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Coccinella septumpunctata

siebenpunktiger Marienkäfer

Familie: Coccinellidae (Marienkäfer

Ordnung: Coleoptera (Käfer)

Klasse: Insecta (Insekten)

Stamm: Arthropoda (Gliederfüßler)

Es gibt weltweit über 5000 Arten Marienkäfer – davon rund 80 in Deutschland. Der typische Marienkäfer mit den schwarzen Punkten auf dem roten Körper ist der „Europäische Marienkäfer“ oder C-7. Um ihn ranken sich seit Jahrhunderten zahlreiche Legenden und er gilt allgemein als Glückssymbol.

Marienkäfer überwintern an geschützten Orten und jedes Weibchen legt im Frühjahr und Frühsommer bis zu 1000 Eier. Beim siebenpunktigen Marienkäfer sind sowohl die Larven als auch die erwachsenen Tiere Räuber. Sie werden allgemein als nützlich angesehen, da sie sich vor allem von Blatt-, Woll- oder Schildläusen ernähren. Der Marienkäfer selber ist für seine Feinde kein Leckerbissen: Er sondert bei Gefahr eine gelbliche, übelriechende Flüssigkeit ab, die giftige Alkaloide enthält, und stellt sich dabei tot. Wird er doch verschlungen er schmeckt unangenehm bitter. Marienkäfer paaren sich pro Tag 4-6 mal, Männchen und Weibchen bleiben aber nur zur Paarung zusammen. Außer, dass das Weibchen die Eier an einem sicheren und nährstoffreichen Platz ablegt, betreibt es keinerlei Brutpflege.

Ausgangsstoff für die Herstellung homöopathischer Mittel ist der lebende, im Frühsommer gesammelte, siebenpunktige Marienkäfer Coccinella septempunctata.

Coccinella septempunctata wird vor allem bei Zahnschmerzen, Kopfschmerzen und Gesichtsneuralgien eingesetzt.

Allgemein:

  • Furcht vor Wasser/Hydrophobie

  • Verschlechterung beim Anblick heller, glänzender Gegenstände

Kopf:

  • leichter Schwindel, nachdem die Zahnschmerzen aufgehört haben/ Schwindel abwechselnd mit Zahnschmerzen

  • dumpfer Kopfschmerz, als wenn sich Gehirn zu Schläfen und Hinterkopf ausdehnt

  • halbseitiges, stechendes reißen im Vorderkopf

  • > Schließen der Augen, > Schlafen

Augen:

  • Druck und Schwere, v.a. Rechts, empfindlich gegen jede Berührung

  • Lider nur schwer zu öffnen, < Licht

Gesicht:

  • Blutandrang zum Gesicht, Röte/Hitze der Wangen, v.a. rechts

  • reißender Schmerz im Pulsrythmus, erstreckt sich vom rechten Unterkiefer zu Ohrläppchen

  • Neuralgien in der Stirn, beginnend mit Druck/Schwere in der Stirn, va. über rechtem Auge, empfindlich gegen jede Berührung, Anfall über 6-12 Stunden, endet in generalisierter Hitze und Schlaf, Anfälle kehren alle 8, 12, 14 oder 21 Tage wieder

Mund/Zähne:

  • Kältegefühl in allen Zähnen, in gesamter Mundhöhle

  • chronischer Schmerz von Backenzähnen zu Stirn

  • heftiges, taktmäßiges Ziehen in allen Zähnen

  • Essen < den Zahnschmerz

  • geschwollenes Zahnfleisch

  • Pulsieren und Pochen in den Zähnen

  • Zucken, Ziehen, Reißen in Zähnen als würden sie herausgerissen

  • Tabak beißt heftig in der Zunge

Innerer Hals:

  • erwacht durch reichlich Speichelansammlung, erbricht und klagt über Halsschmerzen

  • Empfindung als sei Zäpfchen verlängert

Kehlkopf/Atmung:

  • Empfindung von Kälte im Kehlkopf bei Atmung

  • Kälte des Atems

Extremitäten:

  • eiskalte Extremitäten

  • Speisen/Getränke:

  • Verlangen nach Milch, Milchprodukten, Schokolade, Süßigkeiten

Coccinella septempunctata wird auch zur Behandlung von Pflanzen bei Befall mit Blattläusen eingesetzt. Hierbei soll das Mittel in Wasser aufgelöst werden und die Pflanze damit übergossen werden.

