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Rhus Toxicodendron

in Arbeit

Vespa vulgaris

copyright: Magne Flaten

die gemeine Wespe ist eine Wespenart aus der Gattung der Kurzkopfwespen und ist eine echte Wespe (Vespinae). Sie unterscheiden sich in Königinnen, Arbeiterinnen und Drohnen. Wie bei den Bienen leben die Tiere in symbiotischen Kolonien, die Königinnen sind einzig zum Eierlegen bestimmt, die Arbeiterinnen versorgen sie mit Nahrung. Ihr gesamter Staat (also die Koloniengröße) erreicht etwa 500 bis 5000 Arbeiterinnen. Der Staat ist arbeitsteilig organisiert, die einzelnen Wespen sind – je nachdem ob sie Arbeiterinnen, Drohnen oder Königinnen sind – mit Nestbau, Zellensäuberung, Larvenfütterung, Versorgung der Königin, Brutpflege (Aufgabe der Königin), Begattung (Drohnen) mit Nahrungsbeschaffung beschäftigt.

Im Spätherbst stirbt die alte Königin und ihr Wespenstaat löst sich auf, auch die Arbeiterinnen sterben und nur die begatteten Wespen (die Jungköniginnen) überleben in morschem Holz, auf Rinden und im Moos und gründen nach ihrem Winterschlaf einen neuen Wespenstaat.

Die Wespe gehört zu den sozialen Insekten, sie besitzt eine Taille und ihr Rumpf ist gelb-schwarz gestreift, Arbeiterinnnen messen ca. 12 bis 17 mm während die Königin etwa 20 mm lang ist. Im Gegensatz zu den behaarten Bienen hat die Wespe und auch die Hornisse einen glatten glänzenden Körper. Anders als die vegetarischen Bienen fressen die Wespen auch Fleisch; für die Fütterung ihrer Brut sammeln sie Insekten, Fliegen, Raupen und Ameisen. Wespen sind angriffslustig, bei geringer Provokation stechen sie zu und spritzen ein Stechgift mit ihrem dafür bestimmten Stachel.

Der Stich

„die lebende Wespe erzeugt mit ihrem Stich brennende Schmerzen, als würde die gestochene Stelle mit glühenden Nadeln durchbohrt. Krämpfe, die in allen Muskeln gespürt werden können; verliert die Besinnung beim Gehen, kommt erst einige Häuserblock später zu sich, antwortet nicht (…), schaut ins Leere, kann sich nicht an den Anfall erinnern“ (William Rowbotham – Beschreibung eines Stiches der gemeinen Wespe).

Vespa vulgaris in der Homöopathie

Allgemeines

Das homöopathische Arzneimittelbild der Vespa vulgaris (nicht zu verwechseln mit der Hornisse – der vespa crabro) hat eine Affinität zur Neurologie, zum Herz-Kreislaufsystem und zur Sexualität. Anzunehmen aber nicht geprüft ist durch das Leben in Kolonien ein soziales Verhalten, das bestimmten Regeln unterliegt, je nach ihrem sozialen Stand (Arbeiterin, Drohne, Königin). Allgemein ist den Tiermitteln aggressives und rivalisierendes Verhalten (Stich bei geringster Provokation) und den Insekten speziell die Ruhelosigkeit und Nervosität.

Symptome

sie lieben bunte Farben und glitzernde Dinge

Gefühl des Verstecktseins, der Tarnung, des Unsichtbarseins

empfindlich auf Gerüche und Geräusche

harte und produktive Arbeiter

Aggression, Eifersucht

Nervös, kribbeliges Gefühl an Händen und Füßen

rote Hände und Füße und Brust

extrem heiße Hände und Füße

Prickeln am Kopf, Hinterkopf und Nacken

Laryngismus stridulus

geschwollene Zunge und entzündete Mandeln

Hitze und Enge in der Brust

Atmung und Schlucken behindert

erhöhte Herzfrequenz

Verdauungsstörung

Schmerzen in den Ovarien und Geschwüre im Uterus

Hitzewallungen

Ohnmacht

Ödeme äußerlich

Verschlimmerung:

Ofenwärme, geschlossene Räume (Ohnmacht und Erbrechen), scharf Gewürztes

Verbesserung:

kaltes Waschen von Händen und Gesicht

Verlangen:

Milchprodukte, Käse, Salz, Süßigkeiten

es gibt sehr wenige Informationen über das homöopathische Arzneimittelbild der Vespa vulgaris, die meisten Beschreibungen finden wir über die Vespa crabro (Hornisse), die auch vorwiegend in der Homöopathie verwendet wird.

