Antimonium crudum

Antimonium crudum  (Schwarzer Spießglanz)

Chemische Verbindung aus Antimon und Schwefel. „Schwefelspießglanz“ – der typische Patient ist als Erwachsener ruhig, weich, empfindsam und gefühlsbetont. Emotional empfindliche Menschen die „im Mondlicht sanft, mild und romantisch werden“. Als Kind aber ist er mürrisch und reizbar, mit Abneigung berührt oder auch nur angesehen zu werden (ähnlich Chamomilla).

Hauptangriffspunkt des Mittels ist der Verdauungstrakt – Zunge, Magen und Rektum. Was auch immer diesem Menschen widerfährt, greift die Verdauung an. Emotionen werden oft im Magen empfunden.

Abneigung gegen Berührung.

Dicker weißer Belag auf der Zunge, pelzig oder „wie Schnee“.

Verlangen nach sauer eingelegtem Gemüse, insbesondere Gurken.

Verdauungsstörungen durch Diätfehler. Schwache Verdauung.

Adipositas, Fettleibigkeit.

Impetigo: Hautausschlag, Eiterflechte.

Dicke, harte Haut, häufig aufgesprungen.

Warzen und Schwielen an den Fußsohlen, verdickte und eingerissene Fußnägel.

Modalitäten

Verschlimmerung durch Hitze (z.B. Sonne, Ofen, Feuer, Heizgerät), Kälte (Baden, Wasser auf dem Kopf), Temperaturextreme, Überessen, Säuren, nach dem Essen.
Besserung: im Freien. Ruhe. Warmes Baden. Anhaltendes Erbrechen.

 

Staphisagria

Stephanskraut oder Rittersporn wirkt besonders gut auf das Gemüt, die Nerven, Zähne, die Harnorgane, die Genitalien sowie die Drüsen. Ganz besonders auffallend bei Staphisagria ist die extreme Empfindlichkeit und Sensibilität.
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Lycopodium

c: Christian Fischer/wikipedia

Lycopodium clavatum;  Keulenbärlapp;  Schlangenmoos

Lycopodium gehört zu den Bärlappgewächsen.  Zusammen mit anderen Farnen und den Schachtelhalmen bildeten sie die riesigen Urwälder des Karbons vor ca. 6oo Mio. Jahren. Die baumartigen Vorfahren des Keulenbärlapps wiesen eine stattliche Größe von 40 Metern auf. Wir haben es also mit einer der ältesten heute noch lebenden Pflanzenart zu tun.

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Carbo vegetabilis

Hergestellt aus Holzkohle, Kohle von Rotbuchen- oder Birkenholz. Dieses Mittel hat in erster Linie einen Bezug zum Magen-Darmtrakt, zum Herzen, den Lungen und der Blutzirkulation, wirkt auf den venösen Kreislauf (besonders die Kapillaren). Es ist hilfreich bei Schwäche-, und Kollapszuständen. Die Beschwerden gehen oft einher mit Verdauungsstörungen und Blähungsbildung.

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Arnica montana

Arnica ist ein Mittel, das seine hervorragende Wirkung vor allem bei stumpfen Verletzungen und Traumatas entfaltet. Diese können ausgelöst sein durch einen Unfall oder eine Operation. Durch die Verletzung kommt es zu einem Blutaustritt aus den Gefäßen und zu einer Quetschung des Gewebes. Dies führt zu enormen Schmerzen, einer großen Empfindlichkeit, Wundheits- und Zerschlagenheitsgefühl sowie einer großen Angst und Abneigung berührt zu werden. Arnica ist auch ein wunderbares Mittel bei Stoß oder Schlagverletzungen des Kopfes, wie zum Beispiel bei einer Gehirnerschütterung.

Hauptindikation: Traumata – Verletzungen – Muskelkater – Schock – Blutungen – Quetschungen – Verstauchungen – Zahnschmerzen – Keuchhusten

Charakteristika:

Angst berührt zu werden, Angst vor Annäherung, will alleine gelassen werden. Der Arnica-Patient behauptet, „er sei gesund und schickt den Arzt fort.“

Nach Verletzungen mit stumpfen Gegenständen (Haut ist dabei unverletzt, keine offenen Wunden); in fast allen Fällen wo sich Hämatome gebildet haben. Blau-schwarze Hautflecken nach Traumata.

Zerschlagenheits-, Wundheits-, und Quetschungsgefühl. Fühlt sich wie „verprügelt“ nach Traumata
schlimmer durch Bewegung und Berührung
selbst das Bett scheint zu hart

Große Schmerzempfindlichkeit, mit Angst berührt zu werden

Kopfverletzungen, Traumata z.B. bei Kindern die gestürzt sind. Meningitis (Hirnhautentzündung) nach Verletzung

Arnica ist ein gutes Mittel für Rekonvaleszenz nach Operation oder Geburt. Beschwerden, die von Unfall zurückgeblieben sind, sogar nach vielen Jahren.

Muskelkater nach Überanstrengung (z.B. lange Wanderung), Patient kann nicht gerade gehen wegen Wundheitsgefühl im ganzen Körper.

Zahnschmerzen: nach zahnärztlicher Behandlung.

Blutungen: der Bindehaut oder Netzhaut wegen heftigem Husten, geplatzte Adern Verletzung der Augen mit periorbitaler (um die Augen herum) Hämatombildung.

Aufstoßen und Durchfall mit Geruch von verdorbenen Eiern.

Modalitäten

Verschlechterung:   durch Bewegung, Berührung, feuchte Kälte, vom Weintrinken, nach dem Schlafen, beim Liegen der linken Seite

Besserung:   beim Flachliegen