Cimex lectularius

die Bettwanze

Die Bettwanze ist ein kleines Insekt, das oft in der Bettwäsche lebt und Blut saugt, während der Mensch schläft. Sie ist etwa 5mm lang und 3mm breit, braun gefärbt und mit feinem kurzem Haar bedeckt. Kurz nach ihrer Blutmahlzeit ist sie jedoch rötlich oder dunkelrot bis violett. Vor einer Mahlzeit ist sie dünn wie Papier, nachher viel dicker, ev. sogar kugelrund, da sie etwa das Sechsfache ihres eigenen Gewichtes konsumiert. Während sie But saugt, pumpt sie Speichel in die Wunde, damit das Blut des Wirtes nicht gerinnt. Dieser Speichel bewirkt eine hochgradige Reizung der Bisswunde, was beim Menschen dann Juckreiz, Blasen, Pusteln, Quaddeln und Schlaflosigkeit verursacht. Bettwanzen bevorzugen geheizte Räume und werden durch die Wärme und den Geruch des Wirtes angezogen – ebenso angezogen werden sie durch den durchdringenden Geruch der Drüsen und Ausscheidungen ihrer Artgenossen. Wenn sie keine geeignete Nahrung finden, können sie bis zu einem Jahr fasten. Schon bei den alten Griechen und Römern wurden den Bettwanzen, eingenommen in einem Glas Wasser oder Wein, Heilkräfte zugeschrieben – Wirkungsbereiche sind Gelenke, Leber, Rektum und Haut.

Charakteristika

-Angst nach Fieberfrost

-Gefühl als ob er selbst in sich hineinkriechen könne, zerstörerische Gewalttätigkeit gegenüber der Umwelt und sich selbst, reizbar, ungeduldig, selbstsüchtig

-Ekel gegen den eigenen Schweiß

-Fieber, intermittierendes Fieber, Fiebertertiana und –quartana

-Frost mit vorausgehender Raserei (möchte alles in Stücke reißen) und nachträglichem Durst

-Mattigkeit, unwiderstehliche Schläfrigkeit

-Beschwerden der Sehnen, Schmerz in allen Gelenken, als ob die Sehnen kontrahiert oder zu kurz wären, besonders die rechte Seite

-Knie gebeugt, Schmerz im Oberschenkel beim Versuch das Knie zu strecken

-Muskelkontraktionen

-Schmerz in der Leber, Koliken, gefolgt von Blähungen und Diarrhöe

-trockener Stuhl, Obstipation, Hämorrhoiden

-Kopfschmerz wie Nadelstiche im Scheitel und rechter Stirn, Kopfschmerz durch Trinken

-stechende Schmerzen im Kiefer, brennende Schmerzen im Zahnfleisch

-trockener Hals mit Durst, trockener Husten mit Würgen, quälende Trockenheit der Nase mit Fließschnupfen

-urtikarieller Hautausschlag

– Durstlos und Bedürfnis zu trinken, oder Durst bei Apyrexie, kann aber nicht trinken, da es den Kopfschmerz unerträglich macht

-Mattigkeit und Neigung sich zu strecken, Bedürfnis sich zu strecken

-lang anhaltende muffige Nachtschweiße

Modalitäten

Schlechter morgens, Bewegung, Streckung der Knie, Trinken

Sitzen verschlechtert Schmerz im unteren Rücken

Frost besser durch äußere Wärme, besser im Bett

Blatta orientalis

Indische Kakerlake oder Küchenschabe

Die Kakerlaken oder Schaben sind eine sehr alte Insektengruppe, es gab sie bereits im Paläozoikum vor ca 300 Millionen Jahren, und sie haben sich seitdem kaum verändert und sind sehr zählebig. Sie überleben Strahlendosen, die 100x höher sind als die für den Menschen tödliche Strahlendosis. Sie können 1 Monat ohne Nahrung und 2 Wochen ohne Wasser auskommen. Es gibt ca 3500 Arten, die meisten leben in den Tropen, bei uns sind sie meist an künstlich gewärmten Orten wie zB in Bäckereien. Viele Arten haben Flügel, fliegen aber selten, außer wenn es sehr warm ist. Sie können jedoch sehr schnell rennen.

Blatta orientalis ist flügellos, dunkelbraun und bis zu 24mm lang. Sie enthält ähnliche Allergene wie Schalentiere, ihre Körperteile und ihr Kot können Asthma auslösen. Sie bringt Nahrungsmittel zum Faulen und verbreitet durch ein Sekret aus Drüsen am Bauch und am Rücken einen widerlichen Geruch.

