Psilocybe

Bildquelle: www.zauberpilz.com/geschichte.php

Die eine Seite macht dich größer, die andere Seite macht dich kleiner.“

Eine Seite wovon? Die andere Seite wovon?“ dachte Alice bei sich.

Von dem Pilz,“ sagte die Raupe, gerade als wenn sie laut gefragt hätte; und den nächsten Augenblick war sie nicht mehr zu sehen. (Alice im Wunderland, Lewis Carroll)

Psilocybe caerulescens ist eine Gattung von 75 Pilzarten die ganze Weilt verteilt ist. Manche enthalten psychoaktive und halluzinogene Stoffe und werden vor allem in Mexiko zu rituellen und medizinischen Zwecken konsumiert. Auch in Europa sind sie unter dem Namen „magic mushrooms“ oder „Zauberpilzen“ bekannt.

Bei Konsum kann es zu kribbeln in Armen und Beinen, Wärmeempfindungen und Lachanfällen kommen. Die Wirkungen reichen – abhängig von der Dosierung und der Art der Pilze – von anregend bis hin zu stark halluzinogen. Wahrnehmungsveränderungen auf allen Sinnesebenen führen zu einem traumartigen Erleben der Wirklichkeit. Ein Gefühl starker Verbundenheit zu anderen Menschen und zur Natur kann sich einstellen. Die durch Psilocybin ausgelösten Wirkungen sind mit denen von LSD vergleichbar.

Negative Reaktionen können Angst, Schreckensvisionen und paranoide Wahnvorstellungen sein.

Körperlichen Symptome: Atembeschwerden, Herzrasen, veränderter Blutdruck, Kreislaufprobleme, eine Erhöhung der Körpertemperatur, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel und Übelkeit, seltener auch Ohnmacht und epileptische Anfälle.

In der Homöopathie:

Wir finden die typischen Symptome von Pilzmitteln: Zerstreutheit und albernes Benehmen; den Faden bei Gesprächen verlieren; Träume von Räubern oder Vampiren, die im eigenen Haus angreifen; gesteigerter Sexualtrieb; Wahnidee unter einem mächtigen Einfluss zu stehen; Vorstellung an mehreren Orten gleichzeitig zu sein.

Die anderen Gemütssymptome ergeben sich aus der Vergiftung mit diesen Pilzen:

Gegenstände in leuchtenden Farben sehen; das Gefühl schweben zu können; Vorstellung mit Gott zu kommunizieren bzw. generelle Obsession mit Gott oder dem Teufel; sich ständig verändernde Wahnideen; unfreiwilliges Lachen; gespaltene Persönlichkeit; häßliche Dinge für schön erachten; Gleichgültigkeit; Träume von Räubern und Vampiren; keine moralischen oder religiösen Grundsätze; Verwirrtheit; Teilnahmslosigkeit

Kopf: Schmerz steigert sich langsam, Schmerz durch Verkühlung des Kopfes, Schmerz in der Stirn bei Sonnenlicht, an den Schläfen beim Kauen, Schmerz wie von einem Band, Schweregefühl in der Stirn beim Bücken

Augen: Brennende Schmerzen beim Schliessen, Vergrößerungsgefühl des linken Auges,

sieht Farben und Punkte bei Kopfschmerzen

Nase: heftiger Schnupfen, Verstopfung mit wässrigem Sekret, morgendliches Niesen

Mund: blutende Aphten, Speichelfluss und Trockenheit

Hals: Schleimgefühl und Schluckzwang durch Kloss im Hals, Trockenheit nicht besser durch trinken und schlechter durch Emotionen

Magen: Durst verschwindet beim Anblick von Wasser, Übelkeit morgens beim Erwachen, durch Geräusche und Rauch

Abdomen: Schmerzen in der Leber nach kalten Speisen

Larynx: Schwäche der Stimme beim Sprechen

Rücken: Kälte wie von Eis

Extremitäten: schuppige Hautausschläge an den Handflächen und Fußsohlen, runzelige Fingerspitzen, als ob man sie zu lange in Wasser gebadet hätte

Schlaf: Einschlafen aus Schwäche, Unausgeruht nach Schlaf, Schwierigkeit zu Erwachen, Schläfrigkeit während Schmerzen.

Trockenheit: Trockenheit gewöhnlich feuchter innerer Teile

Speisen und Getränke: > Süßigkeiten/nach Trinken, < Alkohol/kalte Getränke, kaltes Wasser/kalte Speisen

Modalitäten:

> kurzer Schlaf

< Tabak

< nasskaltes Wetter

Quelle: Synoptische Materica media 2, Franz Vermeulen, System sat.

