Yohimbinum

Rinde des Yohimbe-Baumes, Pausinystalia yohimbe, Familie der Rubiaceae

Yohimbinum kommt in der Rinde des Yohimbe-Baumes und in einigen Schlangenwurzeln, z.B. der Rauwolfia, vor und gehört zu der Gruppe der Indolalkaloide. Yohimbine-Bäume kommen in Westafrika vor, vor allem im Kongo und in Kamerun; sie sind immergrün und werden bis zu 30 Meter hoch.
Yohimbinum gibt es noch als lose Teedroge in Apotheken; Extrakte, die früher Hauptbestandteil von Aphrodisiaka („Sexanorma“) waren, wurden von der Kommssion E (Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) vom Markt genommen, da das Verhältnis von Nutzen und Nebenwirkung negativ war.

Toxikologie
Die Vergiftungssymptomatik bei Überdosierung reicht von Hitzegefühlen, Unruhe, Angst, Reizbarkeit bis zu Halluzinationen und Verwirrtheit; es wird auch von flashbacks nach post-
traumatischem Belastungssyndrom berichtet.

Yohimbinum ist ein sykotisches Arzneimittel

Leitsymptome:
● Hitzegefühle
● Nervosität
● Erektionsstörungen

Allgemeinsymptome
● Erregungszustände mit Zittern und „fliegender Hitze“
● Reichlicher metallisch schmeckender Speichelfluss
● Übelkeit und Aufstoßen, fehlender Appetit
● Akute und chronische Entzündungen der Bauchorgane
● Hämorrhagie im Darm und Blutung aus dem Anus
● Harnröhrenentzündung
● Versagende Ejakulation und Erektion
● Starke und anhaltende Erektionen
● Blutandrang in den männlichen und weiblichen Genitalien
● Versiegen der Muttermilch, kann die Milchbildung stimulieren
● Schlaflos durch Gedankenandrang
● Schweiß bei geringer Anstrengung
● Neurologische Beschwerden des Zentralnervensystems

Modalitäten
> nach Schlaf
< sexuelle Erregung
< beim Stuhlgang

Caladium

Caladium seguinum

Bei Caladium seguinum, dem Schweigrohr, handelt es sich um ein Aronstabgewächs. Die aufrechten runden Stängel kommen aus dem dicken Wurzelstock und die dunkelgrünen länglichen Blätter bilden eine Spitze und erinnern an die Form eines Herzens. Sie werden durchzogen von weißen Punkten und können ca. 30 cm lang werden. Die Früchte sind von orangeroter Farbe und haben die Größe einer Erbse. Man findet Caladium seguinum auch in heimischen Gärten. Ursprünglich wächst es aber in Westindien, Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika an Seen und Flüssen.

Seguinum heißt übersetzt „schierlingsartig“ und das bedeutet, dass es sich hier um eine giftige Pflanze handelt. Im Handel wird sie häufig als „Diefenbachia seguine Schott“ bezeichnet.

Allgemeines

Pruritus vulvae durch Würmer, in der Schwangerschaft und im Klimakterium

Furcht vor Verletzung ( auch beim rasieren )

Furcht vor ansteckenden Krankheiten

Große Vergesslichkeit ( durch übermäßiges Rauchen )

Geistige Anstrengung verursacht Ohnmacht

Erwacht durch das geringste Geräusch

Schwindelgefühl wie Balancieren

Gefühl wie von einem Wurm im Darm

Kribbelndes Gefühl im Gesicht

Verlangen nach warmen Getränken obwohl diese verschlechtern

Tabakentwöhnung

Sexuelle Störungen des Mannes

Die Störungen können nach Tabakmissbrauch, sexuellen Ausschweifungen, Masturbation oder nach Gonorrhoe auftreten.

Die Patienten werden depressiv und eifersüchtig. Häufig verspürt der Patient zu Beginn ein übermäßig starkes sexuelles Verlangen, dem aber ein massiver Abfall der geschlechtlichen Funktionsfähigkeiten folgt. Das bede

utet, dass der Penis bei Erregung erschlafft und somit während der sexuellen Handlung trotz Zärtlichkeiten weder ein Erguss noch ein Orgasmus möglich ist. Nächtliche Samenergüsse sind möglich im Halbschlaf bei vollkommen schlaffem Penis. Der Patient hat sexuelle Gedanken ohne Erektionsfähigkeit. Männer mit lüsternen Gedanken, die Frauen auf der Straße mit Blicken ausziehen, einen Samenerguss verspüren aber impotent sind. Die Haut des Skrotums ist dick

, die Eichel kann sehr rot sein und die Organe sind schlaff, kalt und schwitzen.

Modalitäten Verschlechterung: Bewegung, Geräusche, Tabak Besserung: kühle Luft, kurzer Schlaf, nach Schwitzen

Agnus castus

Der Mönchspfeffer auch Keuschbaum genannt, da er angeblich den Geschlechtstrieb vermindern soll, gehört zur Familie der Lippenblütler. Der Strauch sieht dem Hanf sehr ähnlich und steht bevorzugt an Bächen und Flüssen auf feuchtem Untergrund. Agnus Castus kann eine Größe von bis zu vier Metern erreichen. Die Zweige sind von hellbrauner Farbe und die Blätter erinnern in ihrer Anordnung an einen Stern mit fünf- bis sieben Zacken. Die kleinen Blüten können lila, rosa, weiß oder blau sein und blühen im Juli und August. Die griechische Göttin Hera – geboren unter einem Keuschbaum – traf sich einmal im Jahr mit ihrem Ehemann Zeus unter einem derartigen Baum. Um ihre Jungfräulichkeit danach zu erneuern, badete sie im Imbrasos. Im Mittelalter wurden in den Klostergärten auch Pflanzen angesetzt, die den Geschlechtstrieb verringern sollten. Deshalb nahmen die Mönche die scharf schmeckenden Samen des Mönchspfeffers zur Würzung ihres Essens und um der weltlichen Liebe besser widerstehen zu können.