Homöopathisch wurde das Mittel 1995 von Dr.Munjal Thakar in Mumbai geprüft. Den Hauptwirkungsbereich hat es in den Atemwegen. Früher wurde es in den Endstadien von Tuberkuloseepidemien verwendet. Der Arzt musste sein Ohr dicht an den Mund des Patienten halten, um die Atmung noch zu hören, und die Lunge war zu geschwächt um den dicken gelben Schleim auszuwerfen. Im akuten Anfall wirken niedrige Potenzen besser, die höheren werden eher in den chron. Stadien gegeben (Clarke)

Charakteristika

-Gleichgültigkeit, Taubheit, Empfindungslosigkeit gegenüber Freunden und Familienmitgliedern

-Reizbarkeit mit dem Wunsch alleine zu sein

-Angst um die Gesundheit

-ehrgeizig in Arbeit und Beruf, Verlangen nach Respekt und Anerkennung

-Gefühl böse und schmutzig zu sein, sie täuschen, betrügen und tricksen um ihre berufliche Stellung zu verbessern

-erschwerte asthmatische Atmung, Asthma mit viel Schleim und Rasselgeräuschen,

-reichlich grünlicher, gelber eitriger und zäher Auswurf

-krampfartiger, erschöpfender Husten, in kurzen Interwallen mit geringem Auswurf

-Bronchitis mit Atemnot, chron. Bronchitis, Furcht vor dem Ersticken, Mangel an Lebenswillen mit großer Mattigkeit und klammem kaltem Schweiß

-Erstickungsgefühl durch starke Schleimansammlung

-Allergie gegen Schimmelpilze

-Hitzegefühl am ganzen Körper, als ob Hitze aus Ohren, Augen, Nase, Scheitel, Handflächen und Fußsohlen ausstrahlt (Dr.Ray)

-korpulent, kann leicht mit Calc.carb verwechselt werden

-Kiefersperre

-unbestimmte Schmerzen am rechten Rücken

-Schwäche der Kniekehlen

-allgemeine Schwellung des Körpers, Wassereinlagerungen im Gewebe

-Blasenentzündung

-Schläfrigkeit tagsüber, Schlaflosigkeit nachts

-sie vertragen Sonnenlicht schlecht

Modalitäten

Agg durch Feuchtigkeit, Kälte, Regenwetter, besonders durch den Modergeruch des Herbstes, durch Staub

Agg in geschlossenen Räumen, durch Anstrengung, bei Voll-und Neumond

Amel durch Hochlagerung beim Husten, durch nach vorn gebeugten Kopf, durch Auswurf, durch Kniebruststellung

Amel im Freien

Apis Regina

copyright: Jofef Rosner

die Bienenkönigin

soziale Insekten wie Bienen, Ameisen, Wespen oder Termiten haben immer eine Königin, die lange lebt, sie ist sehr fruchtbar und ist das einzige geschlechtsreife Weibchen in einem Stock, Sie gründet das Volk und bringt neue Generationen hervor. Ihre vornehmste Arbeit ist das Legen von Eiern. Die Arbeiterinnen im Stock sind Weibchen, die sich nicht fortpflanzen können, sie bringen der Königin die Nahrung, bringen die Eier zur Eiablage und sorgen für Sauberkeit. Ohne die Arbeiterinnen gäbe es kein Weiterleben für den Bienenstock. Die Königin entwickelt sich in einer speziellen Wabe, die nur für sie da und etwas abseits ist, sie wird häufiger gefüttert und ihr Nahrung ist das berühmte „Gelee Royale“, eine Mischung aus Pollen, Honig und Nektar.

Frisch geschlüpfte Königinnen werden Jungfrauköniginnen genannt, unter Umständen führen sie einen erbitterten Kampf gegen andere geschlüpfte Jungfrauen und auch gegen die Königin, bis sie die einzige ist, die überlebt. Diese führt nun ihr Volk an.

Nach dem Sieg über ihre Rivalinnen begibt sie sich auf den „Hochzeitsflug“, dabei paart sie sich mit bis zu 20 Drohnen (diese existieren einzig zur Paarung, danach sterben sie). Nun ist sie eine begattete Königin und kann Eier produzieren und ablegen, bis zu 2000 Eier an einem Tag.

Die Bienenkönigin unterscheidet sich auch äußerlich von Drohnen und Arbeiterinnen. Sie ist etwas größer, ihre Beine besitzen keine Vorrichtung zum Sammeln von Pollen, sie hat einen speziellen Stachel, der nur gegen andere rivalisierende Königinnen eingesetzt wird.

Die Königinnen sondern ein spezielles Drüsensekret ab, das sogenannte „Dominanzpheromon“, das ihre Vormachstellung garantiert.