Franz Vermeulen, System sat.

Boletus laricis

Lärchenschwamm, Polyporus officinale, Laricifomes officinalis, Lärchenporling

Miasma: Tuberkulinie

Der Baumschwamm Boletus laricis ist in Europa, Nordrussland und Sibirien beheimatet. Es sind unregelmßig geformte Schwämme, die wir am Stamm der Lärchenrinde finden. Der Pilz hat einen Durchmesser von ca. 35 cm, ist gelblichweiß oder gräulich mit einer harten rissigen Rinde und Kruste. Das Fleisch ist eher weich, trocken schwammartig und fleischig. Vom Geruch ist er ein bisschen mehlig und hat einen bitteren Geschmack.

Er galt lange als Vital- oder Heilpilz und wurde in der Phytotherapie gegen Tuberkulose und als Abführmittel verwendet, allerdings ist der Pilz in großen Dosen giftig und wird so heute nicht mehr verwendet.

Die Urtinktur wird aus dem frischen Schwamm hergestellt.

Homöopathie

Ein großes Mittel ist Boletus bei täglich auftretendem Fieber mit reichlichen und anhaltenden Nachtschweißen. Es besteht ein Frostgefühl entlang der Wirbelsäule und immer wieder auftretenden Hitzewallungen.

Gemüt:

Gedächtnisschwäche, geistesabwesend

mürrisch und reizbar

Ruhelosigkeit in der Nacht

stumpf und traurig und hoffnungslos

Abneigung gegen neue Unternehmungen

Allgemeines

hohles leichtes Gefühl im Kopf

Stirnkopfschmerzen

schmerzende Augen, morgens verklebte Lider

und bei Husten brennende Schmerzen der Augen

kalte Nase während Frost

empfindliche Zähne

bitterer fader metallischer Geschmack im Mund

scharfer schneidender Schmerz im Magen, wie wund

kein Appetit, kein Durst

Durchfall, Dysenterie, Obstipation

Bauchkoliken

schneidende Schmerzen im Leber-Galle Bereich

Tuberkulose mit Nachtschweißen

Malaria

heiße und trockene Haut, besonders Handflächen

fettiger öliger Stuhl, Ohnmacht bei Stuhlgang

Gefühl von elektrischem Strom

eisige Kälte zwischen den Schulterblättern

bei Vermeulen gefunden:

anlässlich eines Seminars im Wallis wurde eine Arzenimittelprüfunge mit Lärchenrinde

durchgeführt (Laricis cortex) mit folgenden Symptomen:

Schwere des Körpers mit fehlender Kraft der Motorik

Gefühl wie eine Maus in der Brust

linksseitige Kopfschmerzen ausstrahlend zum Ohr

kalte Nasenspitze

Gefühl als ob der Magen nach oben gezogen würde

heißer Kopf bei trinken von kaltem Wasser und

tränendes linkes Auge

Ignis alcoholis

Feuer

Das Wort Feuer stammt vom althochdeutschen fiur und bezeichnet die Flammenbildung bei der Verbrennung, während Licht und Wärme abgegeben wird. Immer schon war man sich der großen Macht des Feuers bewusst, sowohl als zündender Lebensfunke für notwendige schöpferische Lebensprozesse als auch als großer Zerstörer, wenn es nicht mehr kontrolliert werden kann. Seine Beherrschung war ein wichtiges Element für die Weiterentwicklung des Menschen und die Gründung von Zivilisationen. In vielen frühen Religionen wurde seine Kraft den Göttern zugeschrieben.

Nuala Eising stellte das homöopathische Mittel durch die Verbrennung von reinem Alkohol her und führte eine Arzneimittelprüfung durch. Eine heilende Wirkung entfaltete es bei Verbrennungen und Sonnenbrand, bei Hautausschlägen und Hitzewallungen, außerdem im psychischen Bereich bei Klaustrophobie sowie Furcht vor Gewittern. Nach Louis Klein hat es eine gewisse Ähnlichkeit mit Alcoholus, was aufgrund des Herstellungsprozesses verständlich ist. Nach Karl Josef Müller hat es Ähnlichkeiten mit Ignatia und Sulfur.

