Ipecacuanha

Ipecacuanha (Brechwurzel)

Die Brechwurzel wirkt besonders auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes, auf die Luft- und Atemwege und Nerven. Im Vordergrund der Beschwerden stehen meist starke Übelkeit und Erbrechen. Übelkeit und Erbrechen sind die Hauptkennzeichen dieser Arznei, die man auch bei Erkrankungen anderer Organsysteme vorfindet. Weiterhin finden wir bei diesem Mittel eine starke Blutungsneigung. So kann es z.B. zu heftigen Blutungen aus der Nase, der Scheide oder aus anderen Körperöffnungen kommen. Besonders die Kombination von Übelkeit, Erbrechen und Blutungsneigung sind ein fast sicherer Hinweis für diese Arznei.

Charakteristika

  • Starke, ständige Übelkeit
  • Übelkeit und Erbrechen. Auch durch Erbrechen wird die Übelkeit nicht gebessert
  • Starker Speichelfluss
  • Übelkeit ist so stark, dass Patient handlungsunfähig ist
  • Starke Übelkeit, dabei ist die Zunge sauber oder nur leicht belegt
  • Asthmatische Bronchitis, Keuchhusten, Husten bei Kinder. Husten ist so heftig, dass es zu einem starken Würgereiz oder zum Erbrechen von weißem Schleim oder Mageninhalt kommt.
  • Krampfartiger Husten, mit Steifheit. Das Kindes ist ganz blass oder blau im Gesicht und hat starke Atemnot.
  • Erstickungsgefühl durch oder beim Husten
  • Blutungen aus allen Körperöffnungen (Mund, Nase, Gebärmutter, After)
  • Hellrote Blutungen
  • Schwäche nach Menstruation durch starke Blutungen
  • Beschwerden durch Essen vom fetten Speisen, Torten, Schweinefleisch und Süßigkeiten
  • Stuhlentleerungen sind grasgrün, teerartig, wie schaumige Melasse

Modalitäten

Verschlechterung: Wärme (warm feuchtes Wetter, warme Räume), Überessen (schwerem, fetten Essen), periodische Verschlechterung, kalte Nächte nach warmen Tagen

Besserung: frische Luft

Ignatia amara

Ignatia amara (Ignatiusbohne, Ignazbohne)

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Hypericum

Hypericum (Johanniskraut)

Das Johanniskraut ist ein Mittel bei Verletzungen, insbesondere für Verletzungen der Nerven und des Rückenmarks. Das Erkennungszeichen von Hypericum sind die stechenden und schießenden Schmerzen. Das Arnica der Nerven.

Verletzungen

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Hepar sulfuris

Hepar sulfuris (Kalkschwefelleber)

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Gelsemium sempervirens

Gelsemium ist eine gelb blühende Pflanze, die im Süden heimisch und sehr giftig ist. Besonders wirksam ist die Rinde der Wurzeln. Diese Pflanze enthält das Alkaloid Gelsemin, das eine narkotische Wirkung hat und teilweise an Stelle von Opium verwendet wurde. Bei Vergiftungen mit dieser Pflanze sind Lähmungen die hervorstechenden Symptome. Hauptangriffspunkt des Arzneimittels ist das Nervensystem. Es erzeugt in erster Linie eine Schwäche und Zittern, welche sich körperlich, geistig und seelisch bemerkbar macht, wie zb. bei Lampenfieber. Die Lähmungen können verschiedene Muskeln betreffen, sind aber besonders häufig bei den Augenlidern zu beobachten. Akute Erkrankungen wie z.B. eine Grippe, gehen oft einher mit einer Schwere der Augenlider, starker Schwäche, Zittern, Frostschauer und Kopfschmerzen.

Charakteristika

  • Beschwerden durch starke Gemütsbewegungen, besonders Schreck, Erregung des Gemüts z.B. durch schlechte Nachrichten, unangenehme Überraschungen, Lampenfieber
  • Zittern durch Schwäche
  • Schwere der Augenlider kann sie kaum öffnen, fallen immer wieder zu
  • Lampenfieber z.B. bei Prüfungen oder öffentlichen Auftritten
  • Beschwerden durch Erwartungsspannung (Speziell Diarrhoe )
  • Frostschauder den Rücken herauf und herunter
  • Heftigste Kopfschmerzen vom Hinterkopf zur Stirn, über den Augen – Besserung durch Urinieren
  • Furcht das Herz könne aufhören zu schlagen, wenn man sich in Bewegung hält
  • Durstlosigkeit (vor allem während Fieber)
  • Doppeltbilder während Kopfschmerzen
  • Furcht zu fallen bei Kindern die im Bett liegen
  • Matt, apathisch, Schwierigkeiten zu Denken. Verlangen alleine zu sein