Das homöopathische Mittel Agnus Castus fördert die Gelbkörperhormon-Bildung bei Frauen und senkt den Testosteron-Spiegel bei Männern. Diese Wirkung auf sexuelles Verlangen und Spermienproduktion erklärt die seit vielen Jahrhunderten plausible Wirkung als Anaphrodisiakum. Allgemeines Angst und Verzweiflung um die Gesundheit Vorahnung des bevorstehenden Todes Milch schießt nicht ein oder versiegt nach der Entbindung Erweiterte Pupillen Hysterisches Herzklopfen mit Nasenbluten Stuhl ist weich, schmierig, schlüpft zurück Ängstlicher Gesichtsausdruck Verfall des Organismus nach Exzess ( Schlafmangen, Sex, Drogen etc. ) Prämensstruelle Beschwerden Sterilität, Amenorrhoe, Hypermenorrhoe, Leukorrhoe Eingebildete Gerüche ( Hering, Moschus ) Herabhängendes Gefühl der Gedärme Hartnäckiges Jucken aller Körperteile besonders um die Augen herum Sexuelle Störungen des Mannes Trotz starker sexueller Erregung kommt es zur Impotenz, die sich in der Unfähigkeit während des Geschlechtsaktes die Erektion beizubehalten, ausdrückt. Der Penis wird kalt und schlaff und die Hoden sind kalt, hart, schmerzhaft und geschwollen. Vorzeitige Ejakulation sowie Impotenz nach chronischem Harnröhrenausfluß, vorangegangenen excessiven sexuellen Ausschweifungen oder mehrmaliger Infektion mit Genorrhoe sind weitere mögliche Indikationen für Agnus Castus. Es kann zur Pollution beim Stuhlgang und beim Gehen kommen sowie zur Spermatorrhoe. Modalitäten Verschlechterung: Bewegung, Berührung, warme Räume Besserung: in frischer Luft

Selen

Allg.:

Selenium Selen ist ein metallartiges Element aus der 4.Reihe (Eisenreihe) und 16.Gruppe (wie Sauerstoff, Schwefel und Tellur) des Periodensystems mit der Ordnungszahl 34. Es kommt meist gebunden in Verbindung mit Schwefel vor, in Erzen von Metallen wie Eisen, Blei, Silber und Kupfer. In geringen Mengen kommt es in seltenen Mineralien vor wie Clausthalit oder Naumannit. Industriell gewinnt man es bei der elektrolytischen Kupfer- und Nickelherstellung aus dem Anodenschlamm. Benannt ist es nach Selene, dem Mond, die Farbe ist rot oder grauschwarz, die Form amorph, kristallin oder metallisch. Das Element kann in seiner metallischen Form Licht in Elektrizität umwandeln, was in photoelektrischen Zellen und Solarzellen genutzt wird, und es erzeugt elektrischem Strom in Generatoren und Dynamos. Auch wird es zur Rot-oder Schwarzfärbung von Glas verwendet. Selen ist ein wichtiges Spurenelement für unseren Körper, besonders in Knochen und Zähnen, es hat antioxidative und krebshemmende Eigenschaften und fördert die männliche Fortpflanzungsfähigkeit, weil es in der Produktion und Beweglichkeit des Samens eine Rolle spielt.

Homöopathisch:

Charakteristika Selen ist ein Mittel für Schwäche, die oft im Zusammenhang mit sexuellen Ausschweifungen, Flüssigkeitsverlust oder langwierigen fieberhaften Erkrankungen auftritt. Sexuelle Funktions-störungen sind dabei Begleiterscheinungen. Schwäche, Entkräftung, Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit, Verschlimmerung durch körperliche und geistige Anstrengung Depression und Müdigkeit, chronisches Müdigkeitssyndrom Frostig, überempfindlich sowohl gegen Zugluft als auch gegen Sonnenhitze, starker Sexualtrieb und physische Impotenz, Impotenz mit tröpfelnder Absonderung von Prostatasekret, unwillkürliche Samenabgänge, große Schwäche nach Samenverlust Tröpfeln von Samenflüssigkeit während der Stuhlentleerung Prostatitis, Prostatahypertrophie, tröpfelnde Harnentleerung Vorzeitige Ejakulation Kopfschmerzen über dem linken Auge, das Haar ist schmerzhaft bei Berührung, Haarausfall am Kopf und am ganzen Körper, fettige Gesichtshaut, Akne und Mitesser Laryngitis mit viel Schleim und Halskratzen, Heiserkeit < durch Singen Verstopfung, Verlangen nach Alkohol Rückenschwäche in Verbindung mit Koitus oder Samenerguss

Modalitäten Agg: Hitze, Sonne, Zugluft, sexuelle Ausschweifung, Schlafverlust, körperliche und geistige Anstrengung, Alkohol, Kaffee Amel: nach Sonnenuntergang, kühle frische Luft, Ruhe, kaltes Wasser in den Mund nehmen