Lobelia inflata

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Lobelia inflata

Bei Lobelia inflata, dem Indianertabak, handelt es sich um eine einjährige giftige Pflanze, die dem echten Tabak sehr ähnlich sieht, aber botanisch nicht mit dem Tabak verwandt ist. Sie stammt aus Nordamerika und wird bis zu einem Meter hoch. Die enthaltenen Alkaloide beeinflussen über das vegetative Nervensystem vor allem die Atmung und die Verdauung. Bei Überdosierung kommt es zur Reizung der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt und in den Atemwegen.

Als Homöopathikum wird Lobelia inflata eingesetzt bei:

– Atemwegsproblemen

  • chronisches Asthma
  • Psychisch bedingter Atemnot (Hyperventilation)
  • Engegefühl in Brust- und Bauchbereich
  • krampfartigem Husten
  • Trockenem Husten, Reizhusten
  • Hyperventilation
  • Atemnot, Kurzatmigkeit
  • Gefühl eines Kloßes im Kehlkopf, welches das Schlucken verhindert

– Übelkeit/Magenbeschwerden

  • akute Übelkeit mit Erbrechen, kaltem Schweiß und Schwindelanfällen
  • Schwangerschaftsübelkeit mit Erbrechen
  • Zigarettenrauch und unangenehme Gerüche lösen Erbrechen aus
  • Nikotinentzugserscheinungen (Nervosität)
  • Speichelfuss, zäher Schleim -> Räuspern, weißlich belegte Zunge, metallischer Geschmack
  • Sodbrennen und Magendruck
  • Magenübersäuerung
  • Magenkrämpfe

– Kopfschmerzen mit Schwindel und Druck auf der oberen Hälfte der Augäpfel

– Schweißausbrüchen, Schwitzen




Patienten, die Lobelia inflata benötigen, sind nervös und ängstlich (hypochondrisch, Angst vor Krankheit) bis zur Hysterie.

Modalitäten

Verbesserung
  • Trinken von geringen Mengen Wasser
  • Wärme

Verschlimmerung
  • Kälte
  • am Morgen
  • Alkohol
  • Tabak
  • Bewegung
  • Zigarettenrauch und unangenehme Gerüche

 

 

Quebracho

Rinde des weißen Quebrachobaumes, Aspidosperma, Quebracho Blanco

tuberkulinisches Miasma

Der Quebrachobaum gehört zur Familie der Apocynaceae (Hundsgiftgewächse). Er ähnelt der Trauerweide, ist in Südamerika beheimatet, mittelgroß und in Argentinien bildet er ausgedehnte Wälder. Das homöopathische Mittel wird aus der bitteren und dicken, rauen Rinde gewonnen.

 

Verwendung in der Volksheilkunde

In der Rinde des Baumes sind ca. 1% Alkaloide enthalten, wie Yohimbin – als Aphrodisiaka bekannt – und Aspidospermin. Bei den Indianern in Argentinien galt die Quebrachorinde als Mittel gegen Malaria, auch gegen sonstige fieberhafte Erkrankungen, als Lungenheilmittel und zur allgemeinen Stärkung. Auch in Deutschland wird sie in der Phytotherapie als Heilmittel gegen Asthma, Emphysem, spastische Bronchitis und Staublunge eingesetzt.

 

Allgemeines über Bäume

Bäume und Wald haben seit jeher eine tiefe Bedeutung für den Menschen. Bäume sind Metapher für Entwicklung und Wachstum und sie stehen für Kraft, Energie, Alter und Ewigkeit. Ihre Wurzeln sind mit der nährenden Erde verbunden und die Krone strebt zum Licht des Himmels, so werden sie in der Mythologie als Mittler zwischen den Welten gesehen. Bäume sind solidarische Wesen, sie helfen sich gegenseitig und können miteinander kommunizieren.

 

Charakteristika

Vergiftungssymptome: Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Krämpfe und Lähmund der quergestreiften Muskulatur

 

Repertorium

Atmung: Asthma, asthmatische Atmung (durch Herzbeschwerden)/Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen (bei Emphysem)

Brust: Atmung schlechter durch Tabakrauch

Brust: Emphysem

Fieber: Hitze im allgemeinen

Blase: Urämie

 

Sehr wertvoll ist Quebracho bei kardialem Asthma, Dyspnoe, spastischer Bronchitis, nächtlicher Atemnot und sehr wirkungsvoll bei Patienten, die Herzschwäche und eine Lungenkrankheit, wie z.B. COPD haben.