Symptome

Dünnhäutig, extrovertiert, hitzig, rastlos, ärgerlich-explosiv, gesprächig, offen, erträgt keine Ungerechtigkeit, abergläubisch, grausam gegen Katzen

Wie andere homöopathische Imponderabilien empfindlich auf Energien wie Magnetismus, Wellen oder Mond-Gravitation

Wahnidee eine Berufung zu haben oder besessen zu sein

Jucken der Kopfhaut, drückender Kopfschmerz, Schweregefühl

Trockene Augen, rotes Gesicht, Hitzewallungen nach dem Essen, in der Menopause

Die Haut ist empfindlich gegen Hitze, gegen Sonne, wird schnell rot

Übelkeit, Auftreibung im Magen und Abdomen, Schweregefühl

Atemnot nach dem Essen

Beklemmung in der Brust, Herzklopfen, beschleunigter Puls

Extremitäten: Hautausschläge, rheumatische Schmerzen, Schweregefühl, Steifheit

Schwäche morgens nach dem Erwachen, nach dem Essen

Ohnmacht durch Hunger, mit Zittern, Zittern durch Angst

Verlangen nach Bananen, nach Mehlspeisen, Süßigkeiten

Amel: Aktivität, Anstrengung, Bewegung, im Freien, Essen einer kleinen Menge, Lockern der Kleidung

Agg: Alkohol, Salz, Druck der Kleidung

Magnetis polus australis

Südpol

Magnetis polust australis (Südpol) und Mangetis polus arcticus (Nordpol) sind selten bemühte Arzneimittel. Allerdings hat schon Samuel Hahnemann sich mit der Wirkung des Magnetisums auf den Menschen beschäftigt. Er verwendete dazu nur den Magnetstab ohne potenzierte Zubereitung. Im § 287 schreibt Hahnemann; „Der Kräfte des Magnets kann man sich schon sicherer zum Heilen bedienen, nach den in der reinen Arzneimittellehre dargelegten, positiven Wirkungen des Nord und des Süd-Pols eines kräftigen Magnetstabes.“ Er verweist dabei auf seine eigenen Prüfungen in seiner reinen Arzneimittellehre von 1816. Und im zweiten Band der Reinen Arzneimittellehre listet er die Prüfsymptome aller drei Magnete auf: Magnet, Magnet-Süd, Magnet-Nord. In für seine Verhältnisse unorthodoxer Weise lies er für die Prüfungen gesunde Probanden mit dem jeweiligen Magnetstab berühren und beschrieb die aufkommenden Symptome.

Erst mit Samuel Swan wurden die Magnete homöopathisch aufgearbeitet. Dazu verrieb und potenzierte er Milchzucker, mit dem er vorher die Magnetstäbe bestrich. („Some more high potencies of nothing“, 1880).

Die Persönlichkeit allgemein

wie alle Imponderabilien nehmen auch Patienten die Magnet benötigen die Welt als dual wahr. Alles kann sowohl so als auch anders sein. Sie sind tolerant gegenüber anderen Meinungen, weil sie sich der Relativität der Dinge bewusst sind.

Zeit ist für sie eine relative Erscheinung, sie erleben den Augenblick, die Zukunft und die Vergangenheit ist illusionär. Es gibt keine andere Wahrheit als den Augenblick des Geschehens.

Sie haben häufig das Gefühl eines Sogs, das Gefühl, dass eine Kraft an ihnen wirkt, die sie zieht oder schiebt. Sie fühlen sich Dingen und Menschen gegenüber angezogen oder abgestoßen. Der Körper fühlt sich leicht oder schwer an. Sie sind orientierungslos – ihnen fehlt der innere Kompass.

Symptome Gemüt

Verlassenheitsgefühl

schlechte Laune mit Abneigung gegen fröhliche Menschen

Abneigung gegen Unterhaltung und Gesellschaft

wild, barsch, heftig in Reden und Handeln

Zusammenfahren bei Berührung

Kopf

Stöße im Kopf, Kribbeln, schwerer Kopf mit starkem Blutzustrom, Geräusche wie knallende Türen verursachen Vibrationen im ganzen Körper, auch laute Stimmen lösen das Vibrieren aus, ausgeprägte Kopfschmerzen < durch Geräusche und Musik, starker Blutzustrom in das Gehirn morgens im Bett

Augen

schmerzhafte trockene Lider, Augenbewegungen <, sehr kalte Augen

Brust

Kälte hinterm Brustbein

Magen

Schmerzen bei geistiger Anstrengung

Extrem gleichgültig gegen Speisen, Tabak und Getränken, aber auch Bulimie, Geschmacksverlust, Abneigung gegen Milch und Weißwein

Abdomen

Blähungen, Rumoren, Kneifen und Krämpfe, empfindlich um den Leistenbereich, viel Windabgang

