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Medorrhinum

 

Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae)

Gonorrhö Nosode

Medorrhinum ist bekannt für seine Extremität, seine Sucht nach Abenteuern, sei es auf der physischen Ebene, dass  sich Medorrhinum Menschen den Kitzel extremer Erlebnisse holen oder ihre Genußsucht  stillen müssen,  sei es auf der emotionalen Ebene durch ihre Schwankungen zwischen unersättlicher Leidenschaftlichkeit und Rückzug, sei es  auf der intellektuellen Ebene, indem sie sich intensiv in philosophische Ideen oder Phantasien stürzen, oder auch auf der spirituellen Ebene,  wo sie ohne Kompromisse die Einheit mit dem Ganzen als mystische Erfahrung suchen oder andererseits andere mit ihrem religiösen Eifer drangsalieren. Sie  sind nie  in der Mitte,  sondern springen zwischen den Extremen hin und her.

Medorrhinum ist eine Nosode und wird aus dem gonorrhoischen Eiter aus dem Urogenitaltrakt von Tripper-Erkrankten gewonnen. Die Krankheit Gonorrhoe gibt es bereits seit der Antike. Neben Thuja und Acidum nitricum ist Medorrhinum ein Hauptmittel der Sykose (Feigwarzenkrankheit). Die Sykose ist  nach Hahnemann neben der Psora und der Syphilis ein Miasma (wörtl. Verunreinigung ), eine Belastung,  ein Urübel, das chronischen Krankheiten  zugrundeliegt.

Charakteristika

Extrem leidenschaftlich, sprunghaft, Verlangen, alles zu erleben, auch das Verbotene

Entgegengesetzte Extreme in einer Person

Immer in Eile, Vorahnungen, Zeit vergeht zu langsam

Alles erscheint unwirklich, wie in einem Traum, weit entfernt,

Verwirrung, verliert den Faden der Unterhaltung, weint deswegen, innere Leere

Aggressiv bis zur Grausamkeit und Gewalttätigkeit oder große Sensibilität und Schüchternheit

Tierquälerei oder übertriebene Liebe zu Tieren

Angst, dass jemand hinter ihm ist, Angst im Dunkeln, vor Ungeheuern, vor dem Wahnsinn, um die Gesundheit, Klaustrophobie

Nägelkauen
Extremer Sexualtrieb, Masturbation, Impotenz

Gonorrhoe oder frühe Herzerkrankung bei den Vorfahren, wiederkehrende Erkrankungen der Beckenorgane

Zystitis nach Beginn einer neuen sexuellen Beziehung,

Säuglinge mit stark begrenztem Windelausschlag

Chronische Rhinitis, Sinusitis oder Otitis media< links, Räusperzwang

Asthma seit der Kindheit, ev. gemeinsam mit Ekzem, Dyspnoe> durch Knie-Bruststellung

Angina pectoris, oft schon in frühen Jahren

Starke Schwellung der Fußgelenke, Empfindlichkeit, Hitze der Fußsohlen

Arthritis,  Morbus Reiter(Urethritis, Konjunktivitis und Arthritis)

Fischartiger Geruch der Ausscheidungne

Ulcus pepticum, Schmerzen um 2h morgens

Verlangen: Fett, Fleisch, Fisch, Eis, unreife Früchte, Orangen, kalte Getränke, Salz und Süßigkeiten, Alkohol

Abneigung: Auberginen, Schleimiges, Bohnen und Erbsen, Salz

Modalitäten

Besser: Bauchlage oder Knie-Ellenbogen- Lage,  am Meer und durch Schwimmen im Meer, am Abend, nachts, frische Luft, Abdecken, durch Absonderungen

Schlechter: Feuchtigkeit, Kälte, tagsüber, geschlossene Räume, Denken an die Krankheit, geringste Bewegung, Hitze, Sonne, Schwitzen, Gewitter

 

Aralia racemosa

Amerikanische Narde

Familie der Efeugewächse, Araliaceae

Die bis zum 150 cm hoch gewachsene amerikanische Narde ist auf den waldigen Bergen Nordamerikas beheimatet. Die Pflanze wächst am felsigen und nährstoffreichem Flussufer, sie hat einen dicken knolligen Wurzelstock, der ähnlich wohlriechend wie Ginseng ist und schmeckt schleimig balsamisch. Die großen Blätter ähneln denen der Engelwurz (Angelica archangelica). Die Frucht ist traubenähnlich.

Schon seit sehr langer Zeit wurde die Pflanze als Mittel gegen Erkrankung der Lunge, sowie Leukorrhoe und Frauenleiden verwendet.

Als Phytotherapeutika wird der im Oktober geernteter frische Wurzelstock verwendet, der Araliasaponin und Ätherische Öle enthält. Er gilt als Diaphoretikum (schweißtreibendes Mittel), Stomachikum (Magenmittel), Antirheumatikum, Wundheilmittel und Hustenmittel.