Modalitäten

Verschlechterung: Gemütsbewegungen, Furcht bes. vor Prüfungen, Frühlingswetter, Rauchen von Tabak

Besserung: Reichliches Urinieren, Nach-vorn-Beugen

 

Heuschnupfen und Homöopathie

Heuschnupfen und Homöopathie

Die Sonne scheint, die Pflanzenwelt trägt ihr frisches Grün, der Lenz ist da, die Vögel zwitschern. Doch ca. jeder Fünfte kann sich daran nicht so richtig erfreuen. Kaum der Tristesse des Winters entschlüpft, beginnt für sie eine quälende Jahreszeit. Sie leiden unter Heuschnupfen. Die Augen tränen, die Nase läuft oder ist verstopft, Ohren und Gaumen jucken, Niesanfälle, das alles verleidet den Genuss der erwachenden Pflanzenwelt.

Der Heuschnupfen, auch allergische Rhinitis genannt, gehört zu den atopischen Erkrankungen. Der Begriff „Atopie“ (aus dem Griechischem, bedeutet „Ortlosigkeit“ oder „nicht zuzuordnen“) beschreibt die Neigung auf eine harmlose Substanz der Umwelt, wie zum Beispiel Hausstaub oder Pollen, mit einer Überempfindlichkeitsreaktion zu antworten, eine sozusagen überschießende Immunreaktion, bei der fremde jedoch harmlose Antigene zerstört werden.

Die Ursachen hierfür sind nicht wirklich geklärt. Interessanterweise gab es in der ehemaligen DDR weit weniger Allergien als in der BRD, nun aber, nach der Öffnung 1989 gibt es kaum noch Unterschiede. Was könnte der Grund sein? Umweltverschmutzung, Zunahme der Hygiene, Impfungen (in der DDR wurde sehr viel weniger geimpft), psychische oder gesellschaftliche Faktoren? In Ländern der Dritten Welt gibt es so gut wie keine Allergien, jedenfalls bislang nicht. Nur eines lässt sich mit Sicherheit sagen, es gibt eine genetische bzw. familiäre Disposition zu allergischen Erkrankungen. Bei Eltern, die beide an Heuschnupfen, einem allergischen Ekzem oder an Asthma leiden, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass die Nachkommen auch eine Erkrankung aus dem atopischen Formenkreis bekommen.

Die Erkrankung ist nicht zu unterschätzen. Der Augsburger Facharzt Andreas Hellmann, Experte für Allergologie, sagt in einem Interview in der SZ vom 13. April d.J., dass die ersten Allergiker Mitte Dezember schon in der Sprechstunde erscheinen und die Zeit des Pollenfluges seither ununterbrochen anhält, bis voraussichtlich in den Oktober. Das bedeutet für viele Menschen eine enorm lange Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität: Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit und vor allem herabgesetzte Leistungsfähigkeit. Dass zum Beispiel das Abitur in die Hoch-Zeit der Allergie fällt, ist für viele Schüler ein enormes Problem.

Was kann nun die Homöopathie leisten? Wie bei jeder chronischen Erkrankung sollte tunlichst ein gutes Konstitutionsmittel gefunden werden. Falls man ein solches hat, kann man diese Arznei in der Zeit des Pollenfluges in einer niederen Potenz, z.B. in der C 6, täglich einnehmen. Ansonsten gibt es eine Reihe von sehr wirksamen Akutmitteln, die zu relativer Beschwerdefreiheit führen sollten.
Ein paar der wichtigsten sollen hier bezüglich der Heuschnupfensymptomatik beschrieben werden:

Allium cepa (Liliaceae)

Nase: Reichliche, wässrige, wundmachende, brennende Absonderungen. Verschlechterung des Schnupfens im warmen Zimmer und am Abend, beim Zubettgehen. Besserung im kalten Zimmer und im Freien.
Augen: milder, reichlicher Ausfluss, besonders am Abend. Die Augen brennen wie durch Rauch, Lichtempfindlichkeit, Verlangen die Augen zu reiben.
Atemwege: also ob im Kehlkopf etwas losgerissen würde, also ob bei jedem Hustenstoß ein Haken durch den Kehlkopf gezogen würde.

