliche und geistige Anstrengung, Alkohol, Kaffee Amel: nach Sonnenuntergang, kühle frische Luft, Ruhe, kaltes Wasser in den Mund nehmen

Uranium nitricum

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Veratrum album

VERATRUM ALBUM

Weißer Nieswurz, Weißer Germer, Brechwurz (Liliengewächse)

Die 100-150 cm hohe Nieswurz-Staude mit dick behaartem Stängel, die ganz fest durch kräftige Wurzeln in den Boden verankert ist, gehört zur Familie der Liliengewächse und kommt im Hochgebirge vor. Alle Pflanzenteile des mehrjährigen Nieswurz sind sehr giftig durch an Gehalt von Alkaloide. der mit steigender Höhe abnimmt. ZB. in einer Höhe von 700 m enthält eine Pflanze 1,5% Alkaloide, in Höhe von 2.500 m nur noch 0,2%. Tiere rühren die Weiße Nieswurz nie an.

Das Alkaloid Veratrin, die auch in Samen von Sabadilla (Mexikanisches Läusekraut) vorkommt, wird von Menschen als Insektenabwehr benutzt (auch gegen Kopfläuse).

Die Gallier benutzten den Saft der Nieswurz als Pfeilgift.

Alkaloide – aus arabisch “Pflanzenasche“(ca.400 Vertreter) sind natürlich vorkommende stickstoffhaltige Verbindungen. Das sind Produkte pflanzlichen Sekundärstoffwechsels, das heißt, dass sie nur als Selbstschutz verwendet werden(zB. Fressfeinde). Alkaloide sind meist giftig, haben einen bitteren Geschmack und wirken direkt auf den tierischen und menschlichen Organismus. Alkaloide sind zB. Nicotin, Coffein, Codein, Cocain, Morphin, die alle durch Extraktion aus Pflanzen gewonnen werden.

Alle Alkaloide schädigen die sensorischen Nerven, können durch die Haut und Schleimhäute aufgenommen werden, wo sie Entzündung verursachen. Die Haut muss zuerst mit kaltem Wasser, dann mit Seife abgewaschen werden. Durch Mundaufnahme entstehen Vergiftungssymptome, wie Brennen, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Kältegefühl, Kopfschmerzen, Muskelzuckungen, Wadenkrämpfe, Zittern, Sprächstörung, zum Schluss Tod durch Atemlähmung.

Indikation:

Heftigkeit der Symptome auf allem Ebenen

Infektion

Gastroenteritis

Kreislaufkollaps

Hitzekollaps

Krämpfe

Causa:

Vergiftung: Lebensmittel, Alkohol, Tabak, Opium

Infektion

Schock, Operationsschock

Hitze

Enttäuschung, enttäuschte Liebe

Verlust des gesellschaftlichen Status

Gekränkte Ehre

Körperliche Symptome:

Würgreiz, Erbrechen – trotzdem Hunger

Schwallartige Diarrhoe

Koliken, Bauch ist berührungsempfindlich

Durst auf kaltes Wasser und auf saueres Obst

Kreislaufkollaps, Frost mit kaltem Schweiß und Blaufärbung der Haut

Extreme Schwäche durch Erschöpfung

Psychische Symptome:

Unruhe, Melancholie, Stupor

Wut, Kleider zerreisen

Halluzinationen,

Religiöser und sexueller Wahn

Angst vor bevorstehendem Unglück

Geschwätzigkeit, laszives Reden, Unverschämtheit, Kritiksucht

Lügt, sagt nie die Wahrheit

Identitätskrise, Hochmut

Bedürfnis im Mittelpunkt zu stehen

Verschwenderisch mit Geld

Modalitäten:

Besser: essen von unreifen sauren Früchte, Eis, Speiseeis, kaltes Wasser (was bald erbrochen wird), gehen, Wärme

Schlechter: nachts, nasses Wetter, kaltes Wetter, Vernachlässigung,

Leitsymptome:

Kälte des ganzen Körpers mit kaltem Schweiß

Kollapsneigung, starker Kräfteverfall

Ausscheidungen vermehrt: Erbrechen, Diarrhoe, Schweiß, Speichel

Durst auf kalte Getränke

Ruhelosigkeit

Zerreisen Kleider

Sexuelle und religiöse Manie

Geschwätzigkeit, Besserwisserei

Hochmütigkeit, Einbildung “hochgestellte Person“

 

Calcium phosphoricum

Calcerea phosphoricum

Die Substanz Kalziumphosphat ist in höheren Konzentrationen besonders vermehrt in den Knochen und Zähnen vorhanden. Es hat einen starken Bezug zur Ernährung des Knochens, zu  Drüsen und Lymphknoten.

Wachstum, Knochenaufbau sind Prozesse die in erster Linie in der Kindheit stattfinden, weshalb Calcera phosphorica, ein sehr wichtiges Arzneimittel in der Behandlung von Säuglingen und Kindern ist.  Es kommt daher bei Wachstumsstörungen,  langsamer Heilung nach einem Knochenbruch, Deformationen der Wirbelsäule,  bei der Zahnung, mangelnder Assimilation von Nahrung oder Entwicklungsverzögerung, zur Anwendung.  Vom äußeren Erscheinungsbild, sind diese Kinder eher zart, dünn,  großgewachsen und wachsen schnell und wirken eher kränklich. Wir finden häufig eine Schwäche auf der körperlichen wie auf der geistigen Ebene (geistige Arbeit ist anstrengend), weshalb es auch ein wichtiges Mittel bei Kopfschmerzen bei Schulkindern ist.

Charakteristische Symptome:

 Unzufriedenheit, Mißmutig. Es ist schwer es ihnen recht zu machen
 Verlangen nach Veränderung, Verlangen zur reisen, in der Hoffnung irgendwo ihr Glück zu finden. Wenn zu Hause sind unglücklich und wollen raus, wenn draußen sind, sind sie unglücklich und wollen nach wieder nach Hause zurück.
  Häufig haben sie Langeweile, ein unglückliches Gefühl  sowie eine negative Lebenseinstellung
 Säuglinge sind oft reizbar, weinerlich und verlangen viel Aufmerksamkeit
 Schüler sind oft sehr sensibel und den Schulanforderungen nicht gewachsen, weshalb sie Schulängste entwickeln oder körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Magenschmerzen.  Diese Beschwerden treten meist gegen Ende des Schultages auf.
 Verzögerte oder schwierige Zahnung, frühzeitiger Karies
 Wachstumsschmerzen die besonders nachts schlimmer werden
 Verzögertes Laufen lernen, verzögerte Entwicklung der Kinder
 Langsame Heilung von Knochenbrüchen
 Deformation der Wirbelsäule
 Schweiß der Kopfhaut im Schlaf
 Abgemagerte Kinder, Kinder gedeihen nicht
 Verlangen nach geräuchertem, nach Speck, Salami, Fleisch

Modalitäten:

 Schlimmer: Zugluft, Kälte, Wetterwechsel, Schneeschmelze, Zahnung, geistige Anstrengung
 Besser: Sommer, warmes trockenes Wetter, im liegen

 

Arsenicum album

Arsenicum album

Arsen ist ein hochgiftiges Halbmetall, das z.B. bei verschiedenen Legierungen, in der Elektronik, als Schädlingsbekämpfungsmittel oder in der Pharmazie zur Anwendung kommt.

In der Geschichte ranken sich viele Mythen um Arsen, mit dem wohl Herzoge, Könige und Päpste vergiftet und aus dem Weg geräumt wurden. Jedenfalls konnte man bis ins 19. Jahrhundert eine Vergiftung oder Tod mit Arsen nicht nachweisen. In der Homöopathie ist es ein großartige Heilmittel, vor allem dann wenn wir ein Symptom-Kombination von Angst, Ruhelosigkeit, Schwäche und Erschöpfung vorfinden. Die Patienten haben starken Durst auf häufige und kleine Schlucke. Als Akutmittel kommt es häufig bei Allergien, Erkältungen, Magen-  und Darmerkrankungen mit Erbrechen und Durchfall sowie Nahrungsmittelvergiftungen, zur Anwendung.