Allgemeines

für die Homöopathie ergibt sich schon aus der Phänomenologie der Bienenkönigin ein interessantes Arzneimittelbild. Da ist vor allem die Fruchtbarkeit, die enorme Kapazität an Eiern, die sie legen kann, eine gewisse Promiskuität, sie lässt sich von bis zu 20 verschiedenen Drohnen begatten. Sie hat eine absolute Vormachtstellung, sie ist die Königin, die keine anderen neben sich duldet, dafür hat sie einen Stachel, um die Rivalinnen auszuschalten. Sie lässt sich von ihren Untergebenen, den Arbeiterinnen bedienen und mit feinstem Futter versorgen. Auf der anderen Seite hält sie das Volk zusammen, sie ist eine Matriarchin, eine Matrone, die Mutter von allen, die ihr Volk zusammenhält und für Nachwuchs sorgt. Wie die meisten der Insekten ist sie reizbar, zappelig und nervös, immer in Bewegung, multitasking und empfindlich auf äußere Einflüsse. Das Tierreich steht außerdem für Eifersucht, Aggressivität und Konkurrenzverhalten.

Die unten stehenden Symptome sind größenteils aus der „Synoptische Referenz – Homöopathische Arzneien aus dem Tierreich“ von Frans Vermeulen entnommen. Sonst war nichts zu finden, weder in der Literatur noch im Internet. Die Firma Wala bietet ein Kombipräparat an „Aurum/Apis Regina“, zwei Chefs in einem Mittel mit folgenden Indikationen;

Wirken stimmungsaufhellend und beruhigend

Stärken die Nerven und lindern Erschöpfung

Helfen auch bei Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren

Wirken seelisch bedingten Organstörungen entgegen, die sich z. B. in Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Schwindelgefühlen oder Kreuzschmerzen äußern können

Empfehlenswert bei Gedächtnis- und Konzentrationsschwächen

Es besteht eine Affinität zu Rücken und Gliedmaßen, Sinneseindrücke, weibliche Geschlechsorgane und auch zum Magen.

Symptome

Gemüt:

Angst um die Gesundheit

sehr geschäftig und Besserung durch Beschäftigung

Abneigung gegen Dunkelheit

Verlangen nach Ordnung und auch nach Veränderung

Eifersucht, Zorn, Verlangen zu töten

Konzentrationsstörungen, zu hektisch, immer in Eile

Ungeschickt, Abstände werden falsch eingeschätzt

Herrscherin, Wegbereiterin

Gefühl von Gefahr, aufwachen mit Schrecken

Körperliche Symptome

ausgeprägter Geruchsinn, scharfes Seh- und Hörvermögen

die Akkommodation ist beim sehen fehlerhaft, die Augen sind lichtempfindlich

die Zumge schmerzt wie verbrannt, vergrößertes Gefühl

Steifheit morgens, besser durch Bewegung

Hitze und Brennen in Händen und Füßen, Stauungsgefühl und Pulsieren der Hände

feine scharfe wie mit einem Messer stechende Schmerzen

leichtes und etwas schwindeliges Gefühl, die Gegenstände bewegen sich, hinlegen>

Extreme Übelkeit, schnelle Bewegung >

sehr starke und klumpige Menstruation

Schmerzen in den Ovarien, < im rechten

Träume

Angriffe von wilden Tieren, Ermordet werden, Feinde, Grausamkeit, Kidnapper, Menschen und Menschenmengen, Parties

Essen und Trinken

Verlangen: bittere Getränke, bittere Schokolade, Kaffee, kalte Getränke, Saures und Süßes

Modalitäten:

Besser durch: warme Speisen, gehen, beim essen, trockenes Wetter, kaltes Wetter

Schlechter durch: erhitzt werden, Ermüdung

Vespa vulgaris

copyright: Magne Flaten

die gemeine Wespe ist eine Wespenart aus der Gattung der Kurzkopfwespen und ist eine echte Wespe (Vespinae). Sie unterscheiden sich in Königinnen, Arbeiterinnen und Drohnen. Wie bei den Bienen leben die Tiere in symbiotischen Kolonien, die Königinnen sind einzig zum Eierlegen bestimmt, die Arbeiterinnen versorgen sie mit Nahrung. Ihr gesamter Staat (also die Koloniengröße) erreicht etwa 500 bis 5000 Arbeiterinnen. Der Staat ist arbeitsteilig organisiert, die einzelnen Wespen sind – je nachdem ob sie Arbeiterinnen, Drohnen oder Königinnen sind – mit Nestbau, Zellensäuberung, Larvenfütterung, Versorgung der Königin, Brutpflege (Aufgabe der Königin), Begattung (Drohnen) mit Nahrungsbeschaffung beschäftigt.

Im Spätherbst stirbt die alte Königin und ihr Wespenstaat löst sich auf, auch die Arbeiterinnen sterben und nur die begatteten Wespen (die Jungköniginnen) überleben in morschem Holz, auf Rinden und im Moos und gründen nach ihrem Winterschlaf einen neuen Wespenstaat.