Aralia (Aralicea)

Nase: niesen durch geringsten Luftzug mit reichlichem, ätzendem, wässerigem Schleim, salziger und scharfer Geruch des Schleimes. Die Nasenmuscheln sind wund und schmerzhaft, Verstopfung der Nase.
Atemwege: Asthma bald nach dem Hinlegen oder aus dem ersten Schlaf heraus, Krampf und Kitzelhusten vor Mitternacht, Verschlechterung beim Hinlegen. Trockenes und keuchendes Atmen. Es besteht ein Wundheitsgefühl, Rauheit und Brennen hinter dem Brustbein und ein Fremdkörpergefühl im Hals.

Arum triphyllum (Araceae)

Nase: Schmerzen an der Nasenwurzel, empfindliches, rohes Gefühl der Nasenlöcher, schmerzhaftes Kitzeln in der Nase, sehr scharfe und ätzende Nasenabsonderung oder die Nase ist so verstopft, dass man nur durch den Mund atmen kann. Bohren und zupfen in der Nase.
Augen: reichlicher und milder Tränenfluss, Zucken der oberen Augenlider.
Atemwege: Kitzelhusten vom Schleim in der Trachea, Verschlechterung beim hinlegen, asthmatisches Atmen. Rohes Gefühl am Gaumen, Lippen und weicher Gaumen sind aufgesprungen, der Hals ist zusammengezogen und geschwollen und brennt, Heiserkeit und ständiges Räuspern

Arundo mauritanica (Gramineae)

Nase: Fließschnupfen, Geruchsverlust, viel Niesen, beim Niesen Stichschmerzen in der Lebergegend, die Nasenwurzeln schmerzen und manchmal ein Geschwür unter der geröteten Nase.
Auge: starke Lichtempfindlichkeit mittags und abends, die Augen jucken und brennen, vor allem links.
Atemwege: Der Heuschnupfen beginnt mit Brennen und Jucken des Gaumens und der Augenbindehaut. Ohrenjucken und Gaumenjucken sind wichtige Symptome.

Euphrasia (Scrophulariceae)

Nase: morgens vermehrter Fließschnupfen, milde Absonderung. Verschlechterung des Schnupfens nachts, beim Liegen und im Freien
Augen: Reichlicher, beissender, wässriger Tränenfluss, die Augen tränen fortwährend. Brennen und Jucken der Augen, Empfindlichkeit gegen kalte Luft und Wind, Augenschmerzen im Freien, schneidende Schmerzen, die in den Kopf ausstrahlen, Staubgefühl, auch heftiges Jucken zwingt zum Reiben und Zwinkern.
Atemwege: Husten mit reichlicher, loser Expektoration, erschwerte Atmung, Heuschnupfen mit Verschlimmerung tagsüber und morgens beim Umhergehen, Besserung beim Liegen.

Sabadilla (Liliaceae)

Nase: krampfhafte Niesanfälle mit laufender Nase, Heuschnupfen mit schlimmen drückenden Kopfschmerzen. Der Schnupfen bessert sich im warmen Zimmer und durch Einatmen von warmer Luft. Starke Geruchsempfindlichkeit gegen Blumen und gegen Knoblauch.
Augen: Die Augenlider sind rot und brennen, brennender Tränenfluß , vor allem in frischer Luft.
Atemwege: asthmatische Form des Heuschnupfens, Gefühl, als ob Haut lose im Hals hinge, trockenes Gefühl in Hals und Rachen, ständiges Bedürfnis zu schlucken.

Sanguinaria (Papaveraceae)

Nase: viel niesen, scharfe und wässrige Nasenabsonderung, brennen in der Nase, auch im Hals, scharfer Schleim in der Nase, der Brennen im Rachen verursacht. Nasenpolypen. Überempfindlichkeit gegen Blumen und Gerüche.
Atemwege: Schlimme Atemnot und Zusammenschnürung der Brust. Druck, Schmerz und Wundheit im oberen Brustteil, keuchender, pfeifender Husten mit Atemnot. Der Husten ist schlimmer nachts, hört nicht auf, bis man sich im Bett aufsetzt. Asthma mit Magenstörung. Während der Bronchialsymptome Brennen von Handflächen und Fußsohlen und umschriebene Wangenröte.