Die Symptome der Vespa vulgaris haben wir größenteils der „Synoptischen Referenz“ von Frans Vermeulen und der Homöopathie-Plattform „www.system-sat“ entnommen.

Formica rufa

copyright: Richard Bartz/Makro Freak

Das homöopathische Mittel Formica rufa wird aus der ganzen Waldameise hergestellt, das heisst auch aus der Ameisensäure, die sich in den Hinterleibsdrüsen der Ameise befindet. Sie ist Verteidigungsmittel und Orientierungshilfe zugleich.

Ameisen sind unermüdlich und ständig in Aktion. Sie bilden komplexe Ameisenstaaten, in denen jede Ameise weiss, was sie zu tun hat. Als Gruppe sind sie äusserst wehrhaft, als Individuum sind sie verloren. Sie können ein vielfaches an Gewicht schleppen.

Waldameisen bilden ein echtes Martriachat. Die Königinnen legen im März ihre Eier ab, aus denen nur Arbeiterinnen schlüpfen. Sind genug Arbeiterinnen vorhanden legt sie Eier aus denen entweder Männchen oder Weibchen schlüpfen. Die Arbeiterinnen werden nur einmal im Leben besamt und der Vorrat reicht ein ganzes Ameisenleben. Ob aus einer Larve eine Königin oder eine Arbeiterin wird entscheidet das hormonhaltige Futter welche die Larve bekommt. Die Männchen gibt es nur im Frühjahr und im Frühsommer. 

Ameisensäure wird bei rheumatischen sowie allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Hauterkrankungen bzw. Ekzemen verabreicht. Darüber hinaus wird sie zur Behandlung von Warzen angewendet.

Gemüt

Das homöopathische Mittel Formica rufa ist wie alle Insekten sehr erregt (wie nach Champagner) und verlangt nach Aktivität. Sie sind schnell, geistig beweglich, fleissig und stehen in großem Wettbewerb zu Anderen. Sie können exhaltiert und exentrisch sein. Die große Aktivität nimmt aber gegen Abend ab und sie werden faul. Sie sind fröhlich nach Schmerzen und haben eine Abneigung gegen Veränderungen. Sie können lange bei unangenehmen Begebenheiten in der Vergangenheit verweilen und haben Angst allein gelassen zu werden und um ihre Familie.

Sie träumen davon ein Architekt zu sein, wen wunderts, Ameisen sind wunderbare Baumeister.

Formica rufa wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Gelenke, Atmung, Harnwege, Haut

Causa:
Kälte, Feuchtigkeit, kaltes Baden, Verrenkung, Prellung, Verheben

Kopf
Neuralgische Kopfschmerzen, brennend und schießend, nach Waschen mit kaltem Wasser, verschlimmert durch Kaffee , besser durch Haarekämmen.

Bei den Kopfschmerzen knackt es im Ohr

sie steigen auf vom Hinterkopf und setzen sich fest über den Augen. Schmerz in der linken Schläfe, dann im Scheitel. Stirnkopfschmerzen erstrecken sich zum Hinterkopf. Gefühl als wäre das Gehirn zu groß und zu schwer, als platze eine Blase in der Stirn.

Kopfschmerzen begleitet von Magensymptomen.

Juckende Kopfhaut juckt

Haar fallen aus.

Schwellung um das Ohr , empfindlich und angeschwollen, stechende Schmerzen zum Ohr hin.

Formica ist eine bewährte Indikation bei Polypenbildung und kann diese verhindern.

Extremitäten

Haupteinsatzgebiete sind Gicht und Gelenkrheuma.

Die Gelenke sind knotig, steif und geschwollen.

Die Schmerzen wandern und verlagern sich relativ rasch.

Mattigkeit im ganzen Körper mit Schmerzen in allen Gliedern, Schwäche und Kraftlosigkeit der unteren Extremitäten. Die Muskeln schmerzen wie durch Überanstrengung, wie aus ihren Ansätzen gerissen.

Rheumatische Gelenkschmerzen treten plötzlich auf und sind mit Unruhe verbunden, die Patienten wollen sich bewegen, obwohl die Schmerzen dadurch schlimmer werden. Eine Besserung erfolgt meist nach Mitternacht sowie durch Druck und Reiben der Körperteile.