 

 

Justicia adhatoda

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Justicia adhatoda

Synonym: Indisches Lungenkraut, Adhatoda vasica, indischer Nussbaum, Malabarnuss. Familie der Acanthaceae (lippenblütlerähnlich)

Das indische Lungenkraut ist ein schöner, bis zu 2,5 Meter hoher Strauch, dessen Blätter aussehen, als wären sie mit Samt überzogen. Die Pflanze ist nicht winterhart, überlebt aber gerne auf der Fensterbank oder im Wintergarten. Ihre Anwendung ist sehr vielfältig. Man verwendet sowohl die frischen Blätter als auch Tinkturen sowie homöopathische Potenzen.

Ayurvedische Anwendung
In der Ayurvedischen Heilkunst ist das indische Lungenkraut bereits seit 3000 Jahren bekannt. Der Homöopath Blackwood schreibt über die Pflanze als Heilmittel:
„Dies ist eine der ältesten Arzneien in Indien, die in der Ayurveda äußerst geschätzt wird. Sein Anwendungsgebiet ist bei Erkältungen, Schnupfen, Husten jeglicher Art, Erbrechen, Bronchitis, Pneumonie, Tuberkulose, Blutspucken, Fieber, Appetitlosigkeit und Verstopfung. Bei diesen Beschwerden verwendeten es die früheren Ärzte“.
Da die Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze die Eigenschaft besitzen, Bronchien erweitern zu können, setzt man sie bei allen akuten Atemwegserkrankungen bis hin zu Asthma ein.

Pflanzliche Anwendung als Urtinktur
Urtinkturen werden im Allgemeinen zur Stärkung bestimmter Organsysteme eingesetzt (organotrope Anwendung). Die Urtinktur des indischen Lungenkrauts verwendet man, wie der Name schon verrät, zur Stärkung der Lunge.
Oft müssen die betroffenen Patienten nach einem grippalen Infekt häufig hüsteln, oder sie leiden noch unter Atemnot, bei Anstrengung oder beim Treppensteigen. In solchen Fällen kann die Heilpflanze ihre Wirkung entfalten.
Anwendung: dreimal täglich 8-10 Tropfen.
Eine gute Bezugsquelle ist beispielsweise: www.urdrogerie.de

Homöopathische Anwendung
Homöopathisch ordnet man den indischen Nussbaum wohl zwischen Allium cepa und Euphrasia ein, da sich die Symptome ähnlich zeigen. Auch lassen sich Vergleiche mit Cinnabaris, Jodum, Rumex, Spongia, Sticta und Sulfur anstellen.
Bei akuten Infekten
Der Kopf ist heiß, voll und schwer. Der Patient ist reizbar und empfindlich gegen äußere Eindrücke. Es besteht Tränenfluss beim Schnupfen, der reichlich fließt. Bisweilen wird der Infekt von häufigen Niesattacken begleitet.
Auffallend ist der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.
Der innere Hals wird als trocken empfunden, er schmerzt beim Schlucken. Es findet sich ein zäher Schleim im Rachen. Der Mund ist oft trocken. Der Kehlkopf ist schmerzhaft, die Patienten sind häufig heiser. Im Bereich der Bronchien wird ein trockener Husten beschrieben, begleitet von erstickender Verstopfung der Atemwege. Husten und Niesen wechseln sich ab. Bisweilen besteht schwere Atemnot mit der Empfindung, „als wäre die Brust zu eng“. Auch bei Keuchhusten ist die Arznei indiziert. Die Symptome verschlechtern sich in geschlossenen warmen Räumen.
Allergien
Justicia adhatoda ist eine bewährte Heuschnupfenarznei, wenn sich der Heuschnupfen auf die tieferen Atemwege ausdehnt und eine Brustenge verursacht. Der starke Fließschnupfen ist mir viel Niesen verbunden. Es zeigt sich anfallsartiger Husten mit erstickender Atembeklemmung und Rasselgeräuschen auf der Lunge.
Die Beschwerden verschlechtern sich in engen, warmen Räumen. Auch beim Heuschnupfen kommt es zum Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Zum Einsatz kommen meist niedrigere D-Potenzen in häufigeren Gaben.

Indikationen von Justicia adhatoda

Rhinitis
Sinusitis
Laryngitis
Bronchitis
Asthma bronchiale
Keuchhusten
Heuschnupfen
Leitsymptome von Justicia adhatoda

Niesanfälle bei Fließschnupfen mit Tränenfluß und Husten
Heiserkeit
Schleimrasseln
Erstickende Hustenanfälle
Erbrechen beim Husten
Zäh-gelblicher Auswurf

Modalitäten von Justicia adhatoda

Verschlimmerung: bei Nacht, in geschlossenen