Harnwege

unfreiwilliger Harnabgang durch Lähmung des Schließmuskels, Harnentleerung tröpfchenweise, schwacher Harnstrahl

Männer

Schmerzen im Penis, starke Tendenz zum Samenerguss, Impotenz, schmerzhafte Retraktion des Hodens, Schwellung des Hodens, Erketion verschwindet während Koitus

Frauen

Menses zu früh und zu stark

Atmung

laute schnarchende Ausatmung vor Mitternacht und nach Mitternacht laute und schnarchende Einatmung

Extremitäten

starke Schmerzen an der Innenseite des Zehennagels der Großzehe, eingewachsene Zehennägel (eines der Hauptmittel, vor allem des Großzehes), Füße schmerzen beim herabhängenlassen, Schmerzen in der Patella, Stiche in den Fußsohlen. Insgesamt und überall kneifende und quetschende Empfindungen

DieArme sind schwach und schwer und es kribbelt den Armen entlang

Schlaf

sehr müde, starkes Schlafbedürfnis, Schlaflosigkeit durch Übererregung, Träume von Feuer, von Aufständen,von Pferden, von Tieren gebissen zu werden

Frost

Grauen vor frischer Luft, sogar bei heißem Wetter, dabei schlecht gelaunt

Allgemeines

juckende Krampfadern,Wachstumsschmerzen in den Beinen

Verschlechterung;

im Sitzen, beim gehen im Freien, Glieder herabhängen lassen, warme Speisen

x-ray

Röntgenstrahlen

Röntgenstrahlen sind energiereiche elektromagnetische Wellen, die entstehen, wenn Elektronen mit einer hohen Bewegungsenergie schlagartig abgebremst oder gezwungen werden ihre Bewegungsrichtung zu ändern. Das ist ein Vorgang, der nur bei extrem hohen Temperaturen geschieht, oder durch gewaltsamen Einfluss von Außen. Daher gehen unter Normalbedingungen von Atomen keine Röntgenwellen aus. Auch wenn man Röntgenstrahlen zur Diagnostik und Therapie verwendet, sind Sie gegen das Leben an sich gerichtet, da sie das Wachstum der Zellen und die Zellteilung hemmen bzw. stoppen.

Deswegen verwundert es nicht, dass das homöopathische Mittel x-Ray im Gemütsbereich eine Abneigung gegen Gesellschaft verspürt und einen Drang zu töten. Vor allem vor und während der Menses. Sie sind reizbar und störrisch, blockiert. Sie generieren übertriebene Erwartungen, die keiner erfüllen kann. Ihre Wut richtet sich dann auf die Anderen, die ihren Ansprüchen nicht gerecht werden. So entziehen sie sich der direkten Verantwortung.

X-Ray ist ein sykotisches Mittel und wird manschmal als „tiefes Thuja“ beschrieben. Es bringt alte Symptome zurück und kann hartnäckige Erkrankungen aufbrechen. Es wirkt auf die Lebenskraft an sich.

Wie Röntgenstrahlung Materie unsichtbar durchdringt, abbildet und verändert, so sind die Patienten, die X-Ray benötigen oft Menschen die im Hintergrund agieren. Sie sind nicht extrovertiert, behalten alles im Überblick, unter Kontrolle und verändern ihr Umfeld, ohne besonders aufzufallen. Wie Spione oder Unternehmensberater.

Die Symptome der Strahlenkrankheit hängen stark von der Strahlendosis ab. Sie reichen von geringen Schäden bis zum sofortigen Tod.

Bei der Haut und der Schleimhaut sieht man die Folgen besonders schnell, da sie eine hohe Zellaustauschrate besitzen. Werden hier die Stamzellen geschädigt, so geht innerhalb von wenigen Tagen die gesamte Haut zugrunde mit geringer Chance auf Heilung.

Weitere Symptome der Strahlenkrankheit sind Übelkeit Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, alle Blutzellen sind erniedrigt, dadurch hohes Infektrisiko, Hypotonie, Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Störrung des Zentralnervensystems wie Krämpfe, Tremor, Ataxie, Desorientierung und Koma. Fieber, Müdigkeit, Unfruchtbarkeit und langsame bis keine Wundheilung.

Das homöopathische Mittel kann dementsprechend positiv auf folgende Symptome einwirken:

alle Störungen der Stammzellaktivität wie Krebs, Strahlenschäden. Anämien und hartnäckige Hauterkrankungen.