Die rechte Seite ist meist mehr betroffen als die linke.

Frostschauer ziehen die Wirbelsäule entlang.

Schweiße erleichtern nicht.

Die Beschwerden ausgelöst durch Kälte, Nässe, kaltes Baden, feuchtes Wetter.

Ein Mittel für Folgen von Verheben und Verrenkung.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Formica rufa:

Plötzlich auftretende rheumatische oder gichtige Schmerzen. Knoten, Steifheit und Schwellung der Gelenke, häufig ausgelöst durch Kälte und Nässe. Patienten wollen sich bewegen obwohl Bewegung verschlimmert.

Beschwerden mehr rechtsseitig.

Wärme, Reiben und Druck bessert.

Folgen von Verheben und Verrenken.

Schwäche der unteren Gliedmaßen.

Schnupfen und Nasenverstopfung, verhindert Polypenbildung in Nase und Ohr.

Kopfschmerz und Neuralgien.

Empfindliche Schwellung um das Ohr.

Brennende Magenschmerzen, verlagern sich zum Kopf hin

Übelkeit mit Kopfschmerz.

Ziehende Nabelschmerzen vor dem Stuhlgang.

Durchfall mit hellen schaumigen Stühlen.

Roter juckender und brennender Nesselausschlag, schlimmer durch kaltes Wasser.

Reichlicher Schweiß ohne Erleichterung.

Besserung der Beschwerden durch:
Druck, Wärme, Reiben

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Kälte, feuchtes Wetter, kaltes Wasser, Bewegung, vor Schneesturm

Sonstiges

Formica rufa kann in Betracht gezogen werden, wenn Apis mell. oder Rhus tox. indiziert erscheinen, aber keine Besserung bewirken.

 

Quelle: https://www.cysticus.de/klassische-homoeopathie/formica-rufa.htm

Electricitas

Elektrizität

Das Mittel wird aus mit Strom gesättigtem Milchzucker hergestellt. Elektrischer Strom fließt zwischen zwei Polen, von denen einer positiv und einer negativ geladen ist. Dabei entsteht eine Spannung, die die Elektronen als Ladungsträger auf ihrem Weg vom Minus- zum Pluspol freisetzen, und zwar gegen den Widerstand des Materials, das den Strom leitet. Auf der psychischen Ebene kann sich das so äußern, dass es dem Patienten wichtig ist, sich gegen Widerstand durchzusetzen und die eigene Individualität zu erhalten, oder dass er eine Empfindung von Fließen oder Getrieben- Werden hat (Bhawisha Joshi).

Allgemeine

Bei elektrisierten Personen kommt es oft zu einem Beben des ganzen Körpers, beginnend in

den Wangenknochen, Kribbeln in den elektrisierten Körperteilen und heftigem Brennen

anschließend Schwäche, Erschlaffung, Schmerz und Lähmung der erschütterten Körperteile

begleitet von Angst, Zittern und Ruhelosigkeit (Caspari, Murphy)

Gemüt

Starke nervöse Angst, nervöser Tremor, ruhelos, Furcht beim Herannahen eines Gewitters,

Gedächtnisverlust, macht Fehler in Bezug auf die Zeit, macht lächerliche Gesten, hysterisch oder

abgestumpft

Abdomen

Krampfartige schneidende Schmerzen, durchzuckende Stiche von links nach rechts, Auftreibung,

laute Geräusche

Völlegefühl im Magen, Übelkeit nach dem Essen, vermehrter Appetit zwischen den Mahlzeiten

Tenesmus im Rektum

Augen

Abgespanntheit, Trockenheit, Entzündung, heftig ziehende Schmerzen

Brust

Einschnürungsgefühl, beschleunigte oder schwache Atmung, Herzklopfen, stechend Schmerzen

vom Herzen quer über die Brust

Extremitäten

Steifheit, Paralyse besonders der Beine, Zittern, Schmerzen in alten Wunden, nächtliche

schießende Schmerzen, rheumatische Schmerzen, Schweregefühl

Haut

Jucken, Kribbeln, Hautausschläge, Quaddeln, Karbunkel, schwarze Verfärbungen

Kopf

Schmerz des Hinterkopfes wie geprellt oder reißend vom Nacken zur Stirn, schießend

Schmerzen, reißende durchzuckende Schmerzen in den Zähnen

Ohr

Schmerzen lancierend, pulsierend, Rötung, Hitze

Rücken

Kribbeln der Wirbelsäule, Brennen in den Schultern, durchzuckende oder ziehende Schmerzen