Die Wespe gehört zu den sozialen Insekten, sie besitzt eine Taille und ihr Rumpf ist gelb-schwarz gestreift, Arbeiterinnnen messen ca. 12 bis 17 mm während die Königin etwa 20 mm lang ist. Im Gegensatz zu den behaarten Bienen hat die Wespe und auch die Hornisse einen glatten glänzenden Körper. Anders als die vegetarischen Bienen fressen die Wespen auch Fleisch; für die Fütterung ihrer Brut sammeln sie Insekten, Fliegen, Raupen und Ameisen. Wespen sind angriffslustig, bei geringer Provokation stechen sie zu und spritzen ein Stechgift mit ihrem dafür bestimmten Stachel.

Der Stich

„die lebende Wespe erzeugt mit ihrem Stich brennende Schmerzen, als würde die gestochene Stelle mit glühenden Nadeln durchbohrt. Krämpfe, die in allen Muskeln gespürt werden können; verliert die Besinnung beim Gehen, kommt erst einige Häuserblock später zu sich, antwortet nicht (…), schaut ins Leere, kann sich nicht an den Anfall erinnern“ (William Rowbotham – Beschreibung eines Stiches der gemeinen Wespe).

Vespa vulgaris in der Homöopathie

Allgemeines

Das homöopathische Arzneimittelbild der Vespa vulgaris (nicht zu verwechseln mit der Hornisse – der vespa crabro) hat eine Affinität zur Neurologie, zum Herz-Kreislaufsystem und zur Sexualität. Anzunehmen aber nicht geprüft ist durch das Leben in Kolonien ein soziales Verhalten, das bestimmten Regeln unterliegt, je nach ihrem sozialen Stand (Arbeiterin, Drohne, Königin). Allgemein ist den Tiermitteln aggressives und rivalisierendes Verhalten (Stich bei geringster Provokation) und den Insekten speziell die Ruhelosigkeit und Nervosität.

Symptome

sie lieben bunte Farben und glitzernde Dinge

Gefühl des Verstecktseins, der Tarnung, des Unsichtbarseins

empfindlich auf Gerüche und Geräusche

harte und produktive Arbeiter

Aggression, Eifersucht

Nervös, kribbeliges Gefühl an Händen und Füßen

rote Hände und Füße und Brust

extrem heiße Hände und Füße

Prickeln am Kopf, Hinterkopf und Nacken

Laryngismus stridulus

geschwollene Zunge und entzündete Mandeln

Hitze und Enge in der Brust

Atmung und Schlucken behindert

erhöhte Herzfrequenz

Verdauungsstörung

Schmerzen in den Ovarien und Geschwüre im Uterus

Hitzewallungen

Ohnmacht

Ödeme äußerlich

Verschlimmerung:

Ofenwärme, geschlossene Räume (Ohnmacht und Erbrechen), scharf Gewürztes

Verbesserung:

kaltes Waschen von Händen und Gesicht

Verlangen:

Milchprodukte, Käse, Salz, Süßigkeiten

es gibt sehr wenige Informationen über das homöopathische Arzneimittelbild der Vespa vulgaris, die meisten Beschreibungen finden wir über die Vespa crabro (Hornisse), die auch vorwiegend in der Homöopathie verwendet wird.

Die Symptome der Vespa vulgaris haben wir größenteils der „Synoptischen Referenz“ von Frans Vermeulen und der Homöopathie-Plattform „www.system-sat“ entnommen.

Cantharis

Die Spanische Fliege wirkt besonders auf die Schleimhäute und das Gewebe im Urogenitalbereich (Harnröhre, Blase, Niere und Sexualorgane) sowie die Haut. Es ruft einen plötzlichen, entzündlichen Prozess hervor, der gekennzeichnet ist durch brennende Schmerzen. Die Beschwerden sind heftig und intensiv, was auch in der Erregung des Gemüts zum Ausdruck kommt.

Charakteristika

Oft angezeigt bei Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung oder Nierenbeckenentzündung mit heftigen Beschwerden beim Wasserlassen

Blasenentzündungen mit enormen brennenden Schmerz vor, nach und insbesondere beim Urinieren. Urin kommt nur tröpfchenweise mit brennenden, schneidenden, schießenden Schmerzen. Harndrang. Die brennenden Schmerzen und der unwiderstehliche Harndrang sind die Merkmale bei diesen entzündlichen Prozessen.

Urin oft mit Blutbeimengungen

Brennen in jedem Körperteil

Verbrühungen und Verbrennungen der Haut, die zu Blasenbildung führen. Lindert den starken Schmerz, der nach einer Verbrennung auftritt. Fördert die Abheilung von Verbrennungen.