In der Homöopathie ist Aralia racemosa indiziert bei:

Allgemein

Heuschnupfen

Husten

Asthma

Leukorrhoe

Diarrhoe

Causa

Unterdrückte Absonderungen

ausschweifende Lebensweise

Psychische Symptome:

Angst vor Lungenkrankheit

Mürrisch, reizbar

Ungeduldig

Körperliche Symptome:

Niesanfälle, < Luftzug

Ätzende, wässrige, salzige, heiße Absonderung aus der Nase

Kitzelnder Husten, Hustenanfälle < nach kurzem Schlaf, 23 Uhr,

< hinlegen, Rückenlage, > Kopf hoch gelagert

Erstickungsgefühl

Die Atmung wird angehalten, oberflächlich, keuchend und pfeiffend

Nachtschweiße

Trockene Lippen

Aphten am Gaumen

Harnsperre

Unterdrückte Menstruation oder Wochenfluss

Leukorrhoe

Schmerz im Rektum , erstreckt sich nach oben

Modalitäten

< Luftzug, nachts 23 Uhr, 2-6 Uhr, liegen, im Rückenlage

> Kopf hoch lagern, in der Sonne gehen, Wärme, Absonderungen

 

Wyethia helenoides

Alarcornia helenoides

Familie Aste

Alarcornia helenoides

Familie Asteraceae/Compositae

Die Blüten der Pflanze sind gelb und ähneln der Sonnenblume. Das Medikament wird aus der frischen Wurzel der Pflanze hergestellt und wirkt vergleichsweise wie Arum dracontium (Drachenwurzel), Sanguinaria (Kanadische Blutwurzel) und Lachesis (Buschmeisterschlange).

In der Homöopathie wird Wyethia helonoides indiziert bei:

Allgemein:

Halsentzündung

Heuschnupfen

Hämorrhoiden

Gereizter Hals von Sängern und Rednern

Psychische Symptome:

Nervös, gereizt, niedergeschlagen

Depressive Stimmung, geistige Arbeit ist unmöglich

Fühlt sich „wie verlassen“

Abneigung gegen Gesellschaft

Körperliche Symptome:

Stirnkopfschmerz mit Blutandrang

Schwindel

Fließschnupfen

Verstopfte Nase

< Blumenduft, besonders Rosen

Stinknase (Ozaena): schwarze bis gelb-grüne Borken

Jucken der Gaumen, Retronasal

Der Hals fühlt sich geschwollen an

Halsschmerz wie verbrannt

Verlangen den Speichel zu schlucken

Kratzen und kitzeln im Hals

Pharingitis, Drüsenschwellung,

Influenza

Trockener Reizhusten, nervöses Hüsteln

Brennen in den Bronchien

Asthma

Stinkt: selber nimmt man den Geruch nicht war (soziale Probleme)

Schmerzen im ganzen Körper

Schweißausbrüche wellenartig, nachts

Wie ein Gewicht im Magen, Aufstoßen von Luft

Schmerz unter den rechten Rippen

Dünner dunkler Stuhl

Verstopfung, Hämorrhoiden

Rückenschmerzen, die bis zu Ende der Wirbelsäule ausstrahlen.

Nachtschweiß

Durst auf eiskaltes Wasser, trotz dass er friert

Modalitäten:

< 11 Uhr Frost bei Fieber, nach Essen, Nachmittag, nach Bewegung, nach körperlicher Beschäftigung, nach Schwitzen

 

Sticta pulmonaria

Lobaria pulmonaria

Lungenflechte, Lungenmoos

Familie Fungi

Die Pflanze ist eine stark gefährdete Blattflechte – Moos – mit olivbraunen Lappen. Sie gilt wegen ihrer hohen Empfindlichkeit auf Luftschadstoffe als Indikator für intakte Ökosysteme.

Sticta pulmonaria bevorzugt feuchte Wälder mit viel Niederschlag, wo sie auf den Rinden von Ahorn und Eiche, seltener auf Felsen, wuchert. Früher wuchs sie auf dem Flachland, aber in unserer Zeit gedeiht sie erst ab 900 Meter Höhe. Außer in Rheinland-Pfalz, da sind zwei Standorte bekannt sind, die nieder gelegen sind – die Luft ist da sehr rein.

In der Homöopathie ist Sticta pulmonaria vor allem indiziert bei:

Allgemeines

Erkältung, Husten

Trockene Bronchitis

Heuschnupfen

Asthma

Krampfhafte Stadien des Keuchhustens

Rheumathische Beschwerden

Causa: plötzlicher Temperaturwechsel

Husten nach Operation und nach Masern

Psychische Symptome

Dumpfheit, Verwirrung

Nervosität, Redseligkeit

Tanzt und springt

Schwere Konzentration

Hat das Gefühl, in der Luft zu schweben

Gefühl, als ob man eine Erkältung bekäme

Körperliche Symptome

Kopfschmerzen, Völlegefühl, wenn noch keine Absonderung da ist

Als ob die Kopfhaut zu eng wäre

Migräne mit Übelkeit und Erbrechen bis zu Ohnmacht

> liegen

< Geräusche

Brennen und jucken von Augen, Nase und Augenlider

Brennender Tränenfluss

Trockenheit der Nase mit Krustenbildung

Nase verstopft, Völlegefühl in der Nasenwurzel

Bedürfnis die Nase zu schnäuzen ohne Erfolg

Viel Niesen

Geruchverlust

Chronische Sinusitis

Bohrt und zupft an der Nase

Trockener Reizhusten < abends bei Müdigkeit, nachts und beim einatmen

> aufsitzen

Husten lockerer am Morgen

Blutige, dunkle, scharfe Absonderung

Hals- und Rachenentzündung

Schluckbeschwerden, Hals trocken wie Leder

Zunge gelb

Pulsieren in Sternum verbreitet sich bis zur Bauch

Schmerz in der Luftröhre wie von einem Fremdkörper

Gelenkentzündung

Knieschleimbeutelentzündung mit schießenden Schmerzen

Gefühl, als ob man eine Erkältung bekäme: schwerer Druck in der Stirn

Modalitäten

< Müdigkeit, Abend, Nacht, liegen, Geräusche, Konzentration, nasses Wetter