Schlaf

Starke Schläfrigkeit, tiefer Schlaf, oder Schlaflosigkeit

Schweiß

Vermehrt, vor allem nachts

Tungstenium metallicum

Tung-met. (schwedisch: schweres Metall), Wolfram

Tungstenium ist ein weißglänzendes sprödes Schwermetall mit hoher Härte und Festigkeit. Von allen Metallen besitzt es den höchsten Schmelzpunkt (3410°) und den zweithöchsten Siedepunkt (3555°) nach Rhenium. Verwendung: der Glühdraht in der Glühbirne, Schutzhülle von Atomreaktoren wegen der hohen Hitzeresistenz. Im Zweiten Weltkrieg wurden Wurfgeschosse aus Wolfram von der deutschen Wehrmacht eingesetzt.

Im Periodensystem der Elemente gehört Tungstenium (W) zur Goldserie mit dem Thema Macht, Verantwortung, Führung und es befindet sich in der sechsten Reihe, also im Stadium von Mut, Herausforderung, Tapferkeit

Charakteristika

Das Hauptthema von Tungstenium ist die Herausforderung, die trotz Gefahr angenommen wird (Rubrik: „Furchtlos trotz Gefahr“). Patienten, die dieses Mittel repräsentieren, sind voll und ganz verantwortlich, sie übernehmen gerne Führungspositionen, sie können Entscheidungen treffen und sie haben organisatorische und strategische Fähigkeiten. Sie fühlen sich wichtig, gar aristokratisch, geben aber nicht damit an. Oft findet man wie beim Gold selber auch eine tief verwurzelte Religiosität.

Tungstenium ist zudem ein wertvolles Mittel bei Schlaflosigkeit und Angst vor dem Feuer.

Allgemeinsymptome

Verlangen nach Aktivität

Destruktivität und Zerstörungswut

unempfindlich gegen Schmerzen

starke Beziehung zu Hunden „animalische Wut, möchte beißen und kämpfen“

empfindlich gegen Farbe, Geräusche und Licht – Photophobie

Schwäche, Nervosität und Ruhelosigkeit

Gefühl voll, schwer, aufgeblasen zu sein

Rucken, Zucken, Zittern

geistig verwirrt, vergesslich

Wahnidee, er sei getrennt, er sei groß gewachsen, er würde schweben

sehr warme Körpertemperatur, Tendenz zu hohem Fieber und Hitze

Kinder haben großes Interesse an Licht, Elektrizität, Kabeln, Steckdosen

Schwindel

Kopfschmerzen – drückend, dumpf und schießend, über dem rechten Auge

kalter Schweiß auf der Stirn

Sinusitis mit geschwollenem Gesicht

wässriger Fließschnupfen

wunder und schmerzender Hals

Augenbeschwerden – Akkomodationsstörungen, überempfindliches sehen,

Entzündungen, Glaukom

Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Arteriosklerose

Magenbeschwerden – Auftreibung, Schmerz nach dem Essen, besser durch Aufstoßen

Übelkeit durch den Geruch von Speisen

Probleme mit Hoden Eierstöcken – Entzündungen, Krebs, Orchitis, Steriliät, Amenorrhö

Knochenbeschwerden, Nekrosen, Entzündungen

Essensverlangen: Alkohol, Bananen, Brot, Kaffee, kalte Getränke, Lakritze, Mehlspeisen, Teigwaren, Obst, Salz und Süßigkeiten

Träume: von Hunden, Explosion, Feuer, Geheimnisse, gehen durch alte Ruinen, Kämpfe, Kriege

Besserung

Druck, Bewegung, Aktivität, im Freien, kalte Getränke, kaltes Wasser, Reiben

Verschlechterung

Dunkelheit, künstliches Licht, während Menses, Nüchternheit, Alkohol, Äpfel, Fett, Orangen,

Berührung, sitzen, Tabak, heißes Bad, bewölktes oder nasses Wetter, Wind, Sturm

nach Mitternacht, vor allem um fünf Uhr morgens

Musca domestica

Stuben- oder Hausfliege aus der Familie der Echten Fliegen – Muscidae.
Der Ausgangsstoff ist die ganze Fliege.