Zustand mit enormen Schmerzen und Erregung

Sexualtrieb ist übermäßig gesteigert. Erektion. Ständiges sexuelles Verlangen. Findet teilweise keine sexuelle Befriedigung auch nicht nach Selbstbefriedigung oder Geschlechtsverkehr.

Erektionen oder sexuelle Erregung mit blutigen Absonderungen aus der Harnröhre

Ruhelosigkeit, Unzufriedenheit, wild bis zu fast manischem Erregungszustand

Bei Sonnenbrand, mit heftigen brennenden Schmerzen, im Zustand vor Blasenbildung

Brennender Durst, aber Abneigung gegen Getränke

Modalitäten

Verschlechterung:   urinieren (vor, während und danach), Annäherung, Berührung Geräusch von Wasser, kaltes Wasser, helle, glitzernde Gegenstände

Besserung:   Wärme, Ruhe, Reiben

Limenitis bredowii

Limenitis Bredowii Californica- Kalifornien Schwester

Schmetterlinge allg.

Schmetterlinge machen in ihrer Entwicklung wahrscheinlich die erstaunlichste Metarmorphose durch. Von einer unscheinbaren Raupe zu einem der schönsten und grazilsten Insekten unseres Planeten. In der Homöopathie stehen die Insekten für die Freude an der Verwandlung, aber auch für eine Unsicherheit bezüglich ihrer Identität. Schaut man sich die LGBT (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) Szene an, mit ihren lebensbejahenden Umzügen, ihrer Lust an der Verwandlung aber auch die tiefe Verunsicherung vor dem Coming out , so kann man viele Aspekte der Schmetterlinge hier wieder finden.

Bei Schmetterlings Patienten ist die weibliche Seite überbetont. Weiblich und männlich gehen ineinander über. Männer träumen, sie seien Frauen oder sie gebären Kinder. Schöne Dinge wie Kleidung, Düfte, Kunst oder Schmuck werden geliebt und ohne Reue konsumiert. Kindliches Vergnügen und tiefe Gefühle gehen bei Schmetterlingen Hand in Hand. Beziehungen zu anderen stehen für sie im Mittelpunkt. Sie haben viel Mitgefühl, sind sehr fragil, sensibel und schutzbedürftig. Das Leben besteht für sie aus Träumereien und spielerischen Veränderungen. Sie gehen mit jedem Trend und haben das Talent stets up to date zu sein. Ihnen wird schnell langweilig und ihre Stimmungen können sich schnell ändern. Das Gefühl herrscht über den Verstand und sie orientieren sich an ihren Mitmenschen. Daher sehnen sie sich nach dem Schutz ihrer Familie oder der Freunde, nach jemanden der stärker ist als sie, sie führt und leitet. Sie fühlen sich schnell einsam und im Stich gelassen.

Limentis bredowii

ist ein homöopathisches Mittel, welches man wahrscheinlich nicht aufgrund der körperlichen Symptome verschreibt, sondern eher anhand der Persönlichkeit oder Situationen die dieses Mittel erfordern. Deswegen konzentriere ich mich im folgenden auf die Gemütssymptome.

Limentis bredowii Menschen fühlen sich wie ein Kind oder haben die Sehnsucht wieder klein zu sein. Sie fühlen sich zerbrechlich und ungeschützt und sehnen sich nach jemanden der sie führt und beschützt. Kinder sehnen sich nach der Mutter, suchen sich etwas, dass nach der Mutter riecht um sich ihr nah zu fühlen.

Sie sind sehr gefühlsbetont und lieben alles Schöne. Sind andere Schmetterlinge sehr wechselhaft und experimentierfreundig, so sehnt sich Limentis nach Stabilität und Schutz in der Familie. Die Werte der Familie werden sehr ernst genommen und es besteht eine starke Loyalität zu Mutter und Vater. Daher kann es kommen, dass sie in ihrer Sexualität sehr befangen sind je nachdem wie restriktiv die Sexualmoral zuhause ist.

Als Gedankenexperiment kann man sich den Konflikt eines Limentis- Jugendlichen mit uneindeutiger sexueller Orientierung aus einem konservativen strengen Elternhaus vorstellen. Auf der eine Seite die Unsicherheit über die eigene Identität, voller Sehnsucht aber auch Scham. Auf der anderen Seite der unbedingte Wille an den Traditionen der Eltern festzuhalten um ihren Schutz und ihre Liebe nicht zu verlieren. Dieser innere Konflikt ist eigentlich unmöglich zu lösen. Deswegen verwundert es nicht, dass Limentis Konstitutionen sich nach einem traumähnlichen Zustand sehnen, wo sie an nichts mehr denken müssen. Was passiert nach einem coming out? Sie werden verstoßen, nicht akzeptiert, die Eltern sind enttäuscht oder über das Thema wird nicht mehr geredet. In allen Fällen wird dem Jugendlichen der Schutz und die Liebe der Famile entzogen.