Sticta (Stictaceae)

Nase: Völlegefühl an der Nasenwurzel, Prickeln in der rechten Nasenseite, Geruchsverlust, dumpfer, schwerer Druck in der Nasenwurzel mit katarrhalischem Kopfschmerz, dauerndes Verlangen die Nase zu putzen, was aber keine Erleichterung bringt. Trockene Krusten in der Nase, besonders am Abend und in der Nacht.
Augen: Brennen und Schmerzhaftigkeit der Augäpfel, Brennen in den Augenlidern.
Atemwege: Prickeln in der Luftröhre ruft schweren, trockenen, quälenden Husten hervor, Schmerz durch den Brustkorb vom Brustbein zur Wirbelsäule. Trockener Reizhusten während der Nacht, Verschlechterung beim Einatmen, morgens ist der Husten locker.

Wyethia (Compositae)

Atemwege: Heuschnupfen, der sich vor allem im Jucken der Choanen äußert. Ständiges Räuspern, trockenes Gefühl hinten am Gaumen, Versuch, sich durch Husten von etwas zu befreien, der Hals fühlt sich geschwollen an. Ständiges Verlangen, Speichel zu schlucken, um die Trockenheit zu lindern.

Was Träume verraten

Was Träume verraten

Was fangen wir mit Träumen an, welche Bedeutung hat er für das Verständnis des Patienten, wie ist er zu interpretieren und welche Rolle spielt dieser Traum für die Wahl des homöopathischen Arzneimittels. Hierzu nun erstmal einige Anmerkungen über den Umgang und die Bedeutung von Träumen aus der Schlafforschung und der Psychologie.

Die moderne Traumforschung versteht Träume heute als psychisches Erleben im Schlaf, das geprägt ist von visuellen und akustischen Wahrnehmungen. In diesem Bewusstseins-Zustand treten die kognitiven Fähigkeiten wie begriffliches Denken und kausal-logisches Erinnern in den Hintergrund. Eine Differenzierung zwischen dem psychischen Erleben und der körperlichen Sinneswahrnehmung ist dabei weitgehend aufgehoben. Unterteilt man die Träume nach dem Inhalt des Traumes, so gibt es hauptsächlich drei verschiedene Arten von Träumen:

  • Alltagsträume: wir verarbeiten Dinge im Traum die wir am Tag erlebt haben, von Arbeit, Alltäglichem, was wir gelesen, gelernt haben etc. Diese Träume sind ein Beitrag zur Alltagsbewältigung.
  • Wunsch und Phantasie Träume: Träume von Dingen die wir uns tief innerlich wünschen, die aber vielleicht im Widerspruch zu gesellschaftlichen Konventionen stehen. Hierzu zählen z.B. sexuelle Träume, visionäre Träume.
  • Ängste und Befürchtungen: Träume z.B. über der Tod oder den Verlust von nahe stehenden Personen.

Wir träumen in allen Phasen des Schlafs, erinnerlich sind uns die Träume jedoch nur wenn wir in den REM-Phasen (= rapid eye movement – Schlafphase mit schnellen Augenbewegungen bei geschlossenen Augenlidern) erwachen. Träume spielen in der Menschheitsgeschichte seit Tausenden von Jahren eine große Rolle. Sei es in den Schilderungen der Bibel im Alten und Neuen Testament, beim Orakel, der Mythologie oder in den Behandlungen bei den ersten großen Ärzten des Altertums, beim Tempelschlaf. Immer ging es um die zentrale Frage, die Botschaft, die Bilder aus den Träumen zu deuten oder zu verstehen, um unerklärliche Phänomene für den Menschen zu erklären oder daraus Schlussfolgerungen für die Zukunft zu ziehen. Bei den Naturvölkern, wie z.B. den Zaparas in Amazonien, sind Träume „die andere Seite der Wirklichkeit.“