Die Stubenfliege kommt in der ganzen Welt vor, immer in Assoziation mit Menschen und Tieren. Sie lebt 6 bis 42 Tage, je nach Umweltbedingungen. Durch ihre Vorliebe für Schweiß, Kot und eiternde Wunden ist sie Überträger vieler Infektionskrankheiten, wie z.B. Ruhr, Typhus, Cholera, Salmonellose. Mithilfe ihres Speichels können sie so ziemlich alle Nährstoffe zersetzen und mit einem Rüssel  aufnehmen. Das Weibchen legt ca. 10 mal jährlich um die 150 Eier; hätte sie nicht so viele natürliche Feinde wie z.B. die Spinne, wäre die Anzahl der Fliegen nicht unter Kontrolle zu halten. Es gibt Ansätze die Larven der Stubenfliege als Proteinquelle für Tierfutter zu züchten.

Charakteristika
Wie die Fliege selbst hat das Mittel eine Vorliebe für faulende Substanzen, Kot und Müll, was sich in Träumen, aber auch in der Ausdrucksweise zeigt („Mist“, „Dreck“, „vergammelt“). Kinder, die dieses Arzneimittel brauchen, sind unglaublich ruhelos, und in ihrer Ruhelosigkeit sehr ungeschickt, sie stoßen sich überall an, schmeißen Sachen um und laufen ziellos durch die Gegend. Sie sind chaotisch, unordentlich und haben auch einen Hang zum Dreckigen, sie sind gern draußen, matschen gern rum und meistens kommen sie von oben bis unten schmutzig heim. Sie haben Probleme mit der Sauberkeitserziehung, einnässen und einkoten stört sie offensichtlich nicht. Die Kinder neigen zu Unfällen, das heißt ihre Wahrnehmung für Gefahren ist schlecht ausgebildet. Zusammen mit der mangelnden Konzentration, ihrem chaotischen Seelenleben und ihrer Rastlosigkeit sind die Kinder gefährdet und man muss auf sie besonders aufpassen.
Erwachsene, die die musca domestica benötigen, haben eventuell den Hang zum schmutzigen in einen übertriebenen Putzfimmel kompensiert.
Wie bei allen Tiermitteln ist die sexuelle Energie gesteigert, bei der Stubenfliege im besonderen gibt es einen starken Hang zum masturbieren und eine Vorliebe für Pornografie. Oft ist die sexuelle Identität verwirrt, sie können sich nicht richtig zwischen Homo- und Heterosexualität entscheiden.

Allgemeines
•  Verlangen nach Bewegung und Aktivität
•  Reizbarkeit und Aggressivität
•  Neigung zu Depressionen und Verunsicherung
•  Angst vor Unfall, anderen Menschen, Homosexualität, vor sexuellen  Übergriffen
•  Beklemmung in geschlossenen Räumen
•  Träume von Müll
•  Starke Rastlosigkeit
•  Konzentrationsmangel
•  Chaotisches, auffälliges Verhalten, Schulschwierigkeiten
•  Gefühl, ausgegrenzt zu werden, verlorenes Gefühl
•  Atemnot und hohl klingender Husten
•  überempfindlicher Geruchssinn, Wahrnehmungstäuschung bzgl. des Geruchssinns
•  Schweregefühl in den Knochen, manchmal abwechselnd mit Leichtigkeit
•  Herpes (sehr häufig)
•  Verstopfung
•  Verlangen nach Schokolade, Speck, Saurem, Bier

Modalitäten
schlechter: windiges, stürmisches Wetter, Kälte, Käse
besser: feuchtwarmes Klima, Wärme, Bewegung, Aktivität

 

 

 

Arum triphyllum

Aronstab, Zehrwurzel

Familie der Araceaen

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Veratrum album

VERATRUM ALBUM

Weißer Nieswurz, Weißer Germer, Brechwurz (Liliengewächse)

Die 100-150 cm hohe Nieswurz-Staude mit dick behaartem Stängel, die ganz fest durch kräftige Wurzeln in den Boden verankert ist, gehört zur Familie der Liliengewächse und kommt im Hochgebirge vor. Alle Pflanzenteile des mehrjährigen Nieswurz sind sehr giftig durch an Gehalt von Alkaloide. der mit steigender Höhe abnimmt. ZB. in einer Höhe von 700 m enthält eine Pflanze 1,5% Alkaloide, in Höhe von 2.500 m nur noch 0,2%. Tiere rühren die Weiße Nieswurz nie an.