Limentis hat das Gefühl, die Erwachsenen hätten sie verlassen und würden sie den Raubtieren zum Frass vorwerfen. Denken an die Beschwerden verschlechtert ihren Zustand.

Formica rufa

copyright: Richard Bartz/Makro Freak

Das homöopathische Mittel Formica rufa wird aus der ganzen Waldameise hergestellt, das heisst auch aus der Ameisensäure, die sich in den Hinterleibsdrüsen der Ameise befindet. Sie ist Verteidigungsmittel und Orientierungshilfe zugleich.

Ameisen sind unermüdlich und ständig in Aktion. Sie bilden komplexe Ameisenstaaten, in denen jede Ameise weiss, was sie zu tun hat. Als Gruppe sind sie äusserst wehrhaft, als Individuum sind sie verloren. Sie können ein vielfaches an Gewicht schleppen.

Waldameisen bilden ein echtes Martriachat. Die Königinnen legen im März ihre Eier ab, aus denen nur Arbeiterinnen schlüpfen. Sind genug Arbeiterinnen vorhanden legt sie Eier aus denen entweder Männchen oder Weibchen schlüpfen. Die Arbeiterinnen werden nur einmal im Leben besamt und der Vorrat reicht ein ganzes Ameisenleben. Ob aus einer Larve eine Königin oder eine Arbeiterin wird entscheidet das hormonhaltige Futter welche die Larve bekommt. Die Männchen gibt es nur im Frühjahr und im Frühsommer. 

Ameisensäure wird bei rheumatischen sowie allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Hauterkrankungen bzw. Ekzemen verabreicht. Darüber hinaus wird sie zur Behandlung von Warzen angewendet.

Gemüt

Das homöopathische Mittel Formica rufa ist wie alle Insekten sehr erregt (wie nach Champagner) und verlangt nach Aktivität. Sie sind schnell, geistig beweglich, fleissig und stehen in großem Wettbewerb zu Anderen. Sie können exhaltiert und exentrisch sein. Die große Aktivität nimmt aber gegen Abend ab und sie werden faul. Sie sind fröhlich nach Schmerzen und haben eine Abneigung gegen Veränderungen. Sie können lange bei unangenehmen Begebenheiten in der Vergangenheit verweilen und haben Angst allein gelassen zu werden und um ihre Familie.

Sie träumen davon ein Architekt zu sein, wen wunderts, Ameisen sind wunderbare Baumeister.

Formica rufa wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Gelenke, Atmung, Harnwege, Haut

Causa:
Kälte, Feuchtigkeit, kaltes Baden, Verrenkung, Prellung, Verheben

Kopf
Neuralgische Kopfschmerzen, brennend und schießend, nach Waschen mit kaltem Wasser, verschlimmert durch Kaffee , besser durch Haarekämmen.

Bei den Kopfschmerzen knackt es im Ohr

sie steigen auf vom Hinterkopf und setzen sich fest über den Augen. Schmerz in der linken Schläfe, dann im Scheitel. Stirnkopfschmerzen erstrecken sich zum Hinterkopf. Gefühl als wäre das Gehirn zu groß und zu schwer, als platze eine Blase in der Stirn.

Kopfschmerzen begleitet von Magensymptomen.

Juckende Kopfhaut juckt

Haar fallen aus.

Schwellung um das Ohr , empfindlich und angeschwollen, stechende Schmerzen zum Ohr hin.

Formica ist eine bewährte Indikation bei Polypenbildung und kann diese verhindern.

Extremitäten

Haupteinsatzgebiete sind Gicht und Gelenkrheuma.

Die Gelenke sind knotig, steif und geschwollen.

Die Schmerzen wandern und verlagern sich relativ rasch.

Mattigkeit im ganzen Körper mit Schmerzen in allen Gliedern, Schwäche und Kraftlosigkeit der unteren Extremitäten. Die Muskeln schmerzen wie durch Überanstrengung, wie aus ihren Ansätzen gerissen.

Rheumatische Gelenkschmerzen treten plötzlich auf und sind mit Unruhe verbunden, die Patienten wollen sich bewegen, obwohl die Schmerzen dadurch schlimmer werden. Eine Besserung erfolgt meist nach Mitternacht sowie durch Druck und Reiben der Körperteile.

Die rechte Seite ist meist mehr betroffen als die linke.

Frostschauer ziehen die Wirbelsäule entlang.

Schweiße erleichtern nicht.

Die Beschwerden ausgelöst durch Kälte, Nässe, kaltes Baden, feuchtes Wetter.