Ungesunde Haut, die nicht heilt. Verbrennungen heilen nicht. Jeder Kratzer entzündet sich. Die Haut an den Händen, zwischen den Fingern und an den Fingerspitzen ist aufgesprungen. Kleieartige Hautausschläge an den Handflächen. Juckende Ausschläge, Psoriasis, deformierte Nägel oder Ausfallen derselben. Beschwerden durch unterdrückte Hautauschläge oder unterdrückten Fußschweiß

Extremitäten: Empfindung von elektrischem Strom in Händen und Armen

Grüne Absonderungen

Schwäche und Erschöpfung, frostig und empfindlich gegen Zugluft

Schweiß (und häufige Harnentleerung) im Bett hält ihn wach. Wach sobald er sich hinlegt

Berstende Kopfschmerzen besser durch warmes Wasser. Dumpfe Kopfschmerzen morgens

Augenschmerzen schlechter bei Berührung

Nase: Niesen durch Empfindung von Schwefeldämpfen

Grau-Grüner Schleim auf den Zähnen

Fremdkörpergefühl im Hals (langer, schmaler Gegenstand) , nächtliche Schmerzen der Halsseiten, Herzklopfen bei Husten, Knacken in den Halswirbeln, leeres Gefühl im Hals. Krampfartige Schmerzen

Schmerzen im Abdomen bei Erschütterung oder Auftreten

grünliche Leukorroeh, fehlende Mens bei jungen Mädchen

Sexualtrieb verloren, Unfruchtbarkeit

Beschwerden durch Sonneneinwirkung und Verbrennungen durch Röntgenstrahlung

Tröpfelgefühl

Abn.: Fleisch

Verl.: kalte Getränke, Kuchen, Pudding, Süßigkeiten

Durst auf kalte Getränke

< Freien, Nachmittags, nach Sonnenuntergang, im Bett

Quelle der Symptome des homöopathischen Mittels x-Ray: Synoptische Materica media 2, Vermeulen

Electricitas

Elektrizität

Das Mittel wird aus mit Strom gesättigtem Milchzucker hergestellt. Elektrischer Strom fließt zwischen zwei Polen, von denen einer positiv und einer negativ geladen ist. Dabei entsteht eine Spannung, die die Elektronen als Ladungsträger auf ihrem Weg vom Minus- zum Pluspol freisetzen, und zwar gegen den Widerstand des Materials, das den Strom leitet. Auf der psychischen Ebene kann sich das so äußern, dass es dem Patienten wichtig ist, sich gegen Widerstand durchzusetzen und die eigene Individualität zu erhalten, oder dass er eine Empfindung von Fließen oder Getrieben- Werden hat (Bhawisha Joshi).

Allgemeine

Bei elektrisierten Personen kommt es oft zu einem Beben des ganzen Körpers, beginnend in

den Wangenknochen, Kribbeln in den elektrisierten Körperteilen und heftigem Brennen

anschließend Schwäche, Erschlaffung, Schmerz und Lähmung der erschütterten Körperteile

begleitet von Angst, Zittern und Ruhelosigkeit (Caspari, Murphy)

Gemüt

Starke nervöse Angst, nervöser Tremor, ruhelos, Furcht beim Herannahen eines Gewitters,

Gedächtnisverlust, macht Fehler in Bezug auf die Zeit, macht lächerliche Gesten, hysterisch oder

abgestumpft

Abdomen

Krampfartige schneidende Schmerzen, durchzuckende Stiche von links nach rechts, Auftreibung,

laute Geräusche

Völlegefühl im Magen, Übelkeit nach dem Essen, vermehrter Appetit zwischen den Mahlzeiten

Tenesmus im Rektum

Augen

Abgespanntheit, Trockenheit, Entzündung, heftig ziehende Schmerzen

Brust

Einschnürungsgefühl, beschleunigte oder schwache Atmung, Herzklopfen, stechend Schmerzen

vom Herzen quer über die Brust

Extremitäten

Steifheit, Paralyse besonders der Beine, Zittern, Schmerzen in alten Wunden, nächtliche

schießende Schmerzen, rheumatische Schmerzen, Schweregefühl

Haut

Jucken, Kribbeln, Hautausschläge, Quaddeln, Karbunkel, schwarze Verfärbungen

Kopf

Schmerz des Hinterkopfes wie geprellt oder reißend vom Nacken zur Stirn, schießend

Schmerzen, reißende durchzuckende Schmerzen in den Zähnen

Ohr

Schmerzen lancierend, pulsierend, Rötung, Hitze

Rücken

Kribbeln der Wirbelsäule, Brennen in den Schultern, durchzuckende oder ziehende Schmerzen

Schlaf

Starke Schläfrigkeit, tiefer Schlaf, oder Schlaflosigkeit

Schweiß

Vermehrt, vor allem nachts

Luna

Mondstrahlen

Der Mond hat für uns eine tiefe emotionale Bedeutung. Während die Sonne ein selbstleuchtendes Prinzip ist und für die Aktion steht, ist der Mond das reflektierende Prinzip und zeigt daher die Reaktion.