Das Alkaloid Veratrin, die auch in Samen von Sabadilla (Mexikanisches Läusekraut) vorkommt, wird von Menschen als Insektenabwehr benutzt (auch gegen Kopfläuse).

Die Gallier benutzten den Saft der Nieswurz als Pfeilgift.

Alkaloide – aus arabisch “Pflanzenasche“(ca.400 Vertreter) sind natürlich vorkommende stickstoffhaltige Verbindungen. Das sind Produkte pflanzlichen Sekundärstoffwechsels, das heißt, dass sie nur als Selbstschutz verwendet werden(zB. Fressfeinde). Alkaloide sind meist giftig, haben einen bitteren Geschmack und wirken direkt auf den tierischen und menschlichen Organismus. Alkaloide sind zB. Nicotin, Coffein, Codein, Cocain, Morphin, die alle durch Extraktion aus Pflanzen gewonnen werden.

Alle Alkaloide schädigen die sensorischen Nerven, können durch die Haut und Schleimhäute aufgenommen werden, wo sie Entzündung verursachen. Die Haut muss zuerst mit kaltem Wasser, dann mit Seife abgewaschen werden. Durch Mundaufnahme entstehen Vergiftungssymptome, wie Brennen, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Kältegefühl, Kopfschmerzen, Muskelzuckungen, Wadenkrämpfe, Zittern, Sprächstörung, zum Schluss Tod durch Atemlähmung.

Indikation:

Heftigkeit der Symptome auf allem Ebenen

Infektion

Gastroenteritis

Kreislaufkollaps

Hitzekollaps

Krämpfe

Causa:

Vergiftung: Lebensmittel, Alkohol, Tabak, Opium

Infektion

Schock, Operationsschock

Hitze

Enttäuschung, enttäuschte Liebe

Verlust des gesellschaftlichen Status

Gekränkte Ehre

Körperliche Symptome:

Würgreiz, Erbrechen – trotzdem Hunger

Schwallartige Diarrhoe

Koliken, Bauch ist berührungsempfindlich

Durst auf kaltes Wasser und auf saueres Obst

Kreislaufkollaps, Frost mit kaltem Schweiß und Blaufärbung der Haut

Extreme Schwäche durch Erschöpfung

Psychische Symptome:

Unruhe, Melancholie, Stupor

Wut, Kleider zerreisen

Halluzinationen,

Religiöser und sexueller Wahn

Angst vor bevorstehendem Unglück

Geschwätzigkeit, laszives Reden, Unverschämtheit, Kritiksucht

Lügt, sagt nie die Wahrheit

Identitätskrise, Hochmut

Bedürfnis im Mittelpunkt zu stehen

Verschwenderisch mit Geld

Modalitäten:

Besser: essen von unreifen sauren Früchte, Eis, Speiseeis, kaltes Wasser (was bald erbrochen wird), gehen, Wärme

Schlechter: nachts, nasses Wetter, kaltes Wetter, Vernachlässigung,

Leitsymptome:

Kälte des ganzen Körpers mit kaltem Schweiß

Kollapsneigung, starker Kräfteverfall

Ausscheidungen vermehrt: Erbrechen, Diarrhoe, Schweiß, Speichel

Durst auf kalte Getränke

Ruhelosigkeit

Zerreisen Kleider

Sexuelle und religiöse Manie

Geschwätzigkeit, Besserwisserei

Hochmütigkeit, Einbildung “hochgestellte Person“

 

Coffea

Coffea

coffea arabica, coffea cruda, ungeröstete Kaffeebohnen, Familie der Rubiaceaen

gehört nach Sankaran zum tuberkulinischen Miasma

Die Urtinktur wird aus ungerösteten Kaffeebohnen hergestellt. Ursprünglich kommt der schwarze Kaffee aus Äthiopien (einstmals Abessinien) und gelangte von Arabien aus in die ganze Welt.

Toxikologie: Coffea mit dem Wirkstoff Coffein wirkt stark auf das Nervensystem. Es führt zu einer Vasokonstriktion und damit zu einer Mangeldurchblutung des Gehirns. Psychische und motorische Funktionen werden gesteigert. Im Extremfall krampfartige Zustände.

Bei einer akuten Coffeinvergiftung kommt es zu Tremor, Erhöhung der spinalen Revlexe, Aufgeregtheit, Agitiertheit, Ängste und Schlaflosigkeit.

