Kalium bichromicum

Kalium bichromicum (Kaliumbichromat, doppelchromsaures Kali K2Cr207)

Der Name des Chroms leitet sich vom griechischen Wort "chroma" für Farbe ab. Chromhaltige Verbindungen wurden zunächst in der Maler- und Emaillierkunst oder als Oxydationsmittel in Färbereien und Ledergerbereien verwendet. Heute wird es insbesondere zu Verbesserung des Stahls (Chrom-Vanadium-Stahl von Werkzeugen) und zur Holzkonservierung verwendet.

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Ipecacuanha

Ipecacuanha (Brechwurzel)

Die Brechwurzel wirkt besonders auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes, auf die Luft- und Atemwege und Nerven. Im Vordergrund der Beschwerden stehen meist starke Übelkeit und Erbrechen. Übelkeit und Erbrechen sind die Hauptkennzeichen dieser Arznei, die man auch bei Erkrankungen anderer Organsysteme vorfindet. Weiterhin finden wir bei diesem Mittel eine starke Blutungsneigung. So kann es z.B. zu heftigen Blutungen aus der Nase, der Scheide oder aus anderen Körperöffnungen kommen. Besonders die Kombination von Übelkeit, Erbrechen und Blutungsneigung sind ein fast sicherer Hinweis für diese Arznei.

Charakteristika

  • Starke, ständige Übelkeit
  • Übelkeit und Erbrechen. Auch durch Erbrechen wird die Übelkeit nicht gebessert
  • Starker Speichelfluss
  • Übelkeit ist so stark, dass Patient handlungsunfähig ist
  • Starke Übelkeit, dabei ist die Zunge sauber oder nur leicht belegt
  • Asthmatische Bronchitis, Keuchhusten, Husten bei Kinder. Husten ist so heftig, dass es zu einem starken Würgereiz oder zum Erbrechen von weißem Schleim oder Mageninhalt kommt.
  • Krampfartiger Husten, mit Steifheit. Das Kindes ist ganz blass oder blau im Gesicht und hat starke Atemnot.
  • Erstickungsgefühl durch oder beim Husten
  • Blutungen aus allen Körperöffnungen (Mund, Nase, Gebärmutter, After)
  • Hellrote Blutungen
  • Schwäche nach Menstruation durch starke Blutungen
  • Beschwerden durch Essen vom fetten Speisen, Torten, Schweinefleisch und Süßigkeiten
  • Stuhlentleerungen sind grasgrün, teerartig, wie schaumige Melasse

Modalitäten

Verschlechterung: Wärme (warm feuchtes Wetter, warme Räume), Überessen (schwerem, fetten Essen), periodische Verschlechterung, kalte Nächte nach warmen Tagen

Besserung: frische Luft

Ignatia amara

Ignatia amara (Ignatiusbohne, Ignazbohne)

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Hypericum

Hypericum (Johanniskraut)

Das Johanniskraut ist ein Mittel bei Verletzungen, insbesondere für Verletzungen der Nerven und des Rückenmarks. Das Erkennungszeichen von Hypericum sind die stechenden und schießenden Schmerzen. Das Arnica der Nerven.

Verletzungen

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Hepar sulfuris

Hepar sulfuris (Kalkschwefelleber)

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Gelsemium sempervirens

Gelsemium ist eine gelb blühende Pflanze, die im Süden heimisch und sehr giftig ist. Besonders wirksam ist die Rinde der Wurzeln. Diese Pflanze enthält das Alkaloid Gelsemin, das eine narkotische Wirkung hat und teilweise an Stelle von Opium verwendet wurde. Bei Vergiftungen mit dieser Pflanze sind Lähmungen die hervorstechenden Symptome. Hauptangriffspunkt des Arzneimittels ist das Nervensystem. Es erzeugt in erster Linie eine Schwäche und Zittern, welche sich körperlich, geistig und seelisch bemerkbar macht, wie zb. bei Lampenfieber. Die Lähmungen können verschiedene Muskeln betreffen, sind aber besonders häufig bei den Augenlidern zu beobachten. Akute Erkrankungen wie z.B. eine Grippe, gehen oft einher mit einer Schwere der Augenlider, starker Schwäche, Zittern, Frostschauer und Kopfschmerzen.