Charakteristische Symptome und Anwendung in der Homöopathie ab D12:

• Ängstliche Ruhelosigkeit bis zu Panikattacken, bes. nachts, Mitternacht
• Äußerst anspruchsvoll, sehr ordentlich und gewissenhaft, will alles unter Kontrolle haben
• Großer Durst auf häufige kleine Schlucke
• Große Schwäche mit Ruhelosigkeit
• Furcht allein zu sein, vor dem Tod und vor Krankheiten
• Kälte des Körpers mit Hitze des Kopfes
• Erbrechen mit Durchfall gleichzeitig (Magen-Darm-Grippe) mit Ruhelosigkeit und Kältegefühl
• Schwellung unter den Augen
• Brennende, spärliche und ätzende Ausscheidungen (z.B. Schnupfen, Augensekret)
• Periodische Beschwerden (z.B. bei Kopfschmerzen)
• Juckende Haut auch ohne Hautausschlag, kratzt bis es blutet
Modalitäten:
• Schlimmer: nach Mitternacht, 0:00 Uhr bis 3:00 Uhr, flach liegen, kalte Getränke, Kälte jeder Art
• Besser: Wärme jeder Art, heiße Anwendungen

 

Mercurius solubilis

Ursprung

Das chem. Element Mercurius ist das einzige Metall, dass bei Raumtemperatur flüssig ist. Die Abkürzung Hg Hydrargyrum bedeutet flüssiges Silber. Aufgrund seiner hohen Oberflächenspannung benetzt es die Unterlage nicht, sondern bildet einzelne, abgeplattete Tröpfchen. Es läßt sich sehr schwer fassen. Wenn es auseinanderfällt, fließt es in Bruchteilen von Sekunden wieder eng zusammen und läßt sich nicht mehr teilen. Gleichzeitig durchdringt es alle Grenzen, vielleicht daher der Name des Götterboten Merkur (röm. Mythologie), der alle Grenzen überschreiten konnte und sowohl in der Götter- als auch in der Menschen- und Unterwelt verkehrte.

So wie das chem. Element läßt sich die Mercurius Persönlichkeit schwer in Grenzen fassen. Wie das Thermometer (früher mit Quecksilber gefüllt) auf die kleinste Schwankung reagiert, so empfindlich reagiert Mercurius auf alle Reize, kann aber nicht angemessen darauf reagieren. Alle Organe des Körpers können auf Merc. reagieren, aber besonders betroffen ist das lymphatische System. Mit allen Membranen, Drüsen, inneren Organen und Knochen.

Charakteristika

  • überempfindlich, emotional instabil, rastlos, introvertiert, Ängste, hat das Gefühl, daß jeder sein Feind ist
  • destruktive Impulse, die aber meist kontrolliert werden
  • übermäßige Speichelbildung, macht das Kopfkissen naß im Schlaf
  • Metallgeschmack im Mund, stinkender Mundgeruch
  • Aphten, geschwollenes, blutendes Zahnfleisch, große schlaffe Zunge mit Zahneindrücken, eitrige Tonsillitis, akute und chron. Otitis
  • reichlich öliger Schweiß bei jeder Beschwerde, wodurch die Beschwerden noch schlimmer werden, verbunden mit großer Schwäche, Erschöpfung, Zittern
  • Nachtschweiß, reichlich, stinkend, klebrig
  • Schmerzen nachts schlimmer
  • Dysenterie mit grünlichem Stuhl, Kolik und Ohnmacht
  • große Schwäche und Zittern, Tremor der Hände, Parkinson
  • geistige Verlangsamung, antwortet langsam, Stottern, Gedächtnisschwäche
  • Verlangen Brot und Butter, Abneigung Süßigkeiten

Modalitäten

Schlechter durch Kälte und Wärme, Bewegung, Anstrengung, Liegen rechts, Bettwärme
Besser Ruhe