Hauptindikationen:

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Trigeminusneuralgie, Zahnschmerzen, Zahnungsprobleme, Herzklopfen, Palpitationen, Erschöpfung, Erregung, Panikattacken, Unruhe, Kaffeemißbrauch, Folgen von Alkohol und Nikotin, generell bei großer Schmerzempfindlichkeit.

Psyche

Es besteht eine große geistige und körperliche Hyperaktivität, die Patienten erscheinen überdreht, sie haben viele Pläne, Ideen, Theorien, sind kreativ, sie haben eine schnelle Auffassungsgabe, sie können kaum abschalten und finden so auch schlecht Schlaf. Sie reagieren äußerst sensibel auf ihre Umwelt, vor allem freudige Ereignisse können gesundheitliche Schwächen auslösen (siehe Hauptindikationen). Alle Stimulationen des Nervensystems können Symptome auslösen, besonders empfindlich sind Coffea-Patienten auf Lärm und Berührung.

Kopf

Kopfschmerzen durch Lärm, durch Geräusche, „als würde ein Nagel in den Kopf getrieben“.

Trigeminusneuralgie eher rechtsseitig, schlimmer durch Aufregung, Zahnschmerzen

Mund

Zahnschmerzen, die sich bessern, wenn man kaltes Wasser im Mund behält, Zahnschmerzen, die bis in die Fingerspitzen ausstrahlen

Brust

Abmagerung der weiblichen Mammae, Herzklopfen durch Erregung

Weiblich

Dysmenorrhö, überempfindliche Vulva und Vagina, wollüstiges Jucken

Schlaf

Schlaflosigkeit durch Erregung, Schlaflosigkeit durch immer dieselben wiederkehrenden Gedanken, träumt vom Tod einer Freundes

Extremitäten

Handschweiß bei freudigen Überraschungen, Neuralgie des Nervus femoralis

Besserung

Wärme, Ruhe, liegen, Schlaf , kaltes Wasser im Mund bei Zahnweh

Verschlechterung

Geräusche, Lärm, Musik, Gerüche, Geschmack, kaltes und windiges Wetter, Alkohol- und Drogenmißbrauch, Überessen und zuviel Kaffee, jegliche, vor allem freudige Aufregung.

 

Arsenicum album

Arsenicum album

Arsen ist ein hochgiftiges Halbmetall, das z.B. bei verschiedenen Legierungen, in der Elektronik, als Schädlingsbekämpfungsmittel oder in der Pharmazie zur Anwendung kommt.

In der Geschichte ranken sich viele Mythen um Arsen, mit dem wohl Herzoge, Könige und Päpste vergiftet und aus dem Weg geräumt wurden. Jedenfalls konnte man bis ins 19. Jahrhundert eine Vergiftung oder Tod mit Arsen nicht nachweisen. In der Homöopathie ist es ein großartige Heilmittel, vor allem dann wenn wir ein Symptom-Kombination von Angst, Ruhelosigkeit, Schwäche und Erschöpfung vorfinden. Die Patienten haben starken Durst auf häufige und kleine Schlucke. Als Akutmittel kommt es häufig bei Allergien, Erkältungen, Magen-  und Darmerkrankungen mit Erbrechen und Durchfall sowie Nahrungsmittelvergiftungen, zur Anwendung.

Charakteristische Symptome und Anwendung in der Homöopathie ab D12:

• Ängstliche Ruhelosigkeit bis zu Panikattacken, bes. nachts, Mitternacht
• Äußerst anspruchsvoll, sehr ordentlich und gewissenhaft, will alles unter Kontrolle haben
• Großer Durst auf häufige kleine Schlucke
• Große Schwäche mit Ruhelosigkeit
• Furcht allein zu sein, vor dem Tod und vor Krankheiten
• Kälte des Körpers mit Hitze des Kopfes
• Erbrechen mit Durchfall gleichzeitig (Magen-Darm-Grippe) mit Ruhelosigkeit und Kältegefühl
• Schwellung unter den Augen
• Brennende, spärliche und ätzende Ausscheidungen (z.B. Schnupfen, Augensekret)
• Periodische Beschwerden (z.B. bei Kopfschmerzen)
• Juckende Haut auch ohne Hautausschlag, kratzt bis es blutet
Modalitäten:
• Schlimmer: nach Mitternacht, 0:00 Uhr bis 3:00 Uhr, flach liegen, kalte Getränke, Kälte jeder Art
• Besser: Wärme jeder Art, heiße Anwendungen