Charakteristika

  • Beschwerden durch starke Gemütsbewegungen, besonders Schreck, Erregung des Gemüts z.B. durch schlechte Nachrichten, unangenehme Überraschungen, Lampenfieber
  • Zittern durch Schwäche
  • Schwere der Augenlider kann sie kaum öffnen, fallen immer wieder zu
  • Lampenfieber z.B. bei Prüfungen oder öffentlichen Auftritten
  • Beschwerden durch Erwartungsspannung (Speziell Diarrhoe )
  • Frostschauder den Rücken herauf und herunter
  • Heftigste Kopfschmerzen vom Hinterkopf zur Stirn, über den Augen – Besserung durch Urinieren
  • Furcht das Herz könne aufhören zu schlagen, wenn man sich in Bewegung hält
  • Durstlosigkeit (vor allem während Fieber)
  • Doppeltbilder während Kopfschmerzen
  • Furcht zu fallen bei Kindern die im Bett liegen
  • Matt, apathisch, Schwierigkeiten zu Denken. Verlangen alleine zu sein

Modalitäten

Verschlechterung: Gemütsbewegungen, Furcht bes. vor Prüfungen, Frühlingswetter, Rauchen von Tabak

Besserung: Reichliches Urinieren, Nach-vorn-Beugen

 

Ferrum phosphoricum

Ferrum phosphoricum (Eisen-phosphat, FePo4, Phosphorsaures Eisen)

Ursprung

Eisen ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Fe (lat: ferrum) und der Ordnungszahl 26. Es zählt zu den Metallen, ist (mit Nickel zusammen) Hauptbestandteil des Erdkerns und erzeugt das Erdmagnetfeld. Es ist ein essentielles Spurenelement für fast alle Lebewesen. Auch Eisen- phosphat, ein Salz aus der Verbindung des Kations Eisen und des Anions Phosphor, ist für alle Zellen im Körper wichtig, vor allem für die roten Blutkörperchen.
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Dulcamara

Dulcamara (Solanum dulcamara, Bittersüß)

 

Botanik

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Drosera rotundifolia

Drosera rotundifolia (Rundblättriger Sonnentau)

Der Sonnentau hat sein Hauptwirkungsspektrum im Bereich der Atmungsorgane (Kehlkopf, Bronchien und Lungen). Durch eine Reizung des Atemtraktes kommt es zu Anfällen von einem heftigen, trockenen, spastischen Reizhusten, die schnell aufeinanderfolgen. Es ist daher eines der wichtigsten Mittel bei Keuchhusten, Pseudokrupp (falscher Krupp) oder bei Asthma. Die Hustenanfälle können einhergehen mit Atemnot, Erbrechen oder Nasenbluten.

Charakteristika

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Coccus cacti

Schildlaus

Das Arzneimittel Coccus cacti wird aus der Schildlaus Dactylopius coccus, welche auf Opuntienarten Südamerikas heimisch ist, gewonnen.

Dieses Arzneimittel hat einen starken Bezug zu den Schleimhäuten des Respirationstraktes und des Urogenitaltraktes.

Es kommt vornehmlich zur Anwendung bei spastischem Husten der durch Reizung im Rachen ausgelöst wird und häufig mit Würgen, Erbrechen oder typischerweise mit dem Auswurf von zähem fadenförmigem oder kugelförmigen Auswurf einhergeht. Diese Art von Husten tritt häufig bei Keuchhusten (Pertussis) auf. Der Keuchhustenanfall ist typischerweise begleitet von einer rotlila Verfärbung des Gesichtes und innerer Hitze. Die Anfälle treten periodisch auf, steigern sich langsam und nehmen in Ihrer Intensität auch langsam wieder ab. Nach einem Hustenanfall hat der Patient meist 3-4 Stunden eine Ruhepause bis sich wieder soviel Schleim gebildet hat der durch Reizung den nächsten Anfall auslöst. Der Husten tritt vornehmlich in der kalten Jahreszeit auf.

Er verschlimmert sich durch: Aufenthalt in warmen Räumen
Warme Getränke
Um 6:00 oder 23:00 Uhr

Er wird gebessert durch: kalte Getränke

Die Symptome die bei einer Erkrankung des Urogenitaltraktes auftreten und auf dieses Mittel ansprechen sind:
Lanzierende Schmerzen von der Niere zur Blase, entlang der Harnleiter,
Brennende Schmerzen wie Pfeffer während des Urinierens
Konstanter Harndrang
Harnverhaltung
Dunkel verfärbter Urin
Nierenentzündung mit dumpfen Schmerzen in der Nierengegend