Ein Mittel für Folgen von Verheben und Verrenkung.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Formica rufa:

Plötzlich auftretende rheumatische oder gichtige Schmerzen. Knoten, Steifheit und Schwellung der Gelenke, häufig ausgelöst durch Kälte und Nässe. Patienten wollen sich bewegen obwohl Bewegung verschlimmert.

Beschwerden mehr rechtsseitig.

Wärme, Reiben und Druck bessert.

Folgen von Verheben und Verrenken.

Schwäche der unteren Gliedmaßen.

Schnupfen und Nasenverstopfung, verhindert Polypenbildung in Nase und Ohr.

Kopfschmerz und Neuralgien.

Empfindliche Schwellung um das Ohr.

Brennende Magenschmerzen, verlagern sich zum Kopf hin

Übelkeit mit Kopfschmerz.

Ziehende Nabelschmerzen vor dem Stuhlgang.

Durchfall mit hellen schaumigen Stühlen.

Roter juckender und brennender Nesselausschlag, schlimmer durch kaltes Wasser.

Reichlicher Schweiß ohne Erleichterung.

Besserung der Beschwerden durch:
Druck, Wärme, Reiben

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Kälte, feuchtes Wetter, kaltes Wasser, Bewegung, vor Schneesturm

Sonstiges

Formica rufa kann in Betracht gezogen werden, wenn Apis mell. oder Rhus tox. indiziert erscheinen, aber keine Besserung bewirken.

 

Quelle: https://www.cysticus.de/klassische-homoeopathie/formica-rufa.htm

Ustilago maydis

Maisbeulenbrand

Ustilago ist ein Schmarotzerpilz. Er lebt als Parasit ausschließlich auf Mais. Er bildet schwarze Sporen, die als schwarze Flecke sichtbar an den befallenen Pflanzen haften. Befallene Maispflanzen sind durch die tumorartigen Wucherungen und Gallengebilde gut zu erkennen. Die Gallen können im Extremfall kindskopfgroß werden. Die abgegebenen Wuchsstoffe regen die Pflanze zu Größenwachstum und vermehrter Zellteilung an. In den hypertrophierten Pflanzenteilen wächst das Pilzmyezel besonders stark und bildet dort große Mengen von Sporen, die bei Freisetzung den Maispflanzen das brandige Aussehen verleihen. Im Inneren dieser Beulen befindet sich eine schwarze, schmierige Sporenmasse. Wenn die Beulen aufplatzen werden sie mit dem Wind auf andere Maispflanzen verteilt. Der Pilz dringt in das Pflanzengewebe ein und wächst dort zwischen den Maiszellen interzellulär weiter und verdaut diese zum größten Teil.

Dass der Maisbeulenbrand Allergien auslöst oder toxisch sein soll, ist nicht eindeutig nachgewiesen. Aber der Fakt, dass er vor allem in Mexiko als Delikatesse gilt, spricht dagegen. Auch bei uns wird der Maisbeulenbrand in der gehobenen Gastronomie als exotische Speise zubereitet und wird „mexikanischer Trüffel“ genannt.

Ustilago in der Homöopathie:

Ustilago hat eine starke Wirkung auf die weiblichen Genitalien und auf den Kreislauf. Es bestehen Hitzegefühle, Stauungen und eine Neigung zu passiven Blutungen.

Gemüt: Reizbarkeit nach Samenerguss oder im Klimakterium, Suizidalneigung, Träume von Enttäuschungen, Trübsinn nach Menses, Niedergeschlagenheit und Wunsch der nach Einsamkeit

Hals: Stauung, Vergrößerung und schmerzhafte Entzündung vor allem der linken Tonsille.

Schlucken verschlechtert

Haut: Trockenheit, Hitze, Stauungen

Frauen: Schwindel nach Menses, Abort durch Schwäche, passive Blutungsneigung des Gebährmutterhalses, Empfindung einer Kugel im Uterus, Scharfe Leukorrhoe vor der Menses, Menses häufig und früh, klumpig und dunkel, nachts stark, stark nach Abort oder Entbindung, stark nach Schrecken, stark beim Aufstehen und schwächer bei Bewegung, Metorrhagie, Schmerzen in den Ovarien und in Uterus mit Ausdehnung in die Lenden, Empfindung als sei der Uterus verknotet. Stauungen im Klimakterium. Hochgradige Erschlaffung der Gebärmutter, Stauungskopfschmerz vor und während der Menses, Empfindung einer Kugel im Unterleib,

Rücken: Hitze wie durch kochendes Wasser, Schmerzen in Bauchlage

Haut: Hautausschläge im Klimakterium, Urtikaria während der Menses

Modalitäten:

< Klimakterium, Berührung, Bewegung

> Ruhe

Quelle: Synoptische Materica media 2, Franz Vermeulen, System sat.