Welche Bedeutung kommt den Träumen in der homöopathischen Behandlung zu? Träume können tiefe innere Ängste, Phantasien, Themen offenbaren, die dem Bewusstsein nicht zugänglich sind. Im Traum kann auch ein unbewusster Konflikt oder ein tiefes seelisches Trauma zum Ausdruck kommen. Dies ist oftmals bei den Wiederholungsträumen der Fall, wie sie z.B. häufig bei Missbrauch vorkommen. Berichtet ein Patient von einem Traum, so ist es für mich immer wichtig zu fragen, welches Gefühl er im Traum oder beim Erwachen aus dem Traum hatte. Fühlte sich der Patient zum Beispiel bedroht, hilflos oder alleingelassen und taucht dieses Gefühl im Laufe der Anamnese auch bei Erzählungen aus seinem Leben wieder auf, so ist dies eine Bestätigung für mich, dass der Traum ein tiefes inneres Gefühl zum Ausdruck bringt. In diesem Fall würde ich zum Beispiel nicht so sehr den Trauminhalt berücksichtigen sondern mehr das innere Gefühl in den Vordergrund stellen. Grundsätzlich kann man sagen, dass Träume ein Ausdruck der Individualität des Patienten sind. Sie können ein wichtiger Aspekt, ein kleines oder bedeutendes Mosaik im Erfassen und Verstehen des individuellen Krankheitsbildes des Patienten sein. Denn gerade darauf zielt die homöopathische Behandlung ab: das individuelle „Muster“ des Patienten zu erkennen und mit diesen Informationen das homöopathische Heilmittel herauszuarbeiten, was diesem am ehesten entspricht. Als Homöopath arbeiten wir wie ein Kommissar bei der Aufklärung eines Verbrechens. Wir berücksichtigen Symptome aus dem körperlichen, dem allgemeinen, dem emotionalen und dem geistigen Bereich. So wie ein Kommissar sich nicht ausschließlich auf das Alibi, ein Motiv oder Indizien kapriziert, sondern alle Informationen zu einem „Bild“ zusammensetzt, um den Täter dingfest zu machen.

Wenn wir die Traumsymptome direkt im homöopathischen Repertorium (Nachschlagewerk mit Auflistung vieler Symptome und den entsprechenden homöopathischen Arzneimitteln) nachschlagen, finden wir in den Rubriken z.B. Träume hartnäckig, Träume unangenehm oder auch Träume von körperlicher Anstrengung, überall das homöopathische Arzneimittel Natrium muriaticum. Eines der Charakteristika von Natrium muriaticum auf der emotionalen Ebene ist, das sie sehr verletzlich sind. Weil sie so empfindlich sind, werden sie oft verletzt, verschließen sich, werden eng, ziehen sich zurück, können Kontakt nicht ertragen. Sie verweilen in der Vergangenheit, halten an vergangen Kränkungen, Kummer und Demütigungen fest. Meist sind diese Menschen sehr verantwortungsbewusst, gewissenhaft und zeichnen sich aus durch ein ausgeprägtes Pflichtgefühl. Auch die Träume können ein trauriges Thema zum Inhalt haben, immer wieder dasselbe Thema beinhalten von Gefangennahme oder Selbstvorwürfen handeln. Hier können wir erkennen, dass die Träume auch den tiefen inneren Konflikt widerspiegeln und in eine bildhafte Sprache bringen.

Beeindruckend an Träumen ist für mich, dass durch die Heilkraft des homöopathischen Arzneimittels sich das „Drehbuch“, das Handeln im Traum verändern kann. Die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels kann manchmal so tiefgreifend und bis in die Schichten des Unbewussten durchdringen, dass die Patienten selbst im Traum – und auch im alltäglichen Leben – eine Veränderung und Befreiung erleben. So betrachtet hat der Prozess der Genesung, der Gesundung immer auch etwas damit zu tun, eine weitere Option, eine weitere Möglichkeit zu haben und sich von den festgefahrenen Muster zu lösen und eine größere innere Freiheit zu entfalten.

 

Ferrum phosphoricum

Ferrum phosphoricum (Eisen-phosphat, FePo4, Phosphorsaures Eisen)

Ursprung

Eisen ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Fe (lat: ferrum) und der Ordnungszahl 26. Es zählt zu den Metallen, ist (mit Nickel zusammen) Hauptbestandteil des Erdkerns und erzeugt das Erdmagnetfeld. Es ist ein essentielles Spurenelement für fast alle Lebewesen. Auch Eisen- phosphat, ein Salz aus der Verbindung des Kations Eisen und des Anions Phosphor, ist für alle Zellen im Körper wichtig, vor allem für die roten Blutkörperchen.
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Dulcamara

Dulcamara (Solanum dulcamara, Bittersüß)

 

Botanik

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Drosera rotundifolia

Drosera rotundifolia (Rundblättriger Sonnentau)

Der Sonnentau hat sein Hauptwirkungsspektrum im Bereich der Atmungsorgane (Kehlkopf, Bronchien und Lungen). Durch eine Reizung des Atemtraktes kommt es zu Anfällen von einem heftigen, trockenen, spastischen Reizhusten, die schnell aufeinanderfolgen. Es ist daher eines der wichtigsten Mittel bei Keuchhusten, Pseudokrupp (falscher Krupp) oder bei Asthma. Die Hustenanfälle können einhergehen mit Atemnot, Erbrechen oder Nasenbluten.

Charakteristika

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