Bei Sonnenlicht zeigen wir unsere Potenz und unser Potential der Welt.

Das Mondlicht erhellt sanft die Dinge, die sonst im Dunkeln liegen. Es macht uns nachdenklich, berührt unser Innerstes und verleitet uns dazu, unsere Masken abzulegen. Im Mondlicht wenden wir unseren Blick ab von den anderen und schauen in uns selbst. Jeder hat wahrscheinlich schon einmal den Mond betrachtet und sich dem melancholisch erhabenen Gefühl hingegeben, ein ganz kleiner Teil des Universums zu sein, immer begleitet vom Mond, der stumm seine Bahnen um uns zieht.

Mondfühlige Menschen sind bei Vollmond besonders empfindlich. Der Mond bewegt uns, holt die Dinge ans Licht, die wir nicht sehen wollen. Man ist Reizbarer, empfindlicher. Es ist schwerer seine Masken zu tragen.

Menschen die Luna als homöopathisches Mittel brauchen fühlen sich abgeschnitten und abgelöst. Kommunikation ist für sie eine Last, erzwungen, schwierig und anstrengend. Dies kann an Natrium muriaticum erinnern.Sie sind verwirrt, orientierungslos, haben ein Gefühl der Auflösung und erleben ein Gefühl, von Verlust von Strukturen .

Toni Robbins, ein bekannter Motivationstrainer sagt, wenn sich in einer Therapie alte Muster auflösen ensteht ein kurzes Gefühl der Verwirrung, Unsicherheit und Hilflosigkeit. In diesem Moment hat man seine Maske und seine Waffen abgelegt, aber noch keine neuen geschmiedet um der Welt zu begegnen. Man ist ausgeliefert, aber nur um tiefere Erkenntnisse und Wahrheiten über sich zu erkennen.

So wie der Mond die Erdachse und damit das Klima stabilisiert, kann das homöopathische Mittel Luna wieder Struktur und Klarheit geben.

 

Patienten die Lunar benötigen sind motivationslos, können aber Wutausbrüche über ihre persönliche Situation haben. Wie Sepia können sie eine Abneigung gegen ihren Ehepartner empfinden und reizbar gegen ihre Kinder sein. Sie sind frustriert und Unzufrieden, fühlen sich eingeschränkt und begrenzt.

Ähnlich Pulsatilla können sie plötzliche Stimmungsschwankungen haben.

Die fehlende Atmosphäre des Mondes bewirkt extreme Temperaturdifferenzen. Während des Mondmittags beträgt die Temperatur +130 °C, während der Mondnacht fällt sie auf -160 °C. Auch das homöopathische Mittel Luna kann ein extremes Kälte oder Wärmegefühl haben.

Luna hat viel Durst wie Phosphor und ein Verlangen nach kalten Getränken.

Sie sind empfindlich gegen Alkohol und können auch ohne Alkoholkonsum eine Katergefühl haben.

Sie schlafen nicht gut, sind unausgeruht und haben Schwierigkeiten zu erwachen. Alles ist schlechter nach dem Erwachen und am späten Nachmittag. Sie haben sehr lebhafte Träume.

Trockenheit des Kopfbereiches wie Nase, Lippen, Hals, Mund.

Frauen haben wahrscheinlich in früheren Zeiten, als es noch keine künstlichen Lichtquellen (Das Mittel Luna ist sehr empfindlich auf künstliches Licht und erfährt eine Verschlechterung.) gab zur selben Zeit menstruiert, nämlich zu Neumond.

Dass die bemerkenswerte Übereinstimmung zwischen dem 29,5 Tage dauernden Mondzyklus mit der weiblichen Regelblutung kein Zufall ist, ist schon längst wissenschaftlich bewiesen.

Das homöopathische Mittel Luna neigt zu PMS und Dysmenorhhoe. Die Mens ist zu stark und zu lange. Vor und während der Menses ist alles schlimmer.

Bei der Herstellung von Luna werden die Strahlen des Vollmondes verwendet. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Frauen, die um die Vollmond Zeit ihre Menstruation bekommen viel häufiger und stärker unter Menstruationsbeschwerden leiden.

Der Mond bewegt nicht nur das Meer sondern alle Flüssigkeiten. Doch der Mond beeinflusst nicht nur das Wasser – er knetet die gesamte Erde durch. Auch das Festland hebt und senkt sich zweimal täglich um etwa einen halben Meter, ohne das wir es merken.

Kopfschmerzen kommen und gehen und ändern den Ort. Schlechter beim Erwachen und während der Menses.

 

 

Menyanthes trifoliata

Menyanthes- Bitterklee, Sumpfklee

Der Bitterklee ist eine Sumpfpflanze und wurde in der Volksmedizin als Fieber- und Verdauungsmittel verwendet.

Von Hahnemann eingeführt und geprüft 1826

Zur Herstellung homöopathischer Arzenei wird die frische blühende Pflanze mit Wurzelstock verarbeitet.

Wirkungsbereich: Motorische Nerven, Scheitel, Verdauungsorgane

Menyanthes Patienten haben eine Eiseskälte. Kälte bei der geringsten Bewegung, Hände und Füße sind eiskalt

Neuralgie und Kälte

Schwäche mit Kälte

Schmerzen sind drückend oder stechend

„als ob die Haut zu klein ist und man selber hineingezwängt“ Clarke

Migräne mit drückenden Schmerzen. Mit kalten Händen und Füßen. Wie ein Gewicht. Zieht vom Nacken zum Scheitel. Besser durch festen Druck, schlechter durch Bücken, Licht, Lärm, Geräusche, Verlangen nach Gesellschaft, Verlassenheitsgefühl während Kopfweh

Neuralgischen Schmerzen; insbesondere des Nervus Trigeminus.

Krämpfe und Zuckungen der glatten und quergestreifen Muskulatur.

Wechselfieberartige Temperaturempfindung mit überwiegendem Frost.

Ziehende, stechende, zusammenschnürende Schmerzen der Brust. Angstgefühl um das Herz, als ob ein Unheil bevorstünde.

Leeres Aufstoßen. Kälte des Abdomens. Aufgetriebenheit, Völle, Blähungen und kneifende Schmerzen im Unterbauch schlechter durch Tabakrauchen.

Kein Durst

Modalitäten:


Verschlimmert durch: Ruhe, Licht, Geräusche, Abends, Kauen, Hinlegen, Öl, Tabak, Brot

Gebessert durch: Bewegung (außer Kopfschmerzen), Starker Druck. Dämmerung, Bücken, Handauflegen.

Verlangen: Fleisch, Fisch, Süßigkeiten

Abneigung: Olivenöl, Butter, Fett

Mandragora

Mandragora – die Alraune

Allgemeine Informationen:

Die Alraunen (Mandragora) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Von den drei Arten kommt eine in Europa vor.

Die Gemeine Alraune (Mandragora officinarum) wird vor allem durch ihre Kulturgeschichte oftmals als Ritual- und Zauberpflanze angesehen. Die Wurzel hat eine menschenähnliche Gestalt. Man glaubte, dass dieses „Erdmännchen“ beim ausgraben einen gellenden Schrei ausstieß, der alle die ihn hörten sofort versteinern ließ.

Die Alkaloide in der der Alraune sind stark giftig. Die typischen Vergiftungserscheinungen sind starke Pupillenerweiterung, gerötete, trockene und heiße Haut sowie Pulsbeschleunigung. Bei starker Vergiftung erfolgt Bewußtlosigkeit und narkoseähnlicher Schlaf. Durch Atemlähmung kann es zum Tod des Patienten kommen.

Die Alraune zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Schon seit den alten Ägyptern wurde sie als Schlaf- , Schmerz- und Narkosemittel genutzt.

Die Alraune in der Homöopathie

Für die homöopathische Anwendung werden die Wurzel und die frischen Blätter verarbeitet.

Wie bei allen Nachtschattengewächsen besteht ein innerlicher enormer Druck auf der psychischen und körperlichen Ebene. Oft besteht eine Vernachlässigung in frühester Kindheit, welche zu Depressionen und Angstzuständen führt. Diesem Druck wird aber bei Mandragora nicht nachgegeben, sondern es wird versucht ihn im Inneren zu halten. Das kann zu apathischen geistigen Zuständen und Taubheitsgefühlen am ganzen Körper führen, kombiniert mit Erregungszuständen.

Menschen, die das Mittel Mandragora brauchen unterdrücken ihre Gefühle und fressen alles in sich hinein. Es fällt Ihnen schwer, negative aber auch positive Gefühle zu zeigen aus Angst, sich auf eine emotionale Beziehung einzulassen. Aus Angst vor Zurückweisung sie sind sexuell gehemmt. Sie spüren ihren inneren Druck , lassen diesen unterdrückten Gefühlen aber keinen freien Lauf. Sie könnten dabei verletzt werden oder schlimmer noch, andere verletzen.

Sie fühlen sich wie Ausgestoßene, nicht dazugehörig in einer zerstörten Welt. Dementsprechend hoffnungslos sind sie.

Natürlich verschlechter Trost. Wenn Sie alleine sind weinen sie viel.

Mandragoras Traurigkeit wird besser sobald er uriniert.

Um sich abzulenken und zu beruhigen haben Sie eine große Affinität zu allen Suchtmitteln und oraler Befriedigung. Wie essen, trinken, rauchen, Drogen.

Ängste: vor dem Bösen; vor Geisteskrankheit, vor der Dunkelheit, vor dem Teufel, vor Krieg.

Das Nervensystem ist sehr empfindlich. Gerüche und Geräusche werden als sehr störend empfunden. Es kommt zu Taubheitsgefühlen und Spastiken. Die Glieder sind bleischwer und kalt.

Er kann das Gefühl haben, er ist von etwas besessen. Er hat Sinnestäuschungen, denkt Dinge sind größer als sie sind.

Schlaf: Träume vom Krieg, von Ruinen, von Kämpfen, angegriffen zu werden, von Mord. Schlaflos. Tiefer Schlaf aber unerquicklich. Schlaf und Essen bessert alle Symptome.

Sie flüchten sich in den Schlaf, haben ein unbändiges Verlangen nach Schlaf, sind aber trotzdem Ruhelos und nervös.

Schwindel: plötzliche Anfälle, Ohnmachtsgefühl, M. Meniere.

Kopf: Blutandrang, Kopfschmerzen von Alkohol und Tabak, sehr empfindlich auf Sinneseindrücke , Pupillenerweiterung, Kopfschmerz mit kalten Extremitäten, Hitze mit Kopfschmerz, gastrischer Kopfschmerz, kalter Schweiß auf Stirn

Schweregefühl/Völlegefühl

<: Kopf nach vorne beugen, bei Bewegung/Bücken; harter Druck/wenn nüchtern/Rauchen/durch Aufenthalt in der Sonne;

>: nach Essen/kalte Anwendungen;

Augen: Schweregefühl, müde, Photophobie

Mund: Herpes labialis und allergische Ausschläge um den Mund. Trockenheit im Mund mit Gefühllosigkeit, brennende Zunge, weißlich gelber Belag

Innerer Hals: Würgen, anfallsartiger Husten

Brust: stechende nächtliche Herz Schmerzen, die in den linken Arm ziehen, Zusammenschnürung wie ein eiserner Reifen,

Magen: Übelkeit und Aufstoßen, Völlegefühl nach dem essen. Nüchterner Magenschmerz

Abdomen: Schmerzen drückend, Völlegefühl> nach hinten beugen und essen

Beschwerden des Zwölffingerdarms und der Galle. Stechende Schmerzen, die bis in die Schulter ziehen, chronische Hepatitis

Rektum: extreme Vertopfung oder Durchfall

Urogenital: Blasenschwäche mit vermehrtem Harndrang und nächtlichem Einnässen

Rücken: Ischialgie, rechte Seite.

Glieder: Muskelbeschwerden, Ruhelosigkeit

Empfindung: Brennen, Kongestion, Völle.

Lokalisation: rechts.

Wetter: verfroren, <: Kälte/Feuchtigkeit/vor einem Sturm;

Physisch: < zu Beginn der Bewegung; >: nach hinten beugen/fortgesetzte Bewegung/Harnabgang;

Nervensystem: Anästhesie, Taubheit, Spastik.

Schweiß: reichlich, < nachts.

Allgemein:

schlechter: 3 – 5 h.; nachts,

besser: Essen, Schlaf

Verlangt: Salziges, Pfeffer, Salami, Knoblauch, Kaffee; nach merkwürdigen Dingen;

Essen: < kalte Getränke, Süßes, Fett, Alkohol, Zigarettenrauch

Viola odorata

Foto copyright Teun Spaans wikipedia

März-Veilchen, wohlriechendes Veilchen, Hecken-Veilchen